Kapitel 2: Donner

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 "Unten brauchen sie noch Hilfe, könnten sie sich vielleicht darum kümmern?" Fragte mein Bruder den Helfer. "Klar." Sagte er knapp und verschwand aus dem Zimmer und ging die Treppen runter. 

Nach einigen weiteren Stunden welche wir immer noch mit einräumen verbrachten waren wir endlich fertig. Die Umzugs Helfer fuhren gerade weg und wir winkten ihnen mit einem Lächeln zum abschied hinterher. Wir gingen rein und ich konnte nun das Endprodukt begutachten. Es sah einfach perfekt aus. Jetzt wo das Haus mit Möbeln gefüllt war strahlte es eine angenehme Wärme aus. Nun fühlte es sich wirklich nach ˈZuhauseˈ an.

(Zeitsprung)

Ich lag oben auf meinem Bett und zappte etwas auf meinem Handy herum. "Jungs, Essen!" Hörte ich meine Mutter von unten rufen. Ich zögerte nicht und stand schnell von meinem Bett auf. Ich schmiss mein Handy auf die Matratze und ging die Treppen runter. Als ich im Esszimmer ankam setzte ich mich an den Tisch. Kurz nach mir kam auch schon mein Bruder um die ecke und setzte sich beim Tisch direkt auf den Stuhl gegenüber von mir hin. Ich lächelte ihn an und bekam auch ein Lächeln von ihm zurück. Unsere Mutter brachte das Essen gerade auf den Tisch und sie und mein Vater setzten sich nun auch noch hin. "Guten Appetit." Sagte mein Vater und alle nickten. "Guten Appetit." Wir fingen an zu essen und wie immer war es einfach nur köstlich. Meine Mutter hatte schon ein Talent fürˈs Kochen. 

Da mir plötzlich wieder der Raum von oben in den Sinn kam entschied ich mich meinen Vater mal darauf anzusprechen. "Papa, Weisst du was für Sachen der Vorbesitzer in dem Raum gelassen hat?" Er schaute mich an und antwortete locker. "Ich bin mir nicht sicher. Wahrscheinlich nur irgendwelchen alten kram." Da ich mich damit aber nicht zufrieden gab fragte ich ihn weiter. "Zum Beispiel? Weisst du, was es ist?" Er überlegte kurz. "Ich sage das jetzt nur mal für alle fälle. Ihr dürft keinesfall in diesen Raum. Der alte Besitzer sagte mehrmals, wir sollen nicht in den Raum." Ich seufzte etwas auf da mich dieser Raum wirklich verdammt neugierig machte. "Mingi, nimmst du eigentlich jeden Tag deine Medizin?" Wurde ich gefragt und nickte. "Natürlich, ich vergesse sie nie zu nehmen. Keine Sorge." Plötzlich hörte ich ein seltsames Geräusch welches von oben kam. Ich schaute etwas verwirrt hoch zur Decke. "Was war das?" Fragte ich. Mein Bruder schaute mich an und wendete kurz darauf seinen Blick auch hoch zur Decke. "Was?" Gab er von sich. "Das Geräusch von eben. Es hat sich so angehört als wäre etwas heruntergefallen." Sofort fragte mich meine Mutter. "War es kein Donner?" "Nein war es bestimmt nicht." Sagte ich und überlegte kurz. Ich zeigte mit meinem Finger nach oben. "Ist da nicht der kleine Raum?" "Ja der Raum ist genau hier über uns. Vielleicht doch Donner?" Fragte mein Vater schließlich auch noch."Wenn ja dann-" Wollte ich gerade ansetzten, doch ich wurde durch einen Blitz der von draußen kam unterbrochen. "Siehst du? Es war doch Donner." Sagte meine Mutter ruhig und widmete sich wieder ihrem Essen. Ich nickte nur. "Vermutlich..." Gab ich von mir. Doch ich war immer noch etwas unsicher dabei. Ich richtete meinen Blick noch einmal in Richtung Decke. Danach aß ich mein Essen fertig.

Nach dem Essen half ich meiner Mutter noch kurz mit dem Tisch abräumen und Geschirrspülen, schließlich hatte sie für uns gekocht, da wollte ich sie nicht auch noch den ganzen Rest erledigen lassen. "Danke für deine Hilfe mein Schatz." Sagte sie mit einem Lächeln. "Gern geschehen." Gab ich als Antwort und lächelte zurück. Ich verließ die Küche und ging wieder hoch ins Zimmer um mich kurz darauf wieder in mein Bett fallen zu lassen. Ich suchte kurz nach meinem Handy doch ich konnte es nicht finden. Mit einem seufzten stand ich wieder auf und sah das es direkt unter mir lag. Ich verdrehte leicht meine Augen, und schnappte es mir. Mein Blick wanderte in Richtung Schreibtisch. "Hausaufgaben sollte ich auch noch machen.." Murmelte ich leise zu mir selbst.

(Kleiner Zeitsprung)

Ich sass nun bereits etwa eine Stunde an dem Schreibtisch und erledigte meine Hausaufgaben. Mein Bruder war währenddessen auch in das Zimmer gekommen und lass ein Buch. Ich streckte mich etwas und gähnte. Draußen regnete es wie in strömen, war ja wiedermal wunderschönes Wetter.. Ich schaute auf die Uhr welche an der Wand hing und bemerkte das es bereits nach elf Uhr war. Kurz darauf entschied ich mich für heute mit den Hausaufgaben aufzuhören. Ich klappte mein Buch zu und schaltete die Tischlampe aus. Ich lief zu meinem Schrank und nahm mir meine Schlafkleider raus. Schnell ging ich in das Badezimmer welches sich direkt neben unserem Zimmer befand und ging rein. Dort zog ich meine Schlafsachen an und putzte mir noch schnell die Zähne. Es dauerte nicht lange und ich ging zurück in das Zimmer. Meine anderen Klamotten schmiss ich auf  einen Stuhl und ich legte mich in mein Bett. 

"Mach dir keine Sorgen." Kam es dann von meinem Bruder. "Dieses mal schaffst du die Prüfung." Redete er weiter. Ich lächelte ihn an "Hoffentlich." Er legte sein Buch zur Seite und zog seine Brille ab welche er neben das Buch legte. "Ich sollte schlafen." Kam es von ihm. Er legte sich richtig in sein Bett und schloss seine Augen. "Gute Nacht." Sagte ich. Er nickte und gab mir ein "Danke dir auch." zurück. Ich stöpselte mir die Kopfhörer meines Walkman ein und schaltete ihn an. Ich schloss meine Augen und hörte entspannt der Musik zu.

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919 Wörter

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