Kapitel 26

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Als sie zurück im Lager waren, sprang Eisensee sofort zum Anführerbau, um Nebelstern bescheid zu geben. Währenddessen führte Krallenstreif Mila zum Heilerbau.

Natürlich wurden sie aufmerksam von den anderen Clankatzen beobachtet, die mit Sicherheit wissen wollten, wer die fremde Katze war. Doch das konnten sie alles noch später klären. Jetzt sollten Kamillenduft und Aschenpfote erstmal nachschauen, ob mit Mila alles in Ordnung war.

Im Heilerbau war es still und der Geruch von Kräutern lag wie immer in der Luft. Es dauerte nicht lange, bis Krallenstreif Aschenpfote weiter hinten im Bau entdeckte.

"Aschenpfote?"
Die Heilerschülerin hob den Kopf und als sie die anderen beiden sah, stand sie sofort auf und kam zu ihnen.

"Was ist los? Ist etwas-" Sie brach ab, als sie nun auch Milas Zustand wahrnahm. "Hallo!" Aschenpfote lächelte freundlich. Ihre Augen strahlten eine warme Offenheit aus. "Ich bin Aschenpfote, eine Heilerin. Du siehst aus, als hättest du einiges durchmachen müssen. Dürfte ich dich vielleicht kurz untersuchen?"

Ihre Stimmlage war ebenso warm wie der Ausdruck in ihren Augen und Krallenstreif bewunderte die Ruhe und Sicherheit, die sie dabei ausstrahlte. Auch Mila schien sich ein wenig zu entspannen und nickte leicht. Sie ließ sich von Aschenpfote zu einem der Nester führen, wo sie sich hinlegte und untersuchen ließ. Krallenstreif folgte ihnen mit leichtem Abstand und beobachtete, wie Aschenpfote einige Kräuter holte und anfing, die Wunde an Milas Flanke zu behandeln.

"Darf ich fragen, was dein Name ist?"

"Mila. Ich heiße Mila."

Aschenpfote nickte leicht und gab ihr ein sanftes Lächeln. "Das ist ein hübscher Name. Okay, Mila, es wird vermutlich ein wenig wehtun, wenn ich die Kräuterpaste auf der Wunde hier verteile. Aber sie hilft bei der Heilung."

Mila nickte und blieb stumm liegen, als Aschenpfote die Paste auftrug.

"Krallenstreif." Bei der Erwähnung seines Namens schaute der Krieger sofort zu Aschenpfote. "Kannst du vielleicht etwas vom Frischbeutehaufen holen? Mila sollte etwas essen."

"Natürlich." Krallenstreif nickte und tappte aus dem Bau. Auf seinem Weg zum Frischbeutehaufen sah er aus dem Augenwinkel eine graue Gestalt auf ihn zulaufen. Ruhig ging er weiter und blieb erst beim Frischbeutehaufen stehen. Dort hatte ihn nun auch die andere Katze eingeholt.

"Krallenstreif." Graufeders Stimme hörte sich ein wenig gereizt an und bereits bevor er weiter redete, wusste Krallenstreif bereits, worum es ging.

"Wir haben uns gefragt, warum du eine fremde Katze ins Lager gebracht hast."

Wir? Krallenstreif warf einen kurzen Blick über seine Schulter und sah, dass neben Graufeder auch Goldschweif und Haselsee standen. Er unterdrückte ein Seufzen und wandte sich wieder dem Frischbeutehaufen zu auf der Suche nach einem guten Stück Beute.

"Ihr Name ist Mila. Wir haben sie gefunden, als sie von einem Fuchs angegriffen wurde und haben sie hergebracht, damit ihre Wunden behandelt werden können."

"Nur weil sie gegen einen Fuchs gekämpft hat, heißt das nicht, dass sie direkt hier ins Lager kommen muss!"

"Goldschweif hat Recht", schaltete sich jetzt auch Haselsee ein, jedoch war ihr Ton ein wenig sanfter als der der beiden Kater. "Du weißt, wir sind alle froh dich hier zu haben. Und als du damals zum Clan gekommen bist, war es die richtige Entscheidung, dich aufzunehmen. Aber Krallenstreif, das heißt nicht, dass wir jeden Streuner oder jedes Hauskätzchen einfach hier aufnehmen können. Auch wenn es bei dir gut lief, kann es ganz anders ausgehen. Du musst verstehen, wie gefährlich das sein kann. Wir machen uns doch nur Sorgen."

Warrior Cats - Echo der Sterne Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt