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Er ist im Gegensatz zu dir viel mutiger. Mit lockeren Schritten kommt er immer näher. Natürlich will er nur mutig wirken. Und auch seinen Mitarbeitern will er nicht zeigen, dass etwas mit ihm nicht stimmt.
Er will seine schwache Seite nicht zeigen. Besonders nicht seinen Mitarbeitern, die ein anderes Bild von ihm haben. Den emotionslosen und strengen Boss, an dem sich keiner durch trauen sollte.
Du beobachtest jeder seiner Schritte. Siehst, wie er auf Namjoon zugeht, seine Hände elegant in die Hosentaschen steckt, wie oft er über seine Lippe leckt oder seine Augen die versuchen deine zu vermeiden.
Er spürt deine intensiven Blicke, die an seinem wunderschönen Gesicht hängen. Jeder im Raum spürte diese Blicke. Und einigen passte dies überhaupt nicht.
»Wir wollten gerade sowieso gehen«, steht Hoseok auf und sieht mit großen Augen zu dir.
»Jetzt schon?«, blickt Taehyung über den Tisch, lässt seine zwei Finger über den weichen Stoff der Tischdecke streifen. Du betrachtest seine mit Silberschmuck geschmückten Fingern. Aber ein Ring fällt dir besonders auf. Ein einfacher silberner Ring am Ringfinger, ohne eine Verzierung oder Steinen. Er ist so Langweilig im Gegensatz zu seinen anderen Ringen, aber er sagt so viel.
»Es sieht nicht so aus, als wärt ihr fertig...«, nimmt er seine Hand vom Tisch. Du verstehst nicht, was seine tiefe Stimme in dir Auslöst.
»Wir haben uns einfach überschätzt. Stimmt's Y/N?«, lächelt dich Hoseok nervös an.
Taehyung muss Lächeln. Das erste mal hört er deinen Namen. Ein wunderschöner Name, denkt er.
Abwartend blickt Hoseok zu dir, doch du bist immer noch so fasziniert von ihm. Er wirkt anders. Nicht so traurig, wie vor einigen Wochen im Krankenhaus. Und auch die Aura, die er ausstrahlt begeistert dich so plötzlich.
»Y/N?!«, hörst du Hoseoks Stimme nur stumpf. Du blickst die ganze Zeit in sein makelloses Gesicht, bis er sein Kopf auch in deine Richtung lenkt.
Schnell siehst du weg, bemerkst die unangenehme Stimmung, die gerade herrscht. Verlegen lächelst du Hoseok und Namjoon an. Diesmal vermeidest du seine Augen.
Taehyung weiß, dass Hoseok flüchten will, nicht mit ihm ins Gespräch kommen möchte, so wie er es doch bisher immer tat. »Wir gehen jetzt, unser Tisch wartet..«, läuft er vor und wird dann von seinem Freund gefolgt, der euch nur kurz zuzwinkert.
»Ich lasse es einpacken und bezahle es dann«, trennt er sich kurz vor dem Eingang von dir. Ohne zu zögern läufst du schonmal raus. Der Mond ist in seiner vollen Pracht. Du schließt deine Augen, genießt die Abend priese und das kühle Licht des Mondes.
Nach so langem kannst du dich wieder entspannen. Du hast nun Hoseok, der sich um dich kümmert, um dich sorgt. Aber irgendwas in dir sagt, dass es nicht richtig ist. Hoseoks Hilfe anzunehmen, obwohl du ihn nicht allzu gut kennst bereitet dir sorgen. Du weißt nicht, was für einer er ist. Aber er muss ein guter Mensch sein. Jungkook hätte ihn nicht drum gebeten um dich zu kümmern, wenn er nicht da ist. Oder etwa nicht?
»Schön, oder?«, hörst du Schritte, weißt, dass es nicht Hoseok mit den Tüten ist.
»Halte dich von ihm fern, wenn du nichts bereuen möchtest« Geschockt öffnest du deine Augen, aber umdrehen möchtest du dich nicht.
»Er ist nicht gut für dich. Für keinem«, spricht er ernst.
Wie aus heiterem Himmel tränen deine Augen. Du verstehst nicht wieso. Vielleicht liegt es daran, dass du Hoffnung in Hoseok gesehen hast. Hoffnung, die er gerade mit Worten zerstört hatte. Du dachtest er könnte dir helfen, dich wieder glücklicher machen mit seiner liebevollen Art, so wie er es heute tat.
Und obwohl du ihn nicht kennst, hörst du auf ihn. Er ist irgendein Mann, den du nicht wirklich kennst und trotzdem glaubst du seinen Worten.
Obwohl er nur deinen Rücken sieht, weiß er, dass du wieder weinst. Und seine Schuldgefühle steigen so schnell.
Du schließt wieder deine Augen, atmest die kalte Luft ein, um dich wieder etwas zu beruhigen. Aus dem nichts, spürst du einen Schatten über dir.
Er hebt seine Hand und streicht unerwartet eine Träne von deiner Wange, hielt sie davon ab deinen Wangen entlang zu gleiten.
Dein Herz schlägt soviel schneller durch seinen Berührungen, hast Angst er könnte deinen lauten Herzschlag hören.
»Trauer ist nur ein Gefühl, du kannst es kontrollieren...«, flüstert er dir in dein Ohr. Deine Knie fühlen sich so schwach an. Du weißt nicht, was dieser Mann mit dir tut und warum er es tut.
Langsam traust du dich wieder deine Augen zu öffnen. »Man kann seine Gefühle nicht kontrollieren...«, sagst du so ruhig wie möglich, blickst konzentriert in seine Augen.
Und ihr wiederholt das selbe Gespräch, wie vor Wochen im Krankenhaus.
Daraufhin kommt er dir ein Schritt näher. Er ist so nah, dass eure Nasen einander streifen und dein Herz gleich explodiert. Nicht mal ein dünnes, leichtes Blatt könnte zwischen Eure Zweisamkeit.
Aber du lässt ihn machen, schließt langsam deine Augen und hoffst, dass es keine Einbildung ist. Doch seine Lippen beweisen dir das Gegenteil. Sie drücken sich so fest gegen deine, als hätten sie es schon vor langer Zeit tun wollen.
Du möchtest, dass dieser Moment für ewig hält. Willst, dass er dich so die ganze Zeit berührt, seine süßen Lippen nicht von deinen löst und sie ewig küsst. Denn es fühlt sich gut an. Es fühlt sich gut an wieder gemocht zu werden.
Aber alles schöne verschwindet irgendwann. Genauso, wie dieser Moment.
»Man kann sogar die Liebe kontrollieren..«, macht er einen Schritt zurück, entfernt seine Hand von deiner erröteten Wange.
Und so lässt er dich dort stehen, läuft wieder hinein und setzt sich auf sein Platz, redet mit seinem Freund weiter, als wäre nichts gewesen. Und plötzlich fühlt sich der Abend so kalt an. Du hast durch ihn die Wärme gespürt und die Kälte, die dazu gehörte.
Und plötzlich fühlst du dich viel trauriger als zuvor. Du hast das Gefühl, dass du hättest etwas sagen sollen, ihn aufhalten sollen oder ihn anflehen zu bleiben. Aber das wärst nicht du. Du würdest dir selbst hintergehen, denkst du.
Aber so sehr du es willst und so oft wie er es sagt, du kannst es nicht Kontrollieren. Du bist nicht er. Und du weißt er ist anders. So viel mehr steckt in ihm und das spürst du..
Und so verliebte sich die Sonne unbewusst in den Mond.