Kapitel 29 - Ende gut, alles gut?

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Das letzte, finale Kapitel vor dem Epilog!
Ich weiß, ich habe in letzter Zeit immer weniger geupdatet und hoffe, dass ihr meine letzten Kapiteln noch liest...
Ich bin mit der Umsetzung zwar nicht zu 100% zufrieden, aber würde mich sehr auf Feedback, Kommtare, freuen!
Ich hoffe, dass mein Schreibstil sich nicht verschlechtert hat in der Zeit, wo ich jetzt nichts geschrieben habe.

Vielen Dank an jeden, der „Die Teegesellschaft" bis hierher gelesen hat!

LG -flames
💞💞

Liv Lowell:

"Von deinen Entschuldigungen wird auch niemand mehr lebendig, Liv.", schüttelte Rachel bitter den Kopf: "Meine Eltern sind tot!"

Die letzten Worte schrie sie wütend, sodass eine Eule kreischend aus dem Schlaf gerissen wurde und durch den Wald flog.

Liv spürte wie sich die Kälte der Nacht immer mehr um sie hüllte. Ungläubig starrte sie nur ihre geglaubte Freundin an voller Reue und konnte nichts erwidern. Was hätte es denn auch zu sagen gegeben? Sie wusste, was sie getan hatte. Sie wusste, dass es ihre Schuld gewesen war, obwohl sie doch nur aus diesem Anwesen flüchten hatte wollen und dabei war es zu dem Unfall gekommen, der ein Feuer entzündet hatte. Es war, als würde die Ravenclaw sich noch einmal in dem brennenden Gebäude befinden. Nur raubte ihr diesmal nicht der qualmende, zerstörerische Rauch jegliche Luft zum Atmen oder die Gewissheit, was sie gerade anrichtete, sondern nur die elenden Schuldgefühlen, die sie seit jenem Tag aufzufressen drohten. Beinahe war es auch so. Es fraß alles in ihr auf. Jeder Wunsch weiterzuleben schien langsam in diese Kälte überzugehen.

"Ich weiß, dass sie tot sind. Alle sind weg. Meine E -", murmelte Liv traurig und stieß die restliche Luft, die ihr geblieben war aus, sodass sich eine kleine Wolke bilden konnte, die sofort wiederum verblasste.

Angsterfüllt hob das Mädchen den Kopf um ihrem Gegenüber in die Augen zu sehen. Dabei rannten ihr die Tränen ohne einen Spur von Eile die Wangen hinunter, welche unter der nächtlichen, winterlichen Kälte beinahe zu Eis erstarrten. Es war nicht zu erklären, wie Liv sich fühlte, als sie einige Sekunden den Blick von Rachel erwiderte. Dort stand die Geplagte und fragte sich, was sie den anderen angetan haben musste, wenn Rachel bereits verrückt vor Trauer und Rache zu scheinen schien. Hatten die Opfer des Feuers überhaupt noch Angehörige? Gab es Menschen, die sie vermissten?

"Liv, du hast mir alles genommen.", kam es Rachels Kehle, die so verzweifelt klang, wie es auch Livs Stimme tat. Da richtete diejenige erneut ihren Zauberstab auf sie und Liv konnte nur hoffen, dass der Tod schmerzlos sein würde. Und hoffentlich schnell, damit es endlich ein Ende finden würde...

Der letzte Gedanke galt jedoch einer anderen Person. Einer Person, die sie in den letzten Monaten lieben gelernt hatte. Es war Theodore Nott, der auch wie die anderen Bewusstlosen noch ringsherum auf der Lichtung lag.

"Avada Ked-", wollte der Todesfluch erlösend in ihre Richtung schweben, als plötzlich die Gryffindor, die ihre Eltern ja verloren hatte, zusammensank.

Vollkommen überrascht japste Liv: "Rachel!?"

Doch diese rührte sich nicht mehr. Verzweifelt drehte Liv sich um die eigene Achse und erkannte prompt ihren Retter, der auf sie zuwankte. Sein dunkles Haar war noch ein wenig vom Schnee benetzt und eingetrocknetes Blut befand sich auf seiner Kleidung. Aber, obwohl Theos Augen erfüllt von Sorge glänzten, hatte er seine Arme ausgebreitet, in die sich die Ravenclaw ohne zu zögern hineinwarf.

"Es geht dir gut.", stieß der Slytherin völlig entkräftet aus: "Ist es vorbei? Oh, Liv! Es tut mir so leid, dass ich dir die Wahrheit über Rachel verschwiegen habe. Aber sie hat mich überwältigt und einen Legilimens an mir angewandt, deshalb war ich im Krankenflügel, und ich hatte solche Angst es dir zu sagen aus Bedenken, dass du mich verstoßen würdest."

Die Teegesellschaft - DramioneWo Geschichten leben. Entdecke jetzt