Kapitel 10: Traum?

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Doch ich schaffte es nicht und ich wurde langsam Müde. Meine Augen schlossen sich und ich fiel in Ohnmacht.

Als ich wieder aufwachte sah ich einen Stift und ein Buch vor mir. Ich schreckte hoch und bemerkte das ich Zuhause an meinem Pult sass. War das etwa alles nur ein Traum gewesen? Ich rieb mir mit meinen Händen über mein Gesicht und über das Pult. Ja, ich war wirklich Zuhause! "Hey hast du nicht geschlafen?" Kam es von einer Stimme hinter mir. Ich zuckte zusammen und drehte mich sofort um. Schnell stand ich auf und presste mich schützend etwas gegen mein Pult. Ich sah die Person an, es war mein Bruder welcher sich gerade in seinem Bett aufsetzte. "Was ist los?" Fragte er mich. "W-was?" Stotterte ich. "Warum bist du so verdutzt?" Fragte er mich nun mit einem etwas verwirrten Blick. "Ist was passiert?" Setzte er fort. Ich zögerte kurz etwas doch schüttelte kurz darauf leicht meinen Kopf. "N-nein. N-nichts ist passiert." Nachdem ich diesen Satz beendet hatte lief ich schnell aus unserem Zimmer raus. Ich wusste nicht wieso, doch irgendwie hatte ich angst vor ihm. Es konnte nicht einfach nur ein Traum gewesen sein! "Hey, Mingi." Rief mir mein Bruder hinterher. Ich ignorierte dies und ging in das Badezimmer welches direkt neben unserem Zimmer war. Schnell schloss ich die Tür hinter mir Ab. Ich atmete durch und lehnte mich gegen die Tür. "Mingi." Hörte ich plötzlich von außerhalb des Badezimmers und ich entfernte mich sofort wieder von der Tür. "Was ist los?" Fragte er mich. "Bist du ok, Mingi?" Fragte er weiter. Er klopfte gegen die Tür und wiederholte meinen Namen. "Hey, kannst du.." Er versuchte die Tür zu öffnen. "Mingi, mach kurz auf." Er wiederholte es erneut und rüttelte etwas an dem Türgriff. "Bitte? Hey, öffne die Tür." Sprach er weiter mit mir. "Verschwinde!" Schrie ich nun. Es war kurz leise bevor er weitersprach. "Na gut. Ich lass dich in Ruhe. Sag mir nur, warum du auf einmal so bist." Sprach er ruhig mit mir weiter. "Letzte Nacht...Ich bin dir nach draußen gefolgt." Sagte ich laut. "Du bist mir gefolgt? Wohin bin ich gegangen?" Fragte er mich ruhig weiter. "Du weißt, dass ich sofort einschlief, als ich nach Hause kam." Sprach er weiter. "Ich habe alles gesehen." Setzte ich nun mit immer noch lauter Stimme fort. "Sag mir. Wer sind die Typen? Sie sind keine Ermittler, stimmt's?" Wurde ich gegen Schluss nochmal etwas lauter. "Wer? Von wem sprichst du? Welche Ermittler?" Fragte er etwas verwirrt. Ich näherte mich schnell der Tür und war kurz davor dagegen zu treten doch ich konnte meine Wut gerade noch so zurückhalten. "Die Männer, die mich letzte Nacht jagten." Wurde ich lauter. Ich hörte ein leises Seufzen von draußen kommen. "Mingi. Kann es sein, dass du..Wenn du wieder eigenartige Träume hast..." "Sei still!" Unterbrach ich ihn und schlug nun doch mit meiner Faust hart gegen die Tür. "Träume? Es war kein Traum. Ich erinnere mich lebhaft daran. Du dachtest, ich schliefe, oder? Ich schlief ein, bis ich das Geräusch von dem Druckbleistift hörte." Sagte ich laut. "Welcher Druckbleistift?" Kam es wieder von meinem Bruder. Erneut schlug ich mit meiner faust gegen die Tür. "Du drücktest drauf, bis die Mine vor meinem Auge raus fiel." Ich machte eine kurze Pause und hörte auch nichts mehr von draußen. "Wo ist mein Bruder? Was hast du mit San gemacht? Antworte mir!" Sagte ich mit einer etwas weinerlich klingenden Stimme. Es kam nichts mehr, keine Antwort von ihm. Ich wartete einen Moment und lauschte an der Tür. Es war ganz ruhig vor der Tür. Ich schnappte mir ein Rohr welches noch von den Renovierungen am Boden lag und öffnete vorsichtig die Badezimmer Tür. Ich schielte etwas raus und bemerkte das er wirklich weg war. Ich öffnete die Tür etwas mehr und ging mit dem Rohr fest in meiner Hand langsam raus. Ich schaute nochmal etwas genauer ob er auch wirklich weg war. Ich schaute nach links und nach rechts, er war weg. Jedoch war ich immer noch etwas skeptisch und ging vorsichtig mit dem Rohr voraus langsam in Richtung unseres Zimmer's. Ich wollte gerade bei der Treppe vorbei gehen und schaute kurz etwas runter, als plötzlich mein Bruder von dort angerannt kam und mich gegen die Wand presste. Schnell legte er seine Arme fest um meine Handgelenke und versuchte mir das Rohr wegzunehmen. "Lass los!" Schrie ich. "Lass das fallen." Sagte mir mein Bruder etwas lauter zurück. Er schaffte es irgendwie mir das Rohr aus der Hand zu reißen und fiel dadurch etwas nach hinten. Ich versuchte schnell wieder zurück in das Badezimmer zu springen doch er war schneller und hatte mich schon wieder gepackt. "Warte mal." Schrie er. "Lass mich los." Schrie ich und hielt mich am Türrahmen fest und versuchte mich rein zu ziehen. "Warte. Beruhig dich bitte." Sagte er und zog mich etwas von der Tür weg. "Lass los!" Schrie ich erneut. "Bitte.." Kam es von ihm. "Lass mich los, du Mistkerl!" Schrie ich weiter. "Lass los, du.." Versuchte ich weiter zu schreien. "Mingi, beruhig dich!" Er drückte mich nun gegen den Boden und setzte sich auf mich damit ich nicht mehr weg konnte. "Bitte beruhig dich." Wiederholte er sich. "Lass mich los!" Schrie ich zappelnd weiter. "Bitte beruhig dich doch endlich!" Sprach er weiter. Er hielt meine beiden Handgelenke fest und presste sie neben meinem Kopf gegen den Boden. "Lass los.." Brachte ich etwas gebrochen heraus. "Bitte... Mingi. Bitte beruhig dich, ok?" Sagte er etwas außer Atem. "Wag es ja nicht, mich auszutricksen!" Sagte ich und versuchte mich immer noch von ihm los zu kriegen. "Mingi, beruhig dich! Ich sage die Wahrheit. Ich bin letzte Nacht nirgendwohin gegangen." Versuchte er mich weiterhin zu beruhigen. "Was habe ich dann gesehen?" Wer waren die Typen und was haben sie  mir angetan?" Fragte ich ihn. "Bitte beruhig dich. Hör mich an, ok? Mingi. Nichts davon ist passiert, ok? Der Bleistift, das Taxi und die Typen, die dich jagten. Nichts davon ist wirklich passiert." Erklärte er mir. "Was ist es dann, woran ich mich erinnere? Ich erinnere mich so klar. Wie erklärst du das?" Fragte ich ihn. "Mingi, deine Medizin. Hast du gestern deine Medizin genommen? Antworte mir." Sagte er nun. Ich erinnerte mich an gestern zurück. Er hatte recht, ich hatte sie vergessen zu nehmen. Ich wurde sofort still. Ich wollte etwas sagen doch ich brachte es einfach nicht über meine Lippen. "Du hast sie vergessen, oder?" Fragte mich mein Bruder. Ich drehte mein Gesicht etwas zur Seite und bemerkte wie sich meine Augen langsam mit Tränen füllten. Kurz darauf floss mir die erste auch schon über meine Wange.

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1110 Wörter

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