Kapitel 49

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Nach fast zwei Tagen Fahrt waren wir endlich in Tromsø angekommen. 

Fahr nach Tromsø gravlund. Das ist ein Friedhof.

"Ein Freidhof?! Dieser geheime und wirklich sichere Ort ist auf einem Friedhof?!", fragte Johannes erstaunt und gleichzeitig entsetzt.

Ich hab doch gesagt es wird dir nicht gefallen, aber dieser Ort ist sicher. Und ich frag dich hier mit hättest du mich jemals auf einem Friedhof gesucht?, ich grinste ihn wissend an.

"Natürlich nicht. Wo soll man sich auf einem Friedhof denn bitte verstecken? Vielleicht unter irgendwelchen Grabsteinen", antwortete mein Mann ein wenig eingeschnappt.

Nein, nicht unter irgendwelchen Gräbern! Unter einer Gruft, aber es wird dir gefallen!, kicherte ich.

"Ganz bestimmt!", murmelte Johannes ironisch. Grinsend kniff ich ihm in die Wange. Ein tierisches Knurren kam meinem Mann über die Lippen. Er hatte das Auto geparkt und schaute mich jetzt dreckig grinsend an.

"Ist dir eigentlich klar das wir das erste mal seit Monaten wirklich ganz alleine sind?", grinste er mich an.

Wir sind auf der Flucht vor machtsüchtigen, psychopathischen Werwölfen und du denkst nur daran deine schwangere Ehefrau flach zu legen!, sagte ich und warf ihm dabei einen Killerblick zu.

"Sei doch froh das ich dich obwohl du fast so fett wie ein Wahlross bist noch anfassen will!", lachte Johannes.

Ich hoffe wirklich, dass das ein Scherz war!, knurrte ich ihn wütend an.

"Ansonsten was? Was willst du machen? Du bist ein Mensch und ich ein Vampir. Ich könnte alles mit dir machen was ich will. Ich könnte dich sogar manipulieren und du könntest ichts dagegen unternehmen. Also was willst du machen?!", fragte er mich heraus fordernd.

Ich bin aber die mit den drei Kindern im Bauch. Ich kann mit diese ganz schnell nach der Geburt verschwinden oder sogar schon vor der Geburt und du würdes mich nie finden. Wir wissen beide das ich im Unsichtbar sein sehr viel besser bin als du. Also überleg gut ob deine Kinder kennen lernen möchtest und deinen Clan behalten möchtest. Vergiss nicht sie würden dich alle sofort verlassen, wenn ich dich verlasse, fauchte ich ihn wütend an. So elegant wie konnte versuchte ich einen dramatischen Abgang hin zulegen und aus dem Auto zum Friedhof zu kommen. Aber ic war schwanger und ja nicht gerade schlank.

Ich wollte mich gerade aus dem Auto hieven als Johannes mich sanft aus dem Auto hob. Ich versucte ihn von mir weg zu schieben, aber es klappte nicht. Er hielt mich am Becken eng an sich gedrückt fest. Johannes beugte sich zu mir runter und legte seine Stirn an meine. Tief sah er mir in die Augen.

"Natürlich war es ein Scherz, mein Engel. Du bist wunderschön, erst recht mit meinen Kindern in deinem Bauch. Denn so sieht jeder das du vergeben bist und keiner soll es wagen dich auch nur anzusehen. Du bist meine Frau und ich liebe dich egal wie dick oder dünn du bist", murmelte Johannes liebevoll aber auch ein wenig besitzergreifend. Lächend gab ich ihm einen sanften Kuss. Sofort erwiederte er den Kuss, sodass der Kuss immer leidenschaftlicher wurde.

Wir müssen los, flüsterte ich etwas außer Atem.

"Dann lass uns los. Zeig mal wo die Gruft ist", lachte Johannes.

