Uns dann doch für eines der ersten Selfies entscheidend, versteckte Namjoon sich auch schon wieder hinter seiner Maske und ließ mich daraufhin schmunzelnd den Kopf schütteln. An das hier muss ich mich echt erst noch gewöhnen. „Schickst du wenigstens mir die Bilder? Nicht, dass ich sie weiter schicke oder so, aber die Frau hat irgendwo auch recht. Es sind schöne Erinnerungen."
Ein Lächeln breitete sich auf seinen Zügen aus und er nickte bevor er mich zum Museumsteil des Gyeongbokgung begleitete und ich einmal mehr dachte, in eine andere Zeit gefalle zu sein. Völlig fasziniert von den dort ausgestellten Kleidungsstücken stand ich vor den Glaskästen. „Das sind traditionelle Hanboks. Die modernere Version kann man sich hier fast überall leihen um zum Beispiel Fotos zu machen."
Von dem reichlich verzierten Kleidungsstück aufsehend, zog ich eine Augenbraue hoch. „ Sähe es nicht irgendwie falsch aus, wenn ich mit sowas rumlaufen würde? Ich meine, ich bin blond, nicht mal ansatzweise so zierlich wie die Frauen hier und es ist auch eigentlich nicht meine Kultur." Neben ihm her schlendernd zuckte er mit den Schultern. „Viele Ausländer tragen Hanboks, ich glaube dir würde es stehen."
Seufzend war nun ich diejenige die mit den Schultern zuckte. „Das mag ja sein, aber zu welchem Anlass sollte ich ihn tragen? Ich werde in nächster Zeit so damit beschäftigt sein, von A nach B zu rennen, eure Terminkalender auswendig zu lernen um euch irgendwie pünktlich von einem Ort zum nächsten zu schaffen. Ich glaube nicht, dass ein Kleid dieser Art da auch nur annähernd in meine Freizeit passt. Die werde ich nämlich kaum haben."
Ich wollte nicht jammern, ich hatte ja auch eigentlich keinen Grund dazu. Aber ich wusste, das hier würde so ein Stress werden, wie ich ihn wahrscheinlich noch nie erlebt hatte. „Dabei habe ich noch nicht mal einen Terminkalender... können wir auf dem Rückweg vielleicht kurz an einem 7/11 halt machen, dann kann ich mir einen besorgen. Ach und sag den Jungs, dass sie mir ihre Terminpläne zukommen lassen sollen. Ich arbeite dann einen Plan aus."
Damit war ich unüberlegt im Arbeitsmodus verfallen, aus dem mich Namjoon nur herausholte, in dem er vor meinen Augen herumwedelte. „Hey! Atme mal kurz durch, du hast jetzt gerade frei. Also hat es dein Kopf auch. Mach dir um solche Sachen erst einen Kopf wenn du es musst, sonst überstehst du die Zeit hier nie im Leben." Mir gegen die Stirn flickend, blinzelte ich und rieb mir über die schmerzende Stelle. „Aua?"
Anscheinend hatte er da auch dann mal bemerkt was er da gerade gemacht hatte und sah zu Boden bevor er sich unbehaglich mit einer Hand in den Nacken fuhr. „Ah, Sorry. Angewohnheit bei meiner Schwester." Noch mit der Hand vor der Stirn zu ihm aufsehend legte ich den Kopf schief. „Schwester?" „Mmh, ja meine jüngere Schwester hat einiges von dir. Um sie zu bremsen funktioniert das meist am besten."
Lachend verdrehte ich die Augen. „Wen stoppt das bitte nicht? Es kam ja auch aus dem nichts." Das Museum verlassend liefen wir die große Treppe runter und ohne weiter darüber nach zu denken hatte ich nach seinem mir angebotenem Arm gegriffen um auch heile unten an zu kommen. Was sich, was ich allerdings auch erst später erfuhr als waghalsig heraus stellte. „Irgendwie hab ich gedacht, dass ihr alle komplette Einzelgänger seid. Aber wies scheint, hüpft ja doch ein bisschen Familie im Hintergrund rum."
„Glaubst du, wir würden es auch nur ansatzweise im Show Business aushalten, wenn da nicht immer irgendwo jemand im Hintergrund wäre. Wir sehen unsere Familien nicht oft, aber sie sind ja trotzdem da." Mit ihm durch das angrenzende große Tor laufend führte er mich durch eine kleine Nebenstraße wieder zurück zum Wagen. Ich hätte ihn sicher nicht mehr wieder gefunden.
„Mag sein, vielleicht habe ich auch einfach nur ein völlig falsches Bild von Menschen im Showgeschäft. In Deutschland... naja, ich glaube jeder hat so seine Macken. Ich will auch wirklich niemanden schlecht machen, aber die überhebliche Art und Weise die so oft an den Tag gelegt wird, gefällt mir halt nicht. Ihr seid... soweit ich es bis jetzt beurteilen kann ein interessanter Haufen. Freundlich noch dazu, vielleicht ändert sich dank euch ja noch mein Bild ein bisschen."
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Don't forget!
FanfictionEin Zufall und die deutsche Studentin Becca, muss nach Süd Korea. Ist sie davon begeistert? Nein. Hat sie auch nur damit gerechnet in ein Leben hinein zu stolpern, dass so aus den Fugen gerät? Wohl kaum! Wird es dennoch ein Abenteuer fürs Leben? Mi...
