Es gibt keinen Ausweg!

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Harry verstand nicht so recht was Voldemort mit einem Trottel wie Malfoy wollte. Alles was er konnte war prahlen und seine Nase arrogant nach oben strecken. „Ab ins Bett Harry, hopp hopp!" sagte Dumbledore als er auf die Uhr sah. Harry nickte und verschwand in seinem Zimmer. Er redete mit Ron darüber und erzählte ihm von den Befürchtungen von Dumbledore und Mcgonagall. „Und was hat Malfoy damit zu tun?" fragte Ron und setzte sich an seine Bettkante. „Das wissen wir nicht..." sagte Harry leise. Harry sah auf die Karte des Rumtreibers doch er konnte nichts außergewöhnliches sehen weshalb er sich hinlegte und die Karte auf den kleinen Holztisch neben seinem Bett legte. Seinen Zauberstab und seine Brille legte er darauf. „Gute Nacht" murmelte Ron und schaltete das Licht aus. Am nächsten Morgen konnte es Ron kaum erwarten Hermine zu erzählen was Harry ihm gestern Abend noch erzählt hatte. Am Frühstückstisch plapperte Ron drauf los während er sich das Essen reinstopfte wie ein Tier. Hermine sah ihm leicht angewidert dabei zu. „Ich glaube nicht das es stimmt." sagte Hermine. „Draco ist viel zu jung um ein Todesser zu sein!" fügte sie leise hinzu. Harry schüttelte seinen Kopf. „Man weiß nie!" antwortete er. Plötzlich gingen die Türen zur großen Halle auf und Draco lief zusammen mit Blaise und Pansy herein. „Wenn man vom Teufel spricht" sagte Ron leise. Draco sah Hermine mit einem festen Blick an weshalb sie erstarrte. Er setzte sich und sein Blick war immer noch auf Hermine gerichtet.

Draco saß stumm an seinem Tisch und sah immer wieder zu Hermine rüber. Nachdem was gestern passiert war, wäre es wohl doch keine so schlechte Idee von irgendwo Hilfe herzuholen. Doch wer in dieser gottverlassenen Schule würde ihm schon helfen? Er wusste das es Hermine unangenehm war wenn er sie anstarrte aber er konnte seinen Blick nicht von ihr nehmen. Sein Blick war kalt, keine Emotionen. Das war wahrscheinlich der Grund warum es Hermine in den Wahnsinn trieb. Sie versuchte nicht mehr zu ihm zu sehen doch selbst sie konnte die Augen nicht von ihm lassen. Nach dem alle Schüler gegessen hatten und auf dem Weg zu ihren Klassenzimmern waren, lief auch Draco aus der großen Halle raus. Zu seinem Glück entdeckte er Hermine ein paar Meter vor ihm und zwar alleine. Mit großen Schritten lief er auf sie zu und hielt sie am Arm fest. Hermine erschrak sich und schubste Draco aus Reflex zur Seite. „Schon gut Granger!" sagte er leise. „Was willst du Malfoy?" fragte sie in einem leicht zickigem Ton.

Draco zog sie am Arm hinter sich her in die Bibliothek. Hier konnten sie ungestört reden und vor allem ohne das sie jemand sehen würde. „Was soll das?" fragte Hermine nun. Draco zuckte mit seinen Schultern und kratzte sich am Hinterkopf. „Hör zu ich erwarte nicht das du es verstehst aber ich brauche deine Hilfe" sagte Draco leise. Hermine runzelte ihre Stirn und sah ihn fragend an. „Bei was?" fragte sie nun. Draco's kalte Miene verschwand auf einmal und Angst machte sich in seinen Augen breit. Plötzlich war er ganz still und bewegte sich nicht mehr. „Draco..." zauste es ihm durch die Ohren. Ein leises unheimliches Flüstern suchte ihn heim. „Du wirst deine Loyalität zu mir nicht in Frage stellen. Wenn du mich verrätst bringe ich dich und deine Familie qualvoll um Draco..." hörte er die Stimme des dunklen Lords in seinem Kopf schwirren. Hermine sah ihn stirnrunzelnd an und winkte mit ihrer Hand ungeduldig vor seinem Gesicht herum. „Malfoy!" zischte sie. Endlich schien sie seine Aufmerksamkeit zurückgewonnen zu haben. „Wobei brauchst du Hilfe?" fragte sie nun noch einmal. „Vergiss es Granger!" sagte er und drehte sich um, um zu gehen. Hermine packte schnell nach seinem Arm und drehte ihn wieder zu sich. „Und was ist das?" fragte sie und hielt ihm das Stück Pergament unter die Nase, von dem sie sich mittlerweile sicher war das es von ihm stammte.

Er musste tief schlucken als sie ihm das Stück Pergament unter die Nase drückte. „Was soll damit sein?" fragte er nun. Sie zuckte mit ihren Schultern und stopfte es zurück in ihre Tasche. „Naja eine Entschuldigung von dir höchstpersönlich hat wahrscheinlich noch niemand erlebt." sagte Hermine. Draco sah kurz auf seinen Arm. Hermines Hand ruhte immer noch auf seinem Oberarm. Sofort zog sie ihre Hand weg als sie bemerkte, dass Draco es bemerkt hatte. „Sei damit zufrieden denn die Entschuldigung war tatsächlich ernst gemeint ob du es glaubst oder nicht." sagte er leise und drehte sich wieder um. „Warte!" rief Hermine weshalb Draco über seine Schulter nach hinten blickte. „Ich vergebe dir" sagte sie ganz leise. Draco nickte und drehte sich nun wieder um und ging. Er ließ Hermine hinter sich stehen und lief immer schneller bis er endlich an seinem Klassenzimmer angekommen war. Er konnte sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen. Hermine Granger hatte ihm tatsächlich vergeben. Während dem Unterricht war Draco eher abwesend und zurückhaltend. Er konnte niemandem etwas sagen, der dunkle Lord war in seinem Kopf und kontrollierte seine Gedanken und Taten. Es gibt keinen Ausweg...

Stay with me {DRAMIONE}Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt