Er klopfte mir etwas aufmunternd auf meine Schulter und stand wieder auf und ging weg.
(Zeitsprung)
Ich sass in meinem kleinen Raum, was meine Wohnung war, auf dem Boden. Ich aß gerade was. Da hörte ich auf einmal den Benachrichtigungs Ton von meinem Computer. Ich hatte eine neue Nachricht bekommen. Schnell krabbelte ich zu meinem Computer und schaute kurz darauf. Es war eine Nachricht von einem User namens Blaubart. Eine Chat Einladung. Ich nahm diese Einladung an und war nun im Chat mit ihm.
Blaubart; Stimmt, was du im Forum für Arbeitssuchende schriebst?
Ich; Ja, ich meine es ehrlich. Ich gebe mein Bestes, egal bei was.
Blaubart; Sogar den Teil, willentlich deine Seele zu verkaufen?
Ich war etwas verwirrt "Der Teil?"
Ich; Warum fragst du?
Blaubart; Weil du Geld brauchst, und ich deine Verzweiflung. Wie viel willst du?
Ich; Kannst du mir etwas über den Job sagen?
Blaubart; Du musst jemanden töten...
Ich entfernte langsam meine Finger von der Tastatur und schaute völlig überfordert die letzte Nachricht von diesem Blaubart an.
Blaubart; Ich gebe dir etwas Bedenkzeit. Du hast bis morgen Mittag zeit. Schick mir deine Telefonnummer, wenn du das Angebot annimmst. Vergiss nicht. Morgen nach Mittag verlierst du die Chance.
Blaubart hat den Chat verlassen...
Die ganze Nacht lang zerbrach ich mir darüber den Kopf. ich brauchte das Geld, aber ich konnte doch nicht einfach so jemanden töten.
Am Morgen sass ich wieder vor meinem Computer und ich hatte mich entschieden. Ich sendete diesem Blaubart eine Nachricht mit meiner Telefonnummer. Ich seufzte etwas, wieso machte ich das bloß?.. Plötzlich klingelte mein Telefon und ich zuckte zusammen. War er das etwa schon, dieser Blaubart? Ich nahm vorsichtig den Hörer ab und sagte "Hallo?" "Schreib die Adresse auf, die ich dir jetzt gebe. Sie lautet: 425-23 Seongshin-dong Seongseo-gu, Seoul. Es werden drei Personen im Haus sein. Eine Frau und zwei Kinder. Fass nicht die Kinder an. Erledige nur die Frau. Vergiss nicht. Erledige einfach nur die Frau." Sagte er.
Ich stand vor dem Haus welches sich bei dieser Adresse befand. Ich war schwarz gekleidet, hatte einen Mundschutz, eine Cap und Handschuhe an. Ebenso hatte ich ein Messer dabei... Wie er mir noch am Telefon sagte, fand ich den Hausschlüssel unter einem Stein vor der Tür versteckt. Ich nahm diesen und ging zu der Tür. Langsam öffnete ich die Haustüre und ging rein. Hinter mir machte ich die Türe wieder zu. Ich machte vorsichtige Schritte in das Haus rein. Ich blickte etwas umher und suchte das Schlafzimmer der Frau. Als ich es gefunden hatte ging ich auf dieses zu und öffnete die Tür einen Spalt weit. Ich schaute hinein und sah darin eine Frau mit ihrem kleinen Sohn schlafend im Bett. Als ich das sah stellte ich mir die Frage wieso ich überhaupt soweit gegangen war. Ich durfte das nicht, ich durfte einfach keinen Menschen töten. Ich entschied mich, ich musste hier wieder weg. Ich schloss den kleinen Spalt der Tür wieder und versuchte mich aus dem Haus zu schleichen. "Oh. Bist du es, Schatz?" Hörte ich eine Frauen Stimme hinter mir und ich blieb sofort stehen. "Schatz." Ich antwortete nicht. "Schatz?" Fragte sie erneut mit einem etwas verwirrten Ton in ihrer Stimme. Ich drehte mich langsam zu ihr um und sie sah nun das Messer welches ich in meiner Hand hatte. Sie hielt sich vor schock ihre Hände vor den Mund und schrie. "Sch Sch... Nicht.. Bitte nicht schreien. Ich gehe einfach. Nicht schreien." Sagte ich. Sie stand immer noch unter schock doch nickte leicht und hörte auf zu schreien. Ich entschuldigte mich und ging mit kleinen Schritten rückwärts auf die Haustüre zu. "Es tut mir leid. Ich war kurz nicht ich selbst. Tut mir leid." "Mama. Ist Papa zu Hause?" Ich schaute hoch zur Treppe und da stand ein jüngeres Mädchen, wahrscheinlich die Tochter. Sie schaute ihre Mutter an und ihr Blick wanderte daraufhin zu mir. Sie fing laut an zu schreien als sie mein Messer sah. "Nein, er ist.." Versuchte ihre Mutter sie zu stoppen. "Nicht schreien. Ich sagte doch, nicht schreien!" Sagte ich laut und hielt mir dabei die Ohren zu. Sie stolperte rückwärts, doch rappelte sich schnell wieder auf und sprang die Treppe hoch. "Nicht schreien." Wiederholte ich währendem ich ihr hoch folgte. "Nein!" Sagte die Mutter in Panik. Und versuchte mich aufzuhalten, doch ich stieß sie die Treppe runter. "nicht schreien, Bitte!" Wiederholte ich mich erneut. "Stopp!" Die Tochter sprang auf ihr Zimmer zu und ich folgte ihr weiter. Sie ging rein und versuchte ihre Türe zu schliessen, doch ich war schneller und konnte noch meinen Fuß dazwischen stellen. Sie schrie immer noch einfach weiter. Ich versuchte die Türe zu öffnen doch sie drückte dagegen. "Bitte hören Sie auf zu schreien. Ich gehe jetzt. Hören Sie auf zu schreien, bitte!" Wiederholte ich mich immer und immer wieder. Plötzlich ging die Tür ruckartig auf und ich verlor das Gleichgewicht. Ich stolperte gegen die Tochter und fiel mit ihr auf den Boden. Plötzlich war sie ruhig. Ich ging von ihr runter und sie hielt ihren Unterleib fest. Sie fing an schwer zu atmen. Sie versuchte aufzustehen und hielt sich an den Möbeln fest. Doch kaum stand sie fiel sie auch schon wieder auf den Boden. Ich schaute langsam auf das Messer in meiner Hand, Blut.. Es war Blut dran.. Auch am Piano versuchte sie sich festzuhalten, dabei erklang dieses schrille Geräusch der Tasten. Ich beobachtete sie einfach nur und konnte diese Situation gerade immer noch nicht realisieren. Sie fiel erneut auf den Boden. Ich löste mich aus meiner Schockstarre und rannte schnell zu ihr. Ich schaute sie an und wollte helfen, aber sie bewegte sich nicht mehr. Mir kamen die Tränen. "Ich sagte doch..Ich sagte doch, Sie sollen nicht mehr schreien. Es tut mir leid." Stotterte ich. "Deswegen sollten Sie doch aufhören zu schreien! Ich sagte doch, Sie sollen nicht mehr schreien!" Sagte ich laut unter Tränen. "Chan-mi!" Konnte ich eine Frau hinter mir schreien hören. "Hören Sie auf zu schreien!" Schrie ich sie an. Ich stand auf und rammte ihr mein Messer in den Bauch. Sie stieß gegen den Radio und schaltete so diesen an. "I'll have a Blue Christmas without you, I'll be so blue just thinking abut you.~" Sie schaute mich mit offenem Mund an und stöhnte vor schmerz auf. Sie brachte kein einziges Wort mehr raus. Langsam sank sie zu Boden und lag nun einfach da. "Decorations of red on a green Christmas tree, Won't be the same dear, if you're not here with me.~" Das wollte ich doch alles gar nicht. Wieso hatte ich es einfach so schon wieder getan?.. Meine Hand lockerte sich und das Messer fiel zu Boden. Ich hielt mir meinen Kopf fest. Ich hatte gerade zwei Menschen getötet... Meine Tränen flossen nun erneut. Ich schaute zu der toten Frau vor mir und zu der toten Tochter neben mir. Was hatte ich nur getan... "And when those blue snowflakes start falling, That's when those blue memories start calling. You'il be doin' all right, with your Christmas of white~.." Mit zu vielen Gedanken in meinem Kopf ging ich aus dem Zimmer raus und lief langsam die Treppe runter. Auch die Musik wurde nun langsam leiser. "But i'll have a blue, blue blue blue Christmas.~" Unten angekommen ging ich auf die Haustüre zu. "Du da." Hörte ich eine kindlich klingende Stimme hinter mir. Sofort blieb ich stehen und drehte mich langsam um. Vor mir stand dieser kleine Junge, welchen ich mit seiner Mutter im Schlafzimmer gesehen hatte.
--------------------------------------------------
1252 Wörter
DU LIEST GERADE
Past Recollection
FanfictionWas ist wenn man merkt dass etwas mit der eigenen Familie nicht stimmt? Der 21 jährige Mingi zieht mit seinen Eltern und seinem grossen Bruder San in ein neues Haus. Er freut sich sehr über den Neuanfang, doch schon bald bemerkt er einige merkwürdi...
