Rachel
Nachdem wir gefrühstückt hatten, gab mir Brian endlich wieder mein Handy zurück. Wurde ja auch mal Zeit und eins ist sicher, ich werde ihm dies NIE WIEDER erlauben lassen.
Brian meinte er hätte heute Zeit für mich, denn üblicherweise arbeitet er, wie mein Vater auch noch Zuhause dazu. Aber daher, dass ich da bin wird es dies nicht mehr der Fall sein. Er meinte in der Früh, dass ich entscheiden kann was wir heute machen. Um ehrlich zu sein bin ich nicht so sehr begeistert über diese Idee, denn Brian ist ja schließlich nicht mein bester Freund, sondern der meines Vaters. Also weshalb sollte ich auch so viel Zeit mit ihm verbringen? Ja, früher als ich noch klein war, fand ich ihn ziemlich nett, doch nach einer Zeit wurde er immer mehr distanzierter und auch unsympathischer meiner Meinung nach. Weshalb dies auch der Grund ist, warum ich auf den heutigen Tag und den kommenden Wochen dazu mich nicht freute.
Fürs erste schlug ich dennoch vor, dass wir zur Stadt fahren. Denn mir fiel wieder ein, dass ich keine Binden mitgebracht hatte und deshalb möchte ich schon mal gut vorgesorgt sein. Zwar hatte ich sie erst vor kurzem aber I mean safety first, oder? Ich fand mein jetziges Outfit in Ordnung, ich habe mich nur noch ein wenig geschminkt. Schließlich können wir später zu McDonald's fahren und dann irgendwo spazieren gehen.
Momentan wartete ich auf Brian, damit wir auch gehen konnten. Ich hörte genau hinter mir, wie er die Treppen runterkam und musste kurz meinen Atem anhalten. Er ist zwar viel zu alt für mich und dazu der Kumpel von meinem Vater, aber trotzdem sieht er schon heiß aus. Natürlich sieht er auch in diesen Anzügen gut aus, keine Frage, aber ihn in solche alltäglichen Kleidung zu sehen ist eine ganz andere Liga.
„Na komm, kleines.", hiermit ging er auch schon vor mir zur seiner Garage, während ich noch meinen Handy samt meinem Geldbeutel mitschleppte. Als ich mich auch noch im Auto dazu gesellte, fuhr er auch schon los.
In der Stadt angekommen gingen wir nebeneinander zu den nächst beliebigen Supermarkt, um die benötigten Sachen zu holen.
„Ich hole schnell noch was. Du musst nicht mit rein kommen.", sagte ich zu ihm, daher mir dies doch eher zu unangenehm war. Schließlich muss er, das auch nicht unbedingt wissen, wieso ich auch hier bin. Anscheinend gefiel ihm diese Idee garnicht, weshalb er meinen Hand nahm und mich im Supermarkt mitzog.
„Woher soll ich wissen, was du hier kaufen möchtest. Schließlich könnte es sein, dass du hier Sachen für dich kaufst, indem du die Finger lassen sollst.", nachdem er mir dies sagte, weiteten sich meine Augen extrem. Dachte er etwa, dass ich hier Kondome kaufe? Falls dies der Fall sein sollte, fresse ich lieber einen Besen. Wozu müsste ich sowas benötigen? Kopfschüttelnd und etwas genervt ging ich einfach voraus und suchte nach den Binden, dabei folgte er mir weiterhin brav hinterher.
Nun fand ich auch noch die richtige Abteilung mit Binden, Tampons usw. und suchte nach den Binden, die ich auch sonst immer verwende. Als ich sie auch noch auf dem obersten Regal fand, versuchte ich nach denen zu greifen. Leider ohne Erfolg, denn dank meiner Größe klappte dies nicht wie auch geplant. Jedoch schnappte Brian für mich die Packung voller Binden und reichte sie mir rüber. Ich hingegen nahm sie mir etwas genervt von ihm ab.
„Danke.", gab ich von mir trocken raus. Schlussendlich bezahlte mir Brian sie auch, obwohl ich mein eigenes Geld dabei hatte bestand er darauf. Nachdem auch dies erledigt war, gingen wir doch nach Hause, daher ich noch schlechter gelaunt bin, als davor schon. Brian versuchte mich dazu zu überreden, doch ein wenig hier zu bleiben, jedoch weigerte ich mich dazu. Er versuchte auch, während der Fahrt mit mir zu reden. Allerdings hatte ihm das auch nicht viel weiter gebracht, daher ich immer noch sauer auf ihn war. Er hätte einfach nicht so von mir denken sollen und mir auch noch die benötigte Privatsphäre gäben müssen. Sowas finde ich einfach respektlos und unverschämt.
Bei ihm angekommen nahm ich meinen Einkauf und ging auch, so schnell wie möglich, hoch in mein Zimmer. Eine gewisse Zeit verging, als ich gerade mit Jade telefonierte. Wir wollten uns heute noch treffen, was ich ziemlich gut fand. Daher ich mich immer noch ablenken musste und dies die perfekte Gelegenheit für mich war. Ich zog mir aber dafür eine schöne helle Jeanshose mit Löchern noch an, aber änderte nicht meinen Oberteil von vorhin und ging auch schon runter, um meine schwarzen Vans anzuziehen. Daraufhin hörte ich auch schon Brian zu mir kommen und erkannte auch, dass er nicht so gut gelaunt war, sondern eher gestresst.
„Wohin gehst du?"
„Ich treffe mich mit Jade keine Sorge, bevor es dunkel wird bin ich auch schon wieder da.", sagte ich während ich mir meine dünne Jacke drüber anzog. Ich hörte ihn noch kurz aufseufzen, woraufhin ich mich kurz zu ihm rübersah und erkannte, dass er seine Augen kurz zugeschlossen hatte.
„In Ordnung, aber ich werde dich dann abholen. Ruf mich einfach an. Meine Nummer hast du ja schon.", und hiermit ging er auch schon wieder die Treppen hoch zu seinem Bürozimmer.
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𝐷𝑒𝑟 𝑏𝑒𝑠𝑡𝑒 𝐹𝑟𝑒𝑢𝑛𝑑 𝑚𝑒𝑖𝑛𝑒𝑠 𝑉𝑎𝑡𝑒𝑟𝑠
Romans„Was soll das? Du bist nicht mein Vater, also lass mich doch einfach in Ruhe!", meinte ich zu diesem gut aussehenden Tyrannen, auch als besten Freund meines Vaters bekannt. „Nein, du wirst dort nicht hingehen!", befahl er mir mit einem strengen Ton...
