Gally's Sicht
Ich saß schon einige Stunden mit dem Rücken an das große Steintor, das meine El und Minho gefangen hielt. Draußen, im dunklen, kalten Labyrinth. Eine einzelne Träne kullerte mir die rechte Wange runter. Ich empfand was für El und jetzt war sie einfach weg!
Ich kenne sie doch nicht mal so lang! Sie kann mir nicht schon soo viel bedeuten!
Versuchte ich mir einzureden.
Es ist wegen Minho, deshalb geht's mir so schlecht!
Falsch! Alles nur eine große Lüge. Eine Ausrede. ,,Hey, Gally...", ich war so in Gedanken an die beiden vertieft, dass ich Newt nicht bemerkte der sich vor mich stellte. Instinktiv wischte ich mir die Träne weg, er sollte meine Gefühle nicht erkennen. Er sollte nicht merken, dass ich mir doch sorgen um Minho machte, auch wenn ich ab und zu ein Arschloch zu ihm war. ,,Willst du nicht ins Bett? Sie werden es nicht packen, so leid es mir tut, niemand hat je eine Nacht im Labyrinth überstanden.", fragte er mich. ,,Warum Newt?! Bist du jetzt extra gekommen um mir das unter die Nase zu reiben? Du bist doch sonst so positiv! Warum bei ihr nicht?!", entgegnete ich, ich war nicht sauer, durfte aber keinen Falls meine Gefühle ihr gegenüber zeigen und mit Wut ließ sich Trauer nun mal gut überspielen. Zu gut. ,,Nur bei ihr?" er lächelte kurz, wurde aber wieder Ernst, ,,Ich mache mir um beide Sorgen. Und Gally, du brauchst mir nichts vorspielen, ich weiß was du für sie empfindest, und es ist Oke. Ich selbst fühle, glaube ich, auch so und verstehe dich vollkommen. Falls was ist, reden hilft. Du musst nicht alles in dich reinfressen, ich bin da falls du mich brauchst", er wendete sich ab und wollte gerade gehen. ,,Newt?", bei seinen Worten kamen wir wieder die Tränen hoch. ,,Hm?" ,,Bleibst du bei mir?", fragte ich vorsichtig. Er drehte sich zu mir und setzte sich neben mich. ,,Danke, Newt", flüsterte ich und beruhigte mich allmählich.Ich schreckte hoch. Ich musste eingeschlafen sein und dabei schien mir der Kopf auf Newts Schulter gerutscht zu sein. Er hatte jetzt einen nassen Fleck auf seinem Shirt, dort wo mein Kopf gerade noch war... Ich hatte im Schlaf geweint... Kein Wunder wenn man davon träumte, endlich mit jemandem ein normales Leben zu führen und dieser Jemand wurde dann plötzlich von einem Griever, der nicht in diese perfekte Welt passte gefressen! Ich sah auf zu Newt. Er war noch wach und blickte müde in die Ferne. ,,Das bleibt aber unter uns oke, Newt?" ,,Klar, ich will doch nicht, das es so aussieht als ob ICH in DICH verknallt wäre!", grinste er. Auch ich musste grinsen. Newt, der, der alle zusammen hielt, auf alle aufpasste und immer glücklich wirkte. Der mit dem man über alles reden konnte, oder der, der einfach nur neben einem saß und wartete bis man sich ausgeheult hatte. Ich war ihm dankbar dafür. ,,Bald öffnen sich die Tore. Hoffentlich packen sie es", ich gab die Hoffnung nicht auf....
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Me, The Maze And He
FanfictionAls ich aufwachte wusste ich nichts... also gar nichts. Weder wie ich hieß warum ich HIER aufwachte und wer DIE waren. Doch einiges würde passieren und für Verständnis sorgen.... Was ist meine Vergangenheit? Alles eine Frage der Perspektive? Wenn du...