Wales. Sarah.
Mehrere Wochen später
Wilson stand neben ihr, seine Hand krampfhaft den Strauß Blumen umschlossen, den er seiner Mutter mitgebracht hatte. Er war etwas blass um die Nase und etwas abwesend, als Sarah seine Hand nahm und diese drückte.
„Beruhige dich. Es wird alles gut werden."
Will schnaubte, sah sie dann aber lächelnd an. „Das sagst du so leicht - in welchem Höllenkreis befinden wir uns gerade? 8? 9?"
Sarah lachte. „Sie werden dich lieben."
Die Blondhaarige hatte ein paar Wochen, nachdem Pirenfer und seine höchsten Angestellten festgenommen werden konnten und jetzt im Gefängnis auf ihr Urteil warteten, Wills Familie mit seinem Einverständnis kontaktiert. Seine Mutter Elisha und seine Schwester Rebecca wohnten immer noch im selben, kleinen Häuschen in Wales - sein Vater David besuchte sie regelmäßig von New York aus. Dort hatte er sich einen kleinen Baumarkt aufgebaut und ging regelmäßig in Therapie, um seine Spielsucht endgültig zu besiegen.
Sie alle konnten es nicht fassen, nach so vielen Jahren von ihrem Sohn zu hören, der mittlerweile als der beste Agent ausgezeichnet war.
Und gegen Wills Glauben freuten sie sich auch, ihn endlich wieder zu sehen.
Denn als eine mittelgroße, gepflegte Frau die Tür öffnete, die die gleichen dunklen Haare hatte wie Will und ihn aus dunklen Augen so liebevoll und froh ansah, musste Sarah lächeln. Will stand wie erstarrt da, die Augen kaum merklich aufgerissen.
„Mum..", begann er, wurde aber von Elisha unterbrochen, als diese ihn in eine kräftige Umarmung zog.
„Mein Junge.. Wilson. Wir haben dich so vermisst", flüsterte sie. Elisha zog sich zurück, umfasste das Gesicht ihres Sohnes und betrachtete ihn eingehend. Will hatte die Augen geschlossen - wahrscheinlich hätte er nie damit gerechnet, dass seine Familie ihm sein Gehen damals verzeihen würde.
Plötzlich tauchte ein weiterer dunkler Haarschopf auf, der zu einer jungen Frau gehörte, dass etwa in Sarahs Alter war. Sie sah Will auch sehr ähnlich - die gleichen markanten, attraktiven Züge, das große Wesen und die veilchenblauen Augen, die sich von der dunklen Haarpracht abhoben. Ungläubig musterte sie Will, der seiner Mutter gerade die Blumen gab. Und dann sahen sie sich an - veilchenblau traf veilchenblau. Die ganze Luft wich aus Wills Körper, er sah seine Schwester gequält an.
„Du bist groß geworden, Becci. Viel zu groß", sagte er nach einer Weile vorsichtig lächelnd. Und dann fielen auch die zwei sich in die Arme, wobei Will von dem Aufprall etwas taumelte. Seine starken Arme umschlossen den schlanken Rücken seiner Schwester, die ihr Gesicht in seiner Schulter vergrub. Will sah Sarah in die Augen, und diese erkannte nur Glück, Dankbarkeit und Erleichterung in seinen.
Elisha musste seinen Blick bemerkt haben, denn sie drehte sich um und nahm augenblicklich Sarahs Hand.
„Wir sind dir so dankbar." Elisha schniefte kurz. „Ohne dich wäre er vielleicht nie wieder zu uns zurückgekehrt. Ab jetzt können wir ihn auf seinem weiteren Weg als Familie unterstützen", flüsterte sie mütterlich und drückte Sarah an sich. Sie roch nach Putzmittel und Essen.
„Das hab ich gern getan", erwiderte Sarah ehrlich. Als nächstes stand der Besuch von Sarahs Eltern und ihrer Schwester Phoebe in Deutschland an, die schon sehnsüchtig auf einen weiteren Besuch von Sarah warteten und Will endlich treffen wollten.
Als sie Will betrachtete, der strahlte und sich angeregt mit seiner Schwester unterhielt, flatterte ihr Bauch. „Es war das Richtige."
„Ja, das war es", ertönte eine Männerstimme hinter ihnen.
David. Wills Vater bewegte sich auf die kleine Gruppe zu, den Blick ununterbrochen auf seinen Sohn gerichtet, der sich mittlerweile von Rebecca gelöst hatte. Seine Miene war ausdruckslos.
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His Own Salvation.
Misterio / SuspensoSeine persönliche Erlösung. „Niemand bemerkte, wie schuldig er sich fühlte, sie sahen nur seine Schuld. Niemand sah den Schmerz, in dem er sich befand, sie sahen nur den Schmerz, den er verursachte. Niemand merkte, dass er sich selbst hasste, weit m...
