Ich stand im Bad und gelte meine Haare fertig. Nach guten 5 Minuten war ich endlich zufrieden mit meinen Haaren und machte mich auf den Weg nach unten. Ich blickte noch ein letztes Mal in den Spiegel.
Mein schwarzer Anzug ließ meine grünen Augen perfekt zum Vorschein kommen.
Ich schnappte mir die Schlüssel und verließ das Haus. Somit bestieg ich mein Motorrad und fuhr zu George. Er lebte immer noch bei seiner Oma. Mittlerweise wusste ich den Weg auswendig. Nach kurzer Zeit stand ich dann vor seiner Haustür. Ich schnappte mir also die Blumen aus meinem Beutel und klingelte.
Als die Tür von seiner Mutter geöffnet wurde begrüßte ich sie mit einer Umarmung. "Hallo, Clay! Aufgeregt?", fragte sie mich. "Und wie!", antwortete ich mit hochgezogenen Augenbrauen.
Mein Blick änderte sich jedoch drastisch, als ich Schritte hörte. Ich sah zur Seite und erblickte George, wie er den Flur entlang lief.
Er sah so unglaublich gut aus. Er trug einen dunkelblauen Anzug und seine Haare lagen perfekt. Doch das schönste an allem war definitiv sein Lächeln. Ich würde dafür bezahlen es jeden Tag sehen zu können.
Er stand plötzlich vor mir. Während ich zu ihm herunter sah fühlte ich ein Kribbeln in meinem Bauch. Vielleicht war es die Aufregung, doch es fühlte sich anders an. Besser. Ich spürte wie mir die Hitze in die Wangen stieg und sich Schweiß auf meiner Stirn bildete.
Ich schnappte wieder zurück in die Realität und hielt ihm die Blumen an die Brust. Er nahm sie ruhig an. Wie konnte er so ruhig bleiben? Allein schon, dass wir gleich in dieses Höllenhaus voll mit homophoben Schülern gehen müssen ist Grund genug für Aufregung und Nervosität.
"Du siehst unglaublich aus George", stotterte ich vor mich hin. "Du auch Clay sagte er und nahm meine Hand. Wir drehten uns um, um aus der Tür zu gehen, doch Georges Oma hielt uns auf.
"Ihr wollt doch etwa nicht gehen, ohne Bilder gemacht zu haben?", sagte sie und drängte uns gleichzeitig ins Wohnzimmer. "Oma!", sagte George beschämt, was mich zum Lachen brachte.
Sie versuchte ein paar Bilder zu machen, doch bekam es nicht hin. Nach ein paar Minuten half ihr dann schließlich Georges Mutter.
Nach 15 min schafften wir es dann auch endlich aus dem Haus. Wir fuhren also los und kamen 30 Minuten zu spät an der Schule an. Das heiß, dass schon alle vor Ort waren und uns anstarren würden.
"Bist du bereit?", fragte ich George, welcher etwas besorgt aussah.
"Ich habe mich bereits geoutet. Bist du bereit ist die Frage", sagte er und sah mir in die Augen.
"Ich werde es überleben, solange ich bei dir bin bekomme ich das hin" George stellte sich auf seine Zehenspitzen und drückte mir noch einen letzten Kuss auf die Lippen bevor wir das Gebäude betraten.
In den Fluren war soweit niemand. Als wir die Turnhalle erreichten sahen wir uns ein letztes Mal an, atmeten tief durch, fassten uns an der Hand und öffneten die Tür.
Bunte Lichter blendeten mich und laute Musik dröhnte in meine Ohren.
Wir gingen in die Halle und sahen uns um. Es war ein standard Ball, so wie immer. Punch, bunte Lichter, die gleiche Playlist wie immer, ein unterbezahlter DJ und viele Teenager, welche unglaublich doll schwitzen durch die stickige Luft.
Ich bin ganz ehrlich, ich verstehe echt nicht was alle so an Bällen haben.
Die Tür knallte hinter uns zu, was viel Aufmerksamkeit auf uns zog. Viele sahen uns verblüfft an. Ein paar Lehrer starrten uns ebenfalls an. Der Einzige der uns einen supportenden Blick schenkte war unser Mathe Lehrer Mr. Peterson. Er lächelte uns an und gab uns zwei Daumen nach oben. Ich konnte sehen wie sehr das George zu helfen schien und mir tat es um ehrlich zu sein auch nicht schlecht.
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Sechseinhalb ~DreamNotFound
Fiksi PenggemarEin Ball, Sechseinhalb Möglichkeiten. Wie wird sich Clay entscheiden? Bei der verzweifelten Suche nach einem Date verdreht ihm ein Junge namens George den Kopf und vieles geht drunter und drüber. George entfernt sich, wegen eines Outings und es zer...
