Kapitel 6: Bein

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Ich schreckte hoch und bemerkte das es Morgen war. Es war nur ein Traum gewesen? 

Ich schaute mich in meinem Zimmer um. Es war wirklich niemand da. Ich atmete etwas laut durch und hörte plötzlich ein Klopfen an meiner Tür. Ich schaute nach vorne zu meiner Tür und sie öffnete sich. Am morgen des 19 Tages nach seiner Entführung..kam San zurück. Er stand da, im Türrahmen und lächelte mich an. Nicht ganz sicher ob das jetzt echt war oder doch wieder nur ein Traum stand ich von meinem Bett auf und lief zu ihm. Ich nahm ihn in meine Arme und realisierte schnell das es zum glück doch die Realität war. Er war wieder da, jedoch  konnte er sich nicht erinnern, was in diesen Tagen geschah. 

(Kleiner Zeitsprung)

"Können Sie sich an etwas konkretes erinnern?" Fragte der Arzt der vor meinem Bruder auf einem Stuhl sass. Mein  Bruder lies seinen Kopf hängen und schüttelte ihn. Der Arzt sagte, der Grund sei eine Dissoziative Amnesie. San hatte die schmerzhaften Erinnerungen..komplett ausgelöscht. Der Arzt sagte, dass wir nur abwarten könnten. 

(Zeitsprung)

Wir lagen beide oben im Zimmer in unseren Betten. "San schläfst du?" fragte ich ihn. "Nein." Gab er als Antwort. "Wir machten uns wirklich Sorgen." Sagte ich. "Tut mir leid." War seine Antwort. "Nein. Es tut mir leid." Sagte ich etwas leiser. Es war einen Moment lang still bevor mein Bruder "Träum schön." sagte. "Danke. Du auch." Sagte ich ihm. Er drehte sich etwas weg und schloss seine Augen. Ich schaute hoch zur Decke und schloss anschließend meine Augen auch. 

Mitten in der Nacht hörte ich wie mein Bruder aufstand. Er blieb kurz vor meinem Bett stehen und ging danach aus dem Zimmer raus. Ich öffnete kurz danach meine Augen. Ich drehte mich in meinem Bett um und schloss meine Augen wieder. Ich hörte noch wie unten irgendeine Tür aufging bevor ich am morgen durch die hellen Sonnenstrahlen aufgeweckt wurde. Ich setzte mich etwas auf und streckte mich. Ich schaute rüber zu dem Bett meines Bruders und sah das er gemütlich darin schlief. Ich lächelte als ich ihn sah.

Ich stand auf und ging runter in die Küche. Dort öffnete ich einen der Schränke und nahm meine Tabletten Dose in meine Hand. Ich nahm mir eine raus und legte die Dose wieder zurück in den Schrank welchen ich direkt danach wieder schloss. Ich drehte mich zum Kühlschrank um und öffnete nun diesen. Dort nahm ich mir eine Wasserflasche heraus. Ich bemerkte einen kleinen Notizzettel welcher am Kühlschrank hing. Darauf stand 'Ich habe Kimchi-Eintopf gemacht. Bestellt kein Jajangmyeon! Mama.' Ich lachte etwas und schloss die Kühlschrank Tür. Ich drehte mich zu der Küchentheke um und füllte etwas Wasser in ein Glas ein. Ich wollte die Tablette gerade nehmen doch da fiel sie mir aus der Hand, auf den Boden. Ich seufzte und ging danach auf die Knie. Ich sah das sie unter die Küchentheke gefallen war. Ich ging mit meiner Hand darunter und wollte nach der Tablette greifen. "Mingi, was machst du da?" Kam es plötzlich hinter mir und ich drehte mich schnell um. Ich sah meinen Bruder. "Hey, San." Ich schaute noch einmal kurz unter die Küchentheke und stand danach auf. Ich wischte mir denn Dreck von meiner Kleidung und sagte. "Nichts. Hast du gut geschlafen?" Fragte ich ihn. Er nickte. "Ich hab Hunger. Lass uns etwas essen." 

(Kleiner Zeitsprung)

Wir sassen nun beide am Tisch und aßen. "Das ist so lecker." Gab ich von mir. "Jajangmyeon ist das Beste. Welcher Koreaner liebt es nicht?" sagte mein Bruder und wir lachten daraufhin etwas. "Oh, hey. Wo warst du eigentlich letzte Nacht?" Fragte ich ihn. Er schaute mich an. "Letzte Nacht? Wer?" Ich schaute ihn nun auch an. "Du. Du bist raus gegangen." Er schüttelte seinen Kopf. "Nein, bin ich nicht." Antwortete er mir. "Doch. Ich hörte dich gehen und hörte sogar das Tor." Gab ich etwas verwirrt von mir. Wir schauten uns mit kauendem Mund an. Er hob seine Essstäbchen an und zeigte mit ihnen auf mich. "Du hast geträumt, oder? Es sieht so aus, als hättest du letzte Nacht geträumt." Er aß weiter und ich schaute ihn immer noch an. "Hmm, War es ein Traum?" Ich zuckte mit meinen Schultern und aß auch weiter. "Ich muss los. Ich gehe besser." Er legte seine Essstäbchen in den Teller. "Fertig?" Fragte ich ihn. "Ja." Gab er kurz von sich. "Ich muss los, also räum bitte auf, ok?"  Fragte er mich und stand auf. "Mann, ehrlich. Na gut." Sagte ich etwas jammernd. Er schnappte sich seinen Rucksack und sagte "Bis dann." "Alles Gute." Gab ich zurück. Er lief los und ging auf die Haustüre zu. Ich schaute ihn an und mir fiel etwas seltsames auf. "San." "Ja?" Sagte er und drehte sich zu mir um. "Was ist mit deinem Bein?" Er schaute runter auf sein Bein. "Was meinst du?" Fragte er mich. "Warum hinkst du rechts?" Fragte ich und schaute ihn dabei die ganze Zeit an. Es dauerte einen Moment bis er mir darauf antwortete. "Hab ich das?" "Ja, gerade eben." Sagte ich mit einem leichten Nicken. Er drehte sich nun ganz zu mir um und seufzte etwas. "Hey, ich muss wirklich los. Keine Scherze mehr, ok?" Er drehte sich wieder um und hinkte nun mit seinem linken Bein zur Tür. Er zog sich seine Schuhe an und ging raus. Ich legte meinen Kopf etwas schief und dachte nochmal kurz darüber nach. "Wahrscheinlich Einbildung.." Gab ich leise von mir. Ich zuckte mit meinen Schultern und aß meinen Teller fertig. 

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921 Wörter

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