Ich zog ihn auf den Friedhof an den neueren Gräbern vorbei zum Teil der älteren. Wir standen jetzt vor einer sehr alten Gruft mit einem rostigen Tor. Ich holte den Schlüssel aus dem Versteck unter der steinernen Eingangstreppenstufe hervor und schloss das Tor auf. Nachdem wir beide rein gegangen waren schloss ich von innen wieder ab. Vor uns lag ein großer Steinsarg, der beinahe den gesamten Raum ausfüllte. Ich schob, mit Johannes hilfe, den Deckel zur Seite und anstatt einer Leiche erwarteteuns eine Treppe zu einem unterirdischen Gang. Ich kroch auf allen vieren vor Johannes her.

"Diese Aussicht find ich wirklich gut", mermelte Johannes und srich mir dabei einmal kurz über den Hintern.

Lass das!, knurrte ich.

Wir waren am Ende des Ganges angekommen. Vor mir tat sich eine Wand auf. Zumindest sah es so aus. Eigentlich war es eine Tür, die man zur Seite schieben konnte. Wir stiegen durch die Öffnung und waren endlich an unserem Ziel angekommen.

"Wow. Das hätte ich wirklich nicht erwartet!", staunte Johannes und sah sich um. Wir standen in einer - man könnte es schon fast als Wohnung bezeichnen. Allerdings war alles in den Stein gemeiselt. Es hatte wirklich eine Menge arbeit gekostet das hier alles zu machen. Es gab ein Bett eine kleine Küche, damals hatte ich mich noch gefragt wofür, jetzt da ich ein Mensch war war sie ganz hilfreich. und es gab ein kleines Wohnzimmer sogar mit Fernseher. Ich wusste nicht wie lange wir hier bleiben sollten, aber ich wollte hier unten auf keinen Fall meine Kinder zu Weltbringen oder sie hier aufwachsen lassen. Die wären für ihr Leben geschädigt, wenn sie unter einer Gruft auswachsen müssten und anstatt auf einem Spielplatz zu spielen oder reunde im Kindergarten zu finden müssten sie auf einem Friedhof bleiben!

Johannes ließ sich auf das Bett fallen und ich tat es ihm gleich. Jetzt lagen wir nebeneinander ausgestreckt auf dem Bett.

Wie geht es jetzt weiter?, fragte ich in die Stille hinein.

"Wie meinst du das?"

Wir müsen wieder nach Hause. Wir müssen meinem Sohn und unserem Clan helfen und wir müssen diese Viehcher in ihre Schranken weisen!, flüsterte ich und sah dabei stur an die Decke.

"Ich lass dich hier nicht alleine und ich lass es auch nicht zu das du auch nur in die Nähe von den Werwölfen kommst", murmelte Johannes und packte mich am Kinn. Sanft wand er mein Gesicht seinem zu.

Du hast die Wahl entweder du gehst und regelst alles oder ich lass dichhier alleine und regel das selbst mit den Werwölfen egal ob ich ein Mensch bin oder nicht!, sagte ich stur mit fester Stimme. Mein Blick musste ihm wohl gesagt haben, das ich es ernst meinte, denn er stieß ein entnervtes Seufzen aus.

Und das heißt?

"Das heißt das ich noch ein bischen mit dir hier bleibe und dann werde ich wieder nach Italien fahren und dort alle klären. Aber du musst mir versprechen hier zu bleiben. Ich lass dir ein Postfach einrichten und schreib dir jede Woche was in Italien los ist. Sobald alles geklärt ist hol ich dich wieder ab. Und wehe du kommst früher oder verschwindest von hier. Dann werden unsere KInder nicht ohne Vater sondern ohne Mutter aufwachsen!", knurrte mein Mann mich an, "Hast du das verstanden?!"

Ja, flüsterte ich. Er wusste ganz genau das unsere Kinder mir heilig waren!

"Ich fahre morgen wieder los. Also lass uns diese letzte Nacht geniesen! Ih hab nämlich irgendwie das Gefühl, das wir uns eine lange Zeit nicht mehr sehen werden!", flüsterte er noch bevor er meine Lippen mit einem leidenschaftlichen Kuss verschloss.

268 Jahre 16Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt