5.Kapitel

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5.Kapitel

Der Morgen begann entspannt und nach einem Frühstück mit den anderen auf der Terrasse starteten wir gemütlich in den Tag. Wir waren auf einem großen Flohmarkt und haben dort mehrere Stunden gebummelt.

Zurück im Haus hat es uns erstmal ans Meer gezogen, wo wir ziemlich lange blieben.

Irgendwann sind wir zurück ins Häuschen, um etwas zu Abend zu essen und uns langsam für den Abend mit den Jungs fertig zu machen.

Jetzt gerade stehe ich entspannt, nach einer ausgiebigen Dusche, in ein Handtuch eingewickelt vor dem Spiegel und kämme gedankenverloren meine langen, gewellten Haare.

Meine Haare waren schon immer etwas, was ich an mir mochte. Klar, jeder hat hin und wieder Zweifel, doch meine Haare waren schon immer mein großer Schatz.

Ich mochte die Farbe. Nicht Schwarz, nicht wirklich braun. Etwas dazwischen. Doch sie hatten diesen hübschen Karamellstich im eher dunklen Braun, wie meine Mama immer sagt.

Nachdem ich mir meine Unterwäsche angezogen habe, fing ich an mein Gesicht ein bisschen zu bearbeiten. Erstmal cremte ich es ordentlich mit Feuchtigkeit ein. Die Sonne war hier wirklich stark und trocknete meine Haut schnell aus, doch zumindest hatte ich schon einiges an Bräune abbekommen.

Ein paar lustige Sommersprossen hatten sich in mein Gesicht geschlichen und thronten jetzt auf meiner kleinen Nase und den, immer etwas rosigen, Wangen.

Früher hat es mich total genervt immer rosige Wangen zu haben, deswegen hab ich immer versucht, sie mit zu viel Makeup abzudecken, was im Endeffekt sowieso nicht wirklich geholfen hat und auch ziemlich bescheuert aussah.

Doch mittlerweile war auch das ok. Jeder ist wie er ist und das war auch gut so.

Ich kaschierte meine leichten Augenringe mit etwas Concealer und Puder und betonte meine Wangenknochen noch mit etwas Bronzer. Auch meine Wimpern tuschte ich etwas.

Ich hatte Glück, meine Wimpern sind relativ lang und durch meine Haarfarbe auch schön dunkel. Aber etwas mehr Volumen hat ja noch nie geschadet.

Die whiskyfarbenen Augen hinter den Wimpern wirkten fröhlich und blitzten mich schelmisch an.

Zeit mit Freunden zu verbringen macht eben immer gute Laune.

Summend legte ich noch etwas Lipgloss auf und verschwand dann in Tessas und mein Zimmer, um mich umzuziehen.

Jetzt bin ich allerdings echt verzweifelt. Ich starrte auf die Klamotten, konnte mich aber nicht wirklich entscheiden.

„Tessaaaaa" rief ich beinahe verzweifelt nach meiner besseren Hälfte.

„Ja" fragte diese und regt den Kopf aus dem Badezimmer hinaus.

„Kannst du mir helfen? Ich weiß nicht was ich anziehen soll. Ich will nicht overdressed wirken. Aber eben auch nicht wie ein Penner."

Tessa lacht und sagt „Ach Kathi, wie wär's mit dem weißen Kleid hier? Das ist hübsch, luftig und unbeschwert. Damit kannst du gar nicht falsch liegen.

Außerdem zaubert das echt ein tolles Dekolleté. Nicht zu auffällig, aber doch toll. Nimm einfach deine Jeansjacke für den Abend mit und zieh hübsche Sandalen an, und et voila, du bist fertig."

„Danke Tessa, das ist super", fiel ich ihr um den Hals und kichernd ging diese wieder ins Bad, während ich mich ganz fertigmachte.

Nur zehn Minuten später hatten wir aber das gleiche Problem nochmal, als eine aufgeregte Tessa durchs Zimmer lief und verzweifelt etwas zum Anziehen suchte.

Manchmal soll es wohl einfach so sein...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt