My little horror story

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Mein Sitznachbar und ich hatten es irgendwie aus dem Gefährt geschafft und liefen nun, uns an der Brüstung festhaltend, einem breit grinsenden Yoongi hinterher und versuchten unsere Atmung wieder unter Kontrolle zu bringen. Wir hatten es gemeistert, zumindest wieder auf dem normalen Weg zu laufen als mir bewusst wurde, dass wir beide hier gerade als Belustigung vom Koreaner vor uns dienten.

Stehen bleibend steckte ich meine Hand zu Hobi aus und stoppte ihn. Mich verwundert ansehend zeigte ich ihm per Handzeichen was ich von ihm wollte, als sich ein breites Grinsen auf seinen Zügen breit machte. Er hatte also verstanden. Wir würden nun Yoongi einen Schrecken einjagen, wenn er schon über uns lachte, durften wir genau das auch.

Mich neben Hoseok stellend nickte ich ihm zu und er machte sich bereit mich zu „fangen". Genau in dem Moment wo ich einen auf sterbenden Schwan machte und mit einer schauspielerischen Meisterleistung auf Ohnmächtig tat, rief Hobi ein erschrockenes „Woah! Stopp!" aus.

Ich hing noch nicht mal ganz in seinen Armen als ich auch schon Yoongi Stimme vernahm. Ja wir sind vielleicht doch schon ein bisschen gemein. Aber nur ein bisschen. „Verdammt, ich wusste doch, dass das Wetter uns noch Probleme machen wird. Wir sollten sie in den Schatten schaffen. Warum ist sie auch mit in die Achterbahn gegangen wenn sie Höhenangst hat? Ich habs schon bei dir nicht verstanden."

Mich richtig zusammen reißend, hielt ich einen Lachanfall zurück und hätte um ein Haar gequietscht als meine Stütze mir unter die Knie griff. Was zum Henker! „Ich bring sie in den Schatten, besorg du uns was zum Kühlen." Schritte ließen mich vorsichtig aufsehen. Yoongi lief mit langen Schritten von uns davon. Mich zu meinem Partner in crime wendend ließ dieser mich grinsend wieder zurück auf meine Füße.

„Komm, schnell bevor er wieder zurückkommt." Neben ihm her huschend, machten wir es uns auf einer der Bänke im Schatten bequem als Hobi auf seine Schoß klopfte. „Leg dich hin, wir ärgern ihn noch ein bisschen." Kichernd tat ich ihm den gefallen und ließ meinen Kopf auf seinen Oberschenkel sinken. Mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht streichend schmunzelte er zu mir herab.

Mir gespielt leidend an den Kopf fahrend, ertönten Yoongis Schritte ehe sich dieser neben mich hockte. „Musstest du mir so einen Schrecken einjagen?" Seufzend schob ich mir eine Hand über die Augen. „Warum musste es auch gleich so eine Achterbahn sein? Ich wusste doch, du willst mich umbringen."

Da konnte selbst Hobi nicht mehr an sich halten und prustete lachend los. In sein Lachen einsteigend richtete ich mich auf und sah in das verwirrte Gesicht des Mannes vor mir, in dessen Oberstübchen es gerade gewaltig ratterte. Sein Lichtlein ging an und die imaginäre Glühbirne über seinem Kopf fing an zu leuchten. Das hier war durchaus riskant, und er hätte sicher auch sauer reagieren können.

Aber stattdessen fuhr er sich nur übers Gesicht und fing dann ebenfalls an zu lachen. „Touché." Ihm durchs Haar fahrend lehnte ich mich zurück und nahm ihm den Schokoriegel aus der Hand, den er offensichtlich für mich geholt hatte. Mein Bein überschlagend, öffnete ich den kleinen Snack und brach ihn in etwa drei gleich große Teile. „Hier. Den haben wir uns wahrscheinlich alle gerade verdient."

Seufzend stand Yoongi nun auch wieder auf und setzte sich auf meine andere Seite. Hobi hatte sich ein Stück Schokolade geschnappt und hatte immer noch Probleme gleichmäßig zu atmen während er das Stück Schokolade mampfte. „Dass ich das noch mal erlebe. Dir liegt ja wirklich was an Becca." Sich selbst ein Stück nehmend trafen sich das erste Mal seit dem ich hier war, unsere Blicke. Und ich war überrascht wie sanft seine Augen doch waren.

„Sollte es etwa nicht?" Eine Augenbraue hoch ziehen, musste ich erst einordnen ob es sich in diesem Fall um eine rhetorische Frage gehandelt hatte. Es als eine abtun, hielt ich ihm den Riegel entgegen. „Friede?" Schief lächelnd sah er auf die Schokolade herab und nahm dann ein Stück. „Friede!"

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