Ich lief gerade aus dem Schultor und hielt nach Flair Ausschau, als mich jemand von hinten antippte. "Ich kenne ein Café drei Straßen von hier. Da können wir hingehen." Und damit zog mich Flair an meiner Hand mit sich mit. Wir unterhielten uns ein wenig über unsere Lehrer bis wir beim Café waren. Dort setzten wir uns in eine Couchecke.
Wir fingen gerade an zu lernen als plötzlich George vor uns stand. "Wollt ihr etwas bestellen?" fragte er. "Ja, einen Kaffee mit viel Milch und ein Stück Sahnetorte bitte." sagte Flair. "Für mich dasselbe." sagte ich als George mich ansah. Er schrieb es auf und ging zurück zum Tresen. Von dort aus Grinste er mich an. Ich zwinkerte ihm zu und sah zurück zu Flair.
Beim lernen flirtete ich ab und zu mal mit ihr. Und als sie Sahne von ihrer Torte an ihrem Mundwinkel hatte, ergriff ich sofort die Situation. "Du hast dort etwas Sahne." sagte ich sanft und lehnte mich zu ihr vor. Ich legte meine Hand an ihre Wange und strich ihr die Sahne mit meinem Daumen von den Lippen. Sie schaute mir tief in die Augen, ihre funkelten förmlich. Sie lehnte sich nach vorne und unsere Gesichter waren nur noch ein paar Zentimeter voneinander entfernt. Ich machte den letzten Schritt und küsste sie sanft. Sie erwiderte den Kuss. Als wir uns nach ein paar Sekunden trennten sah ich wie rot sie war.
Danach lernten wir zu ende als wäre nichts gewesen und verließen das Café nach zwei Stunden. Ich brachte sie noch nachhause und bedankte mich für die Nachhilfe. "Brauchtest du überhaupt Hilfe oder war das nur ein Vorwand?" fragte sie und lachte. "Wer weiß, wer weiß." sagte ich ,gab ihr einen Kuss auf die Wange und ging nachhause.
Insgesamt war das für mich ein sehr erfolgreicher Tag. Nicht nur weil ich sie geküsst habe, auch weil ich tatsächlich ein Bisschen mehr Englisch gelernt hatte, obwohl ich dachte, dass ich alles könnte. Im Test hatte ich am Ende sogar ein A und das nur ihr zu verdanken.
Am nächsten Tag hatte ich Mathe in der ersten Stunde und passte wie immer nicht auf. Mathe war einfach nicht mein Ding. Und wie immer hatte ich das größte Glück auf Erden als mich Mr Peterson nach vorne rief. Eine weitere mündliche Abfrage.
Und eine weitere schlechte Note.
Ich verkackte wie immer und setzte mich wieder hin. Als es abklingelte war ich froh, dass ich endlich verschwinden könnte, doch genau als ich den Raum verlassen wollte bat mich Mr. Peterson zu ihm.
"Clay, ich hab bemerkt, dass du Probleme bei Mathe hast. Ich habe einen Blick auf deine Noten geworfen und du wirst dieses Jahr wenn es so weiter geht und es nicht besser wird nicht bestehen." Ich war darüber nicht wirklich überrascht, letztes Jahr war es schon sehr knapp. "George könntest du kurz her kommen?" Als ich sah wie George, der George, zu uns kam rutschte mir mein Herz in die Hose. Er war die ganze Zeit über in meinem Mathekurs und ich hatte ihn kein einziges Mal bemerkt. Deswegen hatte er mich im Café auch so komisch angeschaut, als ich ihn gefragte hatte ob er an meiner Schule sei.
Mr. Peterson holte mich aber wieder aus meinen Gedanken. "Hättest du etwas dagegen Clay etwas in Mathe auszuhelfen. Du bist der beste Schüler in diesem Kurs deswegen dachte ich, das wär vielleicht keine schlechte Idee." George sah mich kurz an und sagte dann: "Ja, kann ich machen." Mr. Peterson bedankte sich bei ihm und damit verließ George den Raum. "Ich bin mir sicher ihr werdet euch gut verstehen Clay, keine Sorge!" Ich hatte im Großen und Ganzen keine Wahl, also nahm ich es einfach hin.
Ich nahm meinen Ranzen und rannte schnell aus dem Raum, in der Hoffnung George noch zu finden und mich zu entschuldigen.
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Peinlich sowas...
(642 Wörter)
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Sechseinhalb ~DreamNotFound
FanfictionEin Ball, Sechseinhalb Möglichkeiten. Wie wird sich Clay entscheiden? Bei der verzweifelten Suche nach einem Date verdreht ihm ein Junge namens George den Kopf und vieles geht drunter und drüber. George entfernt sich, wegen eines Outings und es zer...
