Mich typisch Touri umsehend kam ich aus dem Staunen kaum noch raus. Das kleine Gebäude war von den alten Mauern umgeben und passte sich mit dem Cremefarbenen Stein und den Peachfarbenen Absätzen auch dem Bild von außen an. Schmunzelnd stand ich auf als ich im hinteren Teil Stufen entdeckte die an die Mauer heran reichten. Darauf zu steuernd trat ich die Stufen rauf und hob den Blick. Was ich da sah, raubte mir dann aber doch den Atem. Ich konnte von hier über den unter mir verlaufenden alten Stadtteil bis hinab zum neuerem sehen.
Das alte aber dennoch gepflegte Gestein, die dunklen Ziegel mit den hellen Absätzen an den Rändern und der wirklich schöne warme Tag, der mit seiner Sonne alles nur noch ein bisschen unwirklicher wirken ließ berauschten meine Sinne. „Ich bin wirklich in Seoul..." Mehr zu mir selbst sprechend als zu jemand anderem, breitete sich ein wirklich gutes Gefühl in mir aus und ließ mich den Stress vom Vortag vergessen.
„Gefällt es dir?" Die Stimme die mir von hinten ins Ohr geflüstert worden war ließ mich im ersten Moment zusammen zucken. Dann aber zum Blondschopf sehend verschränkte ich meine Arme vor der Brust. „Die Aussicht ist wirklich schön. So langsam merk ich dann auch mal, dass ich überhaupt hier bin." Ein Schmunzeln seinerseits ließ mich mich zu ihm umdrehen und gegen das Gemäuer lehnen.
„Was meinte Tae eigentlich vorhin mit... deinen Spielchen?" Leicht meinen Kopf schräg legend, war meine Neugierde doch nicht mehr auf zu halten gewesen und ich verfluchte mein flottes Mundwerk nun zum tausendsten Mal. Der nun folgende Blick ließ mich innerlich schon fluchen wie ein Rohrspatz. Sich zu mir beugend schluckte ich schwer als ich seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte.
„Willst du das wirklich wissen?" Mir auf meine Unterlippe beißend war ich mir dann aber doch nicht mehr ganz so sicher ob ich es wirklich wissen wollte. Als sich dann aber ein zufriedenes Lächeln auf seinen Lippen ausbreitete sprang mein kleines Egohörnchen aus seinem Versteck. Eine Augenbraue hoch ziehend legte ich ihm eine Hand in den Nacken und zog ihn zu mir.
Mir provokant mit der Zungenspitze über meine Lippen fahrend seufzte ich leise bevor ich mich näher zu ihm beugte. „Ich frage nicht ohne Grund. Ich weiß mein Umfeld gerne... einzuschätzen." Augenscheinlich war er doch ein bisschen überrascht von dieser Aktion und wand nun den Kopf zu mir so, dass ich ihn direkt vor meiner Nase hatte. Seinen Blick findend konnte ich fast schon eine Art Feuer in seinen Augen funkeln sehen.
Okay Becca... hattest du nicht schon vorher bemerkt, dass die Herren hier gefährlich sind? Wieso hörst du nicht auf deine eigenen Warnungen? Bei seinen nächsten Worten war seine Stimme um einiges tiefer gesackt und hauchte meiner Fantasie damit einen ungeahnten Ausbruch ein.
„Das... sollten wir vielleicht lieber besprechen wenn... wir allein sind." Meine Kehle war zur Sahara mutiert und ich konnte nun auch leider meine deutliche Überforderung mit der Situation nicht mehr verstecken, was Jimin lediglich verwegen grinsen ließ bevor er sich von mir abdrückte und die Treppenstufen mit seinen Händen in den Taschen runter laufen ließ als wenn nichts gewesen wäre.
Die Luft ausstoßend konnte ich, mich an die Mauer lehnend nur darüber wundern was ich da gerade über die Lippen gebracht hatte. Leicht den Kopf schüttelnd hatte ich ins Leere gestarrt und braucht ein bisschen um wieder mein zersprungenes Ego auf zu sammeln. Erst die junge Kellnerin, die mit einem beladenem Tablett an mir vorbei lief und zu unserem Tisch ging, brachte meinen Verstand zumindest wieder halbwegs ans arbeiten.
Seufzend strich ich mir mein Haar zurück und stieß mich dann von dem Gemäuer ab bevor ich die Stufen runter kam und in die hitzige Diskussion der beiden Männer stolperte. „Hör endlich auf damit, das hat uns letztes Mal schon ärger gebracht." Letztes Mal? Hoch sehend, fuhr Jimin sich mit seinem Finger über die Lippen und ließ damit Tae's Ausbruch verstummen. Wahrscheinlich auch eins der Geheimzeichen die ich derzeit noch nicht zuordnen konnte.
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Don't forget!
FanfictionEin Zufall und die deutsche Studentin Becca, muss nach Süd Korea. Ist sie davon begeistert? Nein. Hat sie auch nur damit gerechnet in ein Leben hinein zu stolpern, dass so aus den Fugen gerät? Wohl kaum! Wird es dennoch ein Abenteuer fürs Leben? Mi...
