14.Kapitel

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Die nächsten Tage verflogen wie im Flug. Ich besuchte meine Eltern zuhause und traf mich mit zwei anderen Schulfreundinnen in meiner Heimatstadt.

Der Tag zuhause hatte gutgetan. Bevor die Uni losging wollte ich meinem zuhause nämlich unbedingt nochmal einen Besuch abstatten. Leider war ich nur eine Nacht dortgeblieben, aber ich hatte vor, bald mit Tessa gemeinsam in die Heimat zu fahren.

Meine Eltern hatten sich sehr gefreut mich mal wieder zu sehen und meine Mutter hatte es sich wie immer nicht nehmen lassen, mich mit meinem Lieblingsessen zu verwöhnen.

Sie hatte sich sogar bemüht, meinen Lieblingskuchen zu backen, obwohl ich normalerweise eher die Bäckerin bei uns zuhause war.

Meine Eltern und auch meine zwei Freundinnen mal wieder zu sehen hatte richtig gutgetan.

Mein Bruder Elias konnte leider nicht kommen.

Er war ein paar Jahre älter als ich, hatte grade sein Staatsexamen geschrieben und würde bald in einer Kanzlei in Hamburg als Anwalt anfangen.

Meine Eltern waren deswegen natürlich unglaublich stolz.

Er war schließlich ihr erstes Kind und mit seinen 28 Jahren stand er bald schon fest im Leben.

Kommenden Frühling wollte er seine Jugendliebe heiraten, der er vor mehreren Monaten einen Antrag gemacht hatte und die Vorbereitungen liefen jetzt schon auf Hochtouren.

Ich weiß nicht, wer aufgeregter war, seine Verlobte Mia, oder meine Mutter.

Seine Verlobte und ich hatten teilweise ein etwas angespanntes Verhältnis.

Wir waren alle auf der gleichen Schule gewesen, ich natürlich einige Jahre unter ihnen.

Die beiden waren schon um die 9 Jahre zusammen, dementsprechend oft hatte ich Mia schon gesehen.

Doch so richtig warm wurden wir uns wohl nie.

Meinem Bruder machte das etwas zu schaffen, er war da ziemlich sensibel.

Ein typischer Harmoniemensch eben.

Deswegen bemühten Mia und ich uns zwar stets, freundlich und aufmerksam zueinander zu sein, doch wie gesagt, mit manchen Menschen wurde man einfach nie wirklich warm.

Doch dass musste ich auch gar nicht, denn solange sie Elias glücklich machte, war alles andere egal.

Als ich zuhause war, sprachen meine Mama und ich schon viel über die bevorstehende Hochzeit und sie erzählte mir von einigen Details.

Ich würde die Einladungen entwerfen.

Mein Bruder hatte mich schon vor Wochen gefragt, da ich schon immer ein Händchen fürs zeichnen hatte.

Sie hatten sich ein grobes Motiv ausgesucht, ein Bild der beiden, das ich auf meine eigene Art zeichnen würde.

Ich hatte schon mehrere Ideen im Kopf und hatte mich auch schon an einigen Umsetzungen versucht.

Doch wirklich zufrieden war ich noch nicht, allerdings hatte ich dafür noch ein, zwei Monate Zeit.

Auch ich war schon etwas aufgeregt, mein Bruder heiratete schließlich.

Ich spielte schon jetzt mit dem Gedanken, Leon einzuladen, wollte schließlich aber lieber noch etwas abwarten.

Tessa würde auch kommen und so wie es aussieht wohl Marius als Begleitung mitbringen.

Manchmal soll es wohl einfach so sein...Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt