Kapitel 9

1.6K 53 0
                                        

Als ich in mein volles Glas sah, konnte ich die Gesichter der beiden Frauen sehen, welche auf unseren Weg ihr Leben lassen mussten. Es waren nur zwei von vielen gewesen, und ich konnte mir jedes einzelne Gesicht merken. Niklaus fand, dass es mich "abhärten" würde, wenn ich zusah, wie Stefan seine Opfer tötete. Ich hatte noch nie in meinem Leben etwas so Schreckliches gesehen, und doch konnte ich es ihm nicht übelnehmen. Klar, er tötete Menschen, doch er hate keine Kontrolle über sein Handeln, wenn er im Blutrauch war, und ich wusste ja, dass er ein guter Mensch war. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als sich jemand neben mich fallen ließ. „Wieso trinkt eine so schöne Frau denn ganz allein?" Ohne aufzublicken antwortete ich „Weil die schöne Frau gerne ihre Ruhe hätte, ohne von einem möchte gern angemacht zu werden." Meine Stimme war kalt, und meine Hand zur Faust geballt. Ich konnte es nicht ausstehen angebaggert zu werden, erstrecht nicht, wenn ich in einer Beziehung war. Und schon wieder glitten meine Gedanken zu Damon. *Was er wohl gerade macht?* Erst als sich Niklaus neben mich setzte fiel mir auf, dass der Typ von eben Tod auf dem Boden lag und alle in der Bar anscheinend Manipuliert wurden waren, denn keinen schien dies zu kümmern. Mit einen Seitenblick auf den Mann, konnte ich feststellen, dass er eigentlich ziemlich gutaussehend war. Ich wendete mein Blick wieder von der Leiche ab und leerte mein Glas. Mit einer Handbewegung war der Kellner wieder bei mir und füllte es erneut, gerade wollte er gehen, als ich ihn mit einem „Lassen Sie sie stehen!" deutete, dass er die Flasche bei mir lassen sollte. „Also Prinzessin, Stefan und ich werden jetzt los gehen und meine Hybriden erschaffen. Ich möchte, dass du hierbleibst und schön brav wartest." Sein grinsen zeigte mir deutlich, dass er davon überzeugt war, dass ich seinen Worten Folge leisten würde. Ich nickte und sah ihm in die Augen. *Sie sind viel zu schön für einen Mörder!* Dann wendete ich mein Blick wieder ab und griff nach der Flasche. „Dann sei doch so lieb und manipulier mir jemanden, mit dem ich die Zeit totschlagen kann. Ich langweile mich!" Ich ging mit der halbvollen Bourbon Flasche zum Billiard Tisch und griff nach einem der Stäbe. Ich lehnte mich vor, um das Spiel gegen mich selbst zu starten, als sich zwei starke Arme um meine Hüfte schwangen. Ich konnte einen heißen Atem an meinem Nacken spüren. Ein angenehmer Schauer lief über meinen Körper, bei dem ich mir nicht sicher war, ob es am Alkohol oder an dem verdammt geilem Geruch von Aftershave und Minze lag, welche der Mann hinter mir an sich heften hatte. Ich ließ mein Blick schnell durch den Raum schweifen, als ich einen geschockten Stefan sah. Damit hatte sich meine Frage, wer da hinter mir stand von allein beantwortet. „Wolltet ihr nicht los?" fragte ich mit kalter Stimme, konnte jedoch nicht verhindern, mir auf die Lippe zu beißen, als er seinen Körper an meinen presste. „Naja..." er begann meinen Nacken zu küssen, und ich dankte Gott dafür, dass ich mir eine Hochsteck Frisur gemacht hatte. „Ein bisschen..." seine Küsse wanderten meinen Hals entlang, während er sprach. „Können wir noch bleiben." Er war an meinem Ohrläppchen angekommen, in welches er leicht biss.


Niklaus Mikaelson FF - Die Hexe von Niklaus MikaelsonGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt