Shinya: Stalker 2

701 22 9
                                    


Panisch blickte ich hoch und sah in zwei schmale blutrot getränkte Augen...

Shinya Pov.

Meine Brust schnürte sich stark zusammen, als ich hoch blickte und in diese kalten, roten Augen sah. Zwei Augen, die mir nur zu bekannt vorkamen..sie gehörten zu einer ganz bestimmten Person, nein..
Einem ganz bestimmten Vampir..
Ein Vampir der eine ganz besondere Schwäche für hübsche schwarze Schleifen hat.
Ferid Bathory, ein Adliger siebten Ranges soweit ich weiß..
Zum ersten Mal, habe ich diesen Vampir mit den fliederfarbenen Haaren in der Oberschule gesehen.
Kureto hatte damals unser Team aufgestellt und uns auf unsere erste Mission über die Schwarze Dämonenserie geschickt und Ferid war aufgetaucht als die Chimäre sich auf uns gestürzt hatte.

Ich wimmerte ängstlich gegen die Hand des älteren, welche er fester gegen meine Lippen drückte.
,,Du hast ja noch einiges zu tun hm~",meinte er grinsend und strich mit seiner freien Hand über meinen Hals und ich spürte wie die seltsam spitzen Fingernägen mir eine Gänsehaut verpassten.
Guren! Bitte hilf mir bitte Guren!
Meine Gedanken drehten sich um nichts anderes während der Vampir leise kicherte.
,,Wie wäre es damit du Süßer..ich nehme die Hand von deinem Mund okay? Aber wenn du schreist, dann töte ich dich schneller als du 'Toast' sagen kannst~"
Ich nickte wie in Trance, zu etwas anderem war ich gerade nicht in der Lage.

,,Also schön..",raunte er und nahm sachte seine bleiche Hand von meinem Lippen welche ich direkt öffnete und gierig nach Luft schnappte. Erst letztens hatte ich eine leichte Erkältung gehabt, durch die Nase atmen konnte ich noch nicht wieder richtig.
,,Was..was willst du hier? Und wie bist du hier herein gekommen?",fragte ich unsicher und eingeschüchtert, worauf Ferid nur lächeln konnte.

Er setzte sich grinsend auf die Schreibtischkante und schlug die Beine übereinander.
,,Weißt du denn nicht, wie unfassbar sexy und niedlich du bist?",fragte er unverblümt und grinste wieder. Sofort rutschte ich mit dem Stuhl etwas zurück und merkte das meine Finger anfingen zu zittern.

,,Wie bist du hier herein gekommen?",fragte ich leise. Immerhin, war es ein sehr gut gesichertes Gebäude und man konnte nicht so leicht hier einbrechen..ich meine wir haben hier Militär ohne Ende..
,,Also bitte, hier einzubrechen ist viel leichter als mich morgens für eine Schleife zu entscheiden.",kicherte er, doch wirklich sympatischer machte ihn das meiner Meinung nach nicht..
Meine Angst wurde wurde fast nur noch etwas größer.
Ich kam mit dem Gedanken nicht klar, dass dieser Typ mich vermutlich heute und letzte Nacht nicht zum ersten Mal verfolgt und gestalkt hat und dass ich es davor wohl einfach nie mitgekriegt habe..
Und genau dieser Vampir hockte nun grinsend und kichernd auf meinem Schreibtisch und beobachtete jede meiner Bewegungen eindringlich wie eine Katze.
,,Warum..tust du das? Ich versteh es nicht, es gibt so viele Menschen die soviel besser aussehen als ich..",murmelte ich, doch als ich genauer nachdachte fiel mir auch bloß Guren ein..dieser hätte mit dem Vampir jedoch kurzen Prozess gemacht und ihn anschließend an den Haaren ins Labor zum verdursten gezerrt.

,,Ich finde aber dich wunderschön.",sagte er gerade heraus, sodass ich schlucken musste. Mir fehlte leider gerade die nötige Konzentration um meinen Byakommeru zu materialisieren..im Nahkampf war ich sowieso grauenvoll und nicht annähernd so geschickt, wie Guren oder Kureto..
Doch hier im Büro, bekam ich keine gute Distanz auf die Reihe..war ich diesem Monster nun also hilflos ausgeliefert?
,,Was schaust du denn so ängstlich?",fragte er neckend und ich zuckte leicht zusammen, verkrampfte meine Haltung nochmehr, als ich es ohnehin schon tat.
,,Tu ich gar nicht!",sagte ich sofort, doch der bleiche Vampir kicherte nur wieder, stieg vom Schreibtisch herunter.
Ich wollte mich gerade vom Stuhl retten und eventuell einfach abhauen, aber keine Sekunde später hatte der offenbar ältere seine linke Hand auf meinem Oberschenkel abgestützt, während er mir mit der rechten sanft unters Kinn griff.
,,Wa-",fing ich gerade panisch geworden an, doch der Vampir legte seinen außerordentlich starken Zeigefinger auf meine Lippen, dass ich zum Schweigen verdammt war...
,,Hör mal mein Süßer~",fing er an und ich fühlte wie seine kühle Hand über meinen Oberschenkel strich, in Richtung einer ganz bestimmten Region.
Sofort presste ich meine Beine noch fester zusammen. Noch nie hatte mich irgendwer dort berührt, noch nicht einmal Guren und das obwohl wir schon bald einen Monat zusammen waren..aber egal..
,,Was würdest du davon halten, wenn du mit mir mitkommst?",hauchte er und ich zog verwirrt eine Augenbraue nach oben.
,,Mh??",machte ich verwirrt, doch mein Gegenüber hatte wohl etwas anderes gesehen, was ihm weitaus intressanter erschien.

,,Ich darf doch oder?",fragte er grinsend und ehe ich mich versehen hatte, saß der Vampir auf meinem Schoß und drückte wieder seine Hand auf meine Lippen, dass ich unmöglich einen Laut von mir geben konnte.
Meinen Kopf drehte er zur Seite und zog den Kragen der Uniform etwas herunter. Sofort bekam ich eine Vorahnung, was er tun wollte und versuchte nochmals mich aus seinem viel zu starken Griff zu winden, doch ein stechender Schmerz in meinem Hals, machte jede noch so kleine Bewegung zunichte.
Ich fühlte den heißen Atem des Vampirs und hörte das Blut in meinen Ohren rauschen. Laut wimmerte ich gegen seine Hand und versuchte nach wie vor mich zu wehren.
Vergeblich.
Ich wusste nicht wie viel der Vampir von meinem Blut trank aber es war zuviel! Die Sicht vor meinen Augen verschwamm und ich spürte wie ich schwächer unter ihm wurde.
,,Gott bist du lecker~ und süß noch dazu.",raunte er gegen die Wunde und ich fühlte wie er daran leckte.
,,A-aufhören..",keuchte ich atemlos und versuchte wieder ihn ein wenig wegzudrücken.
,,Warum aufhören? Wir fangen mit dem Spaß gerade erst an~ und dann kommst du brav mit nach Sanguinem und wirst in meiner Villa zur persönlichen Blutspenderanlage.",hauchte er und ich fühlte wie er anfing meine Jacke aufzuknöpfen.
,,Bitte, hör auf.", keuchte ich erneut doch der Mistkerl tat mir keinen Gefallen.
Ganz im Gegenteil, er knöpfte leise summend die Jacke auf und kaum war diese offen machte er sich an meinem weißen Hemd zu schaffen.

Meine Kraft ließ eindeutig zu wünschen übrig, ich kam mir vor wie ein kleines Kind das im Kampf gegen einen Erwachsenen absolut keine Chance hatte.
Ferid grinste leicht als er bemerkte, wie verunsichert ich war und überwand den letzten Knopf, ehe er das Hemd öffnete und so meine schneeweiße Haut entblößte.
Sofort verschränkte ich die Arme davor und senkte den Kopf ängstlich.
Mittlerweile stiegen mir schon Tränen in die Augen, doch Ferid ließ sich nicht weiter beirren.
Er löste die Schleife aus seinem Haar, schnappte sich meine Handgelenke und drückte sie nach hinten.
Er lehnte sich nah an mich, griff nach dem Schleifenband und knotete so meine Handgelenke fest zusammen.
Es dauerte ein paar Sekunden bis ich realisierte, dass es vielleicht noch nicht ganz verloren war und dass niemand meinen Mund gerade zuhielt.
,,GUREN! GUREN HILFE!",schrie ich ganz plötzlich in einer solch hohen Stimmlage, dass sogar Ferid kurz zusammen gezuckt ist, kicherte aber.
,,Selbst wenn er dich gehört hätte. Im Moment bist du meins~",raunte er und strich meine Bauchmuskeln entlang bevor er von meinem Hals abwärts küsste. Mein Herz schlug immer lauter und schneller, aber nicht weil ich es mochte, sondern weil ich panische Angst bekam.

,,H-hilfe..",wimmerte ich leise als der ältere mit seinen Fangzähnen leicht über meine makellose Haut kratzte und die Spitze seiner heißen Zunge über meine Muskeln tanzen ließ.
Fest biss ich die Zähne zusammen, ich war zwar sehr kitzlig aber ich wollte diesem Mistkerl auf keinen Fall nachgeben. Ständig zog ich an meinen zusammengebundenen Handgelenken mit dem Wissen dass diese wohl schon jetzt feuerrot aufgescheuert waren.
Ferid kicherte als er meine Bemühungen bemerkte und strich über meine Hüfte.
,,Bist du etwa kitzlig mein Süßes Nutztierchen?~",fragte er und ich schüttelte sofort den Kopf. Wohl ein wenig zu schnell, denn Ferid fing an seine Finger leicht wie Federn über meinen Oberkörper zu streichen, was leider wahnsinnig kitzelte.

Ich biss mir nahezu die Lippen blutig um dem Drang zu lachen und mich hin und her zu winden zu widerstehen.
Ferid grinste nur und machte mit einer Hand weiter, während seine andere ihren Weg zwischen meine Beine fand. Sofort wollte ich wieder losschreien, ihn am liebsten wegschubsen und verfluchen, doch die Tür ging auf.
Sofort starrte ich dorthin und blickte zu Guren, welcher mich und den Vampir auf meinem Schoß musterte.
,,Guren..Hilfe..",wimmerte ich kraftlos und schneller als ich schauen konnte hatte mein Freund sein Schwert gezogen und Ferid machte einen Rückwärtssalto von mir herunter.
,,Spielverderber~",raunte er nur, ehe er zum Fenster hinaussprang.
Panisch aber wie benommen starrte ich hin und her, doch bei Guren blieb mein Blick hängen.
Der ältere ging sofort um den Stuhl herum, schnitt das Band entzwei und ich kippte immernoch taumlig vom Blutverlust nach vorn.
Guren hielt mich gerade noch fest, damit ich nicht auf dem Boden aufschlug und zog mich fest in seine Arme.

Wie auf Kommando fing ich an heftig zu weinen, zu schluchzen und zu schniefen.
Guren hielt mich jedoch ganz fest, hielt mich nah bei sich und drückte meinen Kopf an seine Brust.
,,Shh..er ist weg..",flüsterte er, doch ich konnte mich einfach nicht einkriegen.
,,Du..du hast mir..die ganze..Zeit nicht..geglaubt!",weinte ich und spürte meinen Freund nicken.
,,Aber jetzt..jetzt glaube ich dir mein Schatz.."

Hey, Leute vielen Dank für 17 K
Seht das Kapitel als Special weil eine Fortsetzung eigentlich nicht richtig geplant war :) ich werde noch viele Oneshots rausbringen also schreibt mir eure Lieblingsshippings 💜

Owari no seraph Oneshots Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt