Rachel
Ungeduldig schaute ich im Fahrstuhl, wie die Zahlen immer höher wurden und ich dabei immer mehr und mehr nervöser wurde. Was geschah nur aus meiner Wut am Morgen oder aus meine guten Laune danach...
Als meine Ohren auch den Klang des Fahrstuhls hörten, um zu signalisieren, dass es endlich den Stockwerk auch erreicht hatte, ging ich zügig voran. Ich suchte nach seiner Sekretärin, soweit ich weiß müsste sie sich immer vor seinem Büro befinden, weshalb ich ja auch weiterging, als ich sie allerdings sah weiteten sich meine Augen.
Denn die Frau, die seine Sekretärin nun war, ist nämlich die Frau, die letztens ihm einen Blowjob gab. Leicht angewidert und wütend sah ich zu ihr rüber und checkte sie diesmal genau ab. Seit wann ist Brian so unprofessionell, als hätte er nicht die Qual der Wahl bei den Frauen. Sie war eine sehr hübsche Frau, dass konnte man deutlich sehen. Ich schätze sie ist Mitte 20 und trug meiner Meinung nach sich zu freizügig für die Arbeit an, was bestimmt auch mit beabsichtigt war. Dennoch versuchte ich aus irgendeinem Grund meine jetzige Verwunderung zu ignorieren und setzte ein Lächeln auf.
„Entschuldigung? Befindet sich Brian gerade in seinem Büro?", fragte ich noch höflich.
„Und du bist?", gab sie mir mit einem brenzligen Ton als Antwort, woraufhin meine Augenbrauen sich verblüfft nach oben gezogen haben.
„Rachel...Rachel Broun, die Tochter von Thomas Broun, einer der Geschäftsführer hier, der sonst immer einen Stockwerk über uns die Firma leitet, um genau zu sein. Jedoch hätten Sie sich darüber schon längst informiert haben müssen, ebenfalls wie die Kleiderordnung in einem geschäftlichen Umfeld auszusehen hat. Also hoffe ich, dass Ihnen diese Art von Fehlern nicht wiederholen, da sie Ihre eigene Karriere im Spiel setzen würden. Als eine Assistentin, die anscheinend nichts über diese Firma zu wissen tut und sich nicht an die Kleiderordnung hält.", sagte ich hiernach mit einem leicht bedrohlichen Ton. Nach dieser Antwort schien sie eindeutig geschockt zu sein und setzte gleich eines ihrer gefälschten Lächeln auf.
„E-Es tut mir aufrichtig leid, Miss Broun. Mr. Davis befindet sich momentan in seinem Büro. Ich begleite Ihnen zu ihm.", daraufhin stand sie auf und ging vor mir zu seinem Büro.
Der Gedanke daran, dass diese Frau ihm so nahe steht irritiert mich ein wenig. Allerdings konnte ich es mir nicht selbst erklären, weshalb es mich so sehr störte. Ich meine Grundsätzlich sollte mir sein Privatleben egal sein, da ich genug mit meiner zu tun habe.
Bevor wir seinen Büro betraten kam wieder meine Nervosität von vorhin hoch. Dieser Kuss an meiner Hand hatte mich schon den ganzen Tag aus der Verfassung gebracht und jetzt kommt auch diese Frau mir entgegen. Es wäre eine Erleichterung für mich, wenn er es einfach nie getan hätte. Als wir nun vor der Tür standen, blieb sie aus irgendeinem Grund stehen. Nachdem ich nun auch erfahren hatte weshalb, konnte ich selbst nicht mehr meine Augen glauben. Sie hatte ihren Oberteil weiter nach unten geschoben, damit man ihren Ausschnitt noch mehr zur Geltung bringen konnte.
Kopfschüttelnd betrat ich nun sein Büro, als seine Sekretärin auch mal auf die Idee kam die Tür zu öffnen.
„Brian, Miss Broun ist hier.", sagte sie mit einer viel zu hohen Stimme, jedoch schenkte er ihr keinerlei Aufmerksamkeit, geschweige denn welche an ihren Brüsten. Nein, die richtete er eher zu...mir?
Anscheinend stehen sich die Zwei doch sehr nahen, da sie ihn mit dem Vornamen angesprochen hatte. Üblicherweise hielt er nie lange mit einer Frau Kontakt auf, mit der er nur seinen Spaß hatte. Vielleicht hegt er Gefühle für sie? Oder mindestens ein Hauchen von Interesse? Vielleicht verstand er, dass er mit seinem Alter nicht mehr so weiter machen kann. Aber wenn das etwas ernstes ist, würde ich endlich mit meinem Vater somit unsere Abendessen ohne ihn führen können.
Und mal wieder schüttelte ich meinen Kopf bei meinen Gedanken. Schließlich hatte mir sein Beziehungsleben auch nichts zu kümmern.
Er hatte mich nicht zu interessieren!
„Ja, Lia und nun lass uns alleine.", befahl er ihr mit einer tieferer Stimme als sonst, ohne sie dabei anzusehen. Weshalb sie auch den Raum verließ, trotzt ihrer misslungenen kleinen Missions mit dem Ausschnitt, des nun ihren enttäuschenden Blick auch erklärte. Daraufhin musste ich jedoch nur leicht schmunzeln.
Nachdem man die Tür auch schließen hörte, wurde es sehr still zwischen uns, wie heute Morgen auch. Mit einem Nicken wies er mir an mich auf eines der Stühlen zu setzen, was ich letzten Endes dann tat. Dennoch war diese Stille, die einfach nicht verschwand. Diese Stille, die nicht mit den Anderen zu vergleichen war. Die mich dazu ordnete, dank seiner Dominanz, nicht auf seine Augen zu schauen, sondern eher auf den Boden. Aber auch diese eine Stille, die meinen Blick sogar zu seinem breit-gebautem Körper erlauben ließ. Jedoch traute sich niemand von uns diese furchtbare und doch so beruhigende Stille zu brechen.
Selbst sein Büro verdeutlichte genauestens sein Geschmack, indem es seine Dominanz noch mehr zur Geltung strahlte.
„Wie war dein Schultag heute, Kleines?", fragte er mit einer bestimmenden Stimme.
Kurz irritiert blickte ich zu ihm rüber, da sich seine Hände schon zu Fäusten gebildet hatten.
Habe ich etwas falsch gemacht?
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𝐷𝑒𝑟 𝑏𝑒𝑠𝑡𝑒 𝐹𝑟𝑒𝑢𝑛𝑑 𝑚𝑒𝑖𝑛𝑒𝑠 𝑉𝑎𝑡𝑒𝑟𝑠
Roman d'amour„Was soll das? Du bist nicht mein Vater, also lass mich doch einfach in Ruhe!", meinte ich zu diesem gut aussehenden Tyrannen, auch als besten Freund meines Vaters bekannt. „Nein, du wirst dort nicht hingehen!", befahl er mir mit einem strengen Ton...
