Der Arm voller Blut

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Doch mit all dem nicht genug, denn plötzlich spürte ich etwas kaltes auf meinem Arm. Benommen, von den Schmerzen und dem Blutverlust, drehte ich mich in die richtung des Arms. Ein riesen Fleischer Messer war auf meinem Arm platziert. Mein Atem erhöhte sich und meine Angst nahm zu. Was treibte meinen Bruder nur dazu, so was zu tun?  Der erste schnitt brachte mich zum kreischen und verursachten einige schmerzen, die alles noch verschlimmerten. Blut quoll aus der Wunde und lief in Rinnsalen über meine Helle Haut während mein Bruder weiter in mein Arm ritzte, wurde ich immer Ruhiger. Ich wusste nicht, woran es lag, war es der hohe Blutverlust, die vielen schmerzen oder das Bild mit meinem Arm und  den Blutmustern? Auf jeden Fall tat kaum noch  was weh und ich verspürte diese Müdigkeit.

Fühlten sich so die Menschen, die sich ritzten? Fühlten sie sich so befreiend? So lebendig? Jetzt verstand ich einigermaßen. Nun verstand ich was der Zweck war. Das ritzen sollte von anderen schmerzen, sowohl körperliche als auch seelische Verletzungen, ablenken beziehungsweise diese überdecken. Genau diese Wirkung verspürte ich auch momentan. Ich grübelte noch ein wenig, bis ich einschlief. Ja, so, sonderbar es such klingen mag,ich schlief tatsächlich, während der Volterung ein.

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