Hilf mir...

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Hermine betrat ebenfalls das Klassenzimmer und nahm wie üblich den Platz ganz vorne ein. Sie spürte Draco's Blick auf ihr. Es war unerträglich und auch etwas unheimlich. Was wollte er bloß von ihr... Die Unterrichtsstunden gingen quälend langsam um und als es endlich läutete war Hermine etwas erleichtert. Zusammen mit Ron und Harry lief sie nach draußen. „Sag mal gibt es einen Grund warum Malfoy dich so ansieht als würde er dich gleich fressen wollen?" fragte Ron neugierig. Hermine schüttelte ihren Kopf und versteckte die Röte in ihrem Gesicht. „Ich weiß nicht was du meinst...!" sagte sie leise. „Na sein Blick, er starrt dich ununterbrochen an!" sagte Ron nun. Harry lachte und schubste Ron zur Seite. „Bist du etwa eifersüchtig?" ärgerte er ihn. Ron lief knallrot an und schüttelte seinen Kopf. Hermine musste grinsen. Als sie sich umdrehte sah sie Draco in der Menge steif stehen, sein Blick haftete auf ihr. Sie zuckte zusammen und drehte sich schnell wieder um. Als die drei Freunde auf dem Pausenhof ankamen setzte sich Hermine unter einen Baum. „Meint ihr es könnte doch möglich sein das Malfoy ein Todesser ist? Ich meine unfreiwillig..." meinte Hermine mit ruhiger Stimme. „Vielleicht blieb ihm keine Wahl und er musste es tun..." sagte sie. „Und wenn schon, wenn interessiert das schon?" fragte Ron und zuckte mit seinen Schultern.

Harry nickte und setzte sich neben Hermine. „Worauf willst du hinaus?" fragte er. „Was wenn er Hilfe braucht?" antwortete sie. Ron setzte sich nun auch dazu. „Ich glaub ich hör nicht richtig!" sagte er empört. „Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein? Wieso sollte er Hilfe brauchen?" meckerte Ron. Hermine warf ihm einen bösen Blick zu weshalb Ron sofort still wurde. „Dumbledore hatte irgendwas angedeutet, dass man ihm helfen soll bevor es zu spät ist" sagte Harry nun. Plötzlich betrat Draco dem Pausenhof weshalb die drei Freunde zu ihm sahen und aufhörten zu sprechen. Man merkte Draco an das etwas nicht stimmte denn er drehte sich sofort um und ging. Hermine stand auf und folgte ihm. Harry und Ron gingen unauffällig hinterher. Sie folgten ihm eine halbe Ewigkeit durchs halbe Schloss. Plötzlich blieb Draco stehen und drehte sich um. Hermine drückte sich dicht an die Wand um unentdeckt zu bleiben. Als Draco sich unbeobachtet fühlt lief er wieder weiter. Hermines Herz schlug unglaublich schnell und sie war aufgeregt. Wo ging er bloß hin und was suchte er in den dunkelsten Ecken des Schlosses?

Harry und Ron waren gerade mal ein paar Meter entfernt von Hermine. Falls etwas passierte waren sie da um sie zu beschützen. Harry wusste nicht genau wo Draco hinwollte aber er konnte sich es irgendwie vorstellen. „Wo will er hin?" flüsterte Ron. Harry sah kurz zu Draco nach vorne und drehte sich dann zu seinem Freund Ron um. „In den Raum der Wünsche!" flüsterte Harry ebenfalls leise zurück. Ron runzelte seine Stirn und zückte seinen Zauberstab. Was wollte Draco mitten am Tag hier? Der Unterricht war nicht mal ganz vorbei und schon schlichen sie durch die Gänge des Schlosses. Hermine blieb einen Moment lang still stehen bevor sie Draco weiterhin fast lautlos folgte. Draco blieb vor einer leeren Wand stehen. Er flüsterte etwas vor sich hin und plötzlich erschien eine große Tür durch die er hindurch ging. „Sag ich doch!" meinte Harry leise. Sie beobachteten wie Hermine ebenfalls durch die Tür hindurch ging und als Harry und Ron auf die Tür zuliefen wurde sie immer kleiner und kleiner. Die beiden rannten so schnell sie konnten doch die Tür verschwand noch bevor sie hindurch gehen konnten. „Toll und was jetzt?" fragte Ron völlig außer Atem. Harry zuckte mit seinen Schultern und atmete tief durch. „Jetzt müssen wir warten." antwortete er. Ron setzte sich auf die Fensterbank und sah nach draußen. „Was wenn ihr etwas passiert?" Fragte Ron. „Hermine kann gut auf sich aufpassen, ihr wird schon nichts passieren!" versicherte Harry ihm und setzte sich neben ihn.

Hermine sah hinter sich um festzustellen das ihre beiden Freunde es nicht mehr durch die Tür hindurch geschafft hatten. Weiterhin lautlos folgte sie dem blonden Jungen und ehe sie sich versah, hatte sie ihn aus den Augen verloren. Nervös suchte sie nach ihm die Gänge ab doch der ganze Krempel hier machte es nur noch unübersichtlicher. Sie ging einen Schritt zurück und schrie leise auf als sie gegen etwas stieß. Sie drehte sich um und sah Draco vor sich stehen der sie mit finsterer Miene ansah. „Wer ist noch hier?" fragte er wütend und kam einen Schritt näher auf sie zu. Aus Angst ging Hermine gefühlte 5 Meter zurück um wieder genug Abstand zwischen den beiden aufzubauen. So fühlte sie sich definitiv sicherer. Doch Draco ging wieder auf sie zu bis sie gegen die Wand stieß. „Ich hab dich was gefragt!" zischte er. Hermine biss sich fest auf die Unterlippe. „Niemand, ich bin alleine!" sagte sie nun leise und sah auf den Boden. Draco bemerkte wie angespannt sie war und ging deshalb ein paar Schritte zurück. Verzweiflung stieg in ihm auf. „Hilf mir..." flüsterte er so leise das es Hermine kaum verstehen konnte. Sie sah ihm an wie verzweifelt er war. Doch was sollte sie tun?

Stay with me {DRAMIONE}Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt