Nervös spielte O.A. mit dem braunen Haargummi an seinem Handgelenk. Der Comander hatte nach ihm verlangt. Er hatte kaum geschlafen und die Gedanken daran, möglicherweise noch länger von Zuhause weg bleiben zu müssen machten ihn fast verrückt.
"Hey Kumpel, alles klar?", kam Dean, ebenfalls ein Soldat der US-Army, auf ihn zu. "Hm", brummte O.A. und drehte den Haargummi auf seinem Zeigefinger. Dean konnte nicht anders als zu grinsen. "Vermisst du sie?" "Wen sie? Ich hab mich kurz hiervor von meiner Freundin getrennt falls du das meinst." Genannter schüttelte den Kopf und deutete auf den Haargummi. "Ich glaub kaum, dass der dir gehört. Muss was Inniges sein, wenn sie dir ihren Haargummi gibt." O.A. lachte. "Tja, da muss ich dich wohl enttäuschen, denn in dem Fall ist sie meine beste Freundin, Kollegin und Lebensversicherung, aber ganz bestimmt nicht meine Lebensgefährtin." Dean zog die Augenbrauen hoch und deutete auf den Haargummi. "Den hab ich ihr geklaut. Sie legt ihn nach einem langen Arbeitstag immer neben ihre Tastatur und hat Mal vergessen ihn wieder mit zu nehmen. Aber warte...", O.A. griff in seine Hosentasche und holte einen Schlüsselanhänger mit einem kleinen Stoffelefanten herauß., "Der ist von ihr. Also offiziel. Hat sie mir geschenkt, bevor ich gehen musste. Er passt auf mich auf und bringt mich sicher nachhause, hat sie gesagt." Dean nickte mit einem verständnissvollen Lächeln. "Pass auf sie auf. Du musst ihr wirklich wichtig sein. So jemanden findet man nicht alle Tage."
Damit ging er vorbei. O.A. sah ihm nachdenklich nach. So hatte er noch nie über Maggie nach gedacht. Er hatte nie überlegt, dass sie ja irgendwann nicht mehr da sein könnte...
Ein Kribbeln fuhr durch seine Fingerspitzen als er die Tasche schloss. Er würde nachhause gehen. Und das jetzt schon! Seine Familie wusste es. Auch seine Kollegen und Isobel wussten bescheid. Nur eine Person wusste es nicht. Und das würde sich auch nicht ändern.
~*~
Die Klimaanlage gab ein nerviges Summgeräusch von sich, das Maggie Bell jedoch gar nicht richtig wahr nahm. Den Kopf hatte sie auf ihren Schreibtisch gelegt und ihre Augen beobachteten gelangweilt, wie auf dem Munitor immer wieder der Buchstabe 'L' erschien. Wieso es genau dieser Buchstabe war? Das wusste sie selbst nicht. Es war nur zu einer Art Hobby von ihr geworden, während der Arbeit unmengen des gleichen Buchstabens auf leere Seiten zu tippen.
"Okay Maggie, wie weit bist du mit deinem-" Jack brach ab als er sah, dass Maggie noch nicht einmal angefangen hatte. "IIIIIIIcccchhhhh...... frag dich in zwei Tagen noch mal." Damit drehte er sich wieder zu seinem Munitor. Maggie schielte ihm kurz nach, wandte sich dann jedoch wieder ihrer L-Reihe zu. Vielleicht würde Isobel es so ja auch als Bericht akzeptieren. Ein Bericht in L-Sprache.
Wenigstens hatte sie jetzt eine neue Sprache erfunden und musste sich nicht mehr ganz so unproduktiv fühlen.
"Hey Mags, willst du mit uns Mittagessen?", fragte Tiffany. Maggie seufzte. "Wieso eigentlich nicht?" "Ich komm auch mit, wenn das okay ist." Erhob sich ihr Ersatz-Partner. Scola und Tiffany warfen sich kurz unbegeisterte Blicke zu. "Ja klar." In Gedanken hätte Maggie einen Rückzieher gemacht, doch sie wollte Tiff und Scola nicht enttäuschen.
"Wie wäre es mit Chinesischem Essen?", fragte Scola, als sie unten aus dem Aufzug stiegen. "Mh. Ich hab mehr Lust auf Sandwiches", entgegnete Tiff. Maggie schenkte der Konversation nicht wirklich Aufmerksamkeit. Es erinnerte sie zu sehr an die Zeit, als sie sich noch mit ihrem Partner über das Mittagessen gestritten hatte.
Bis sie plötzlich in Scola rein lief. "Hey, was zum...?" Sie erstarrte als ihre Augen auf zwei kastanienbraune trafen, die sie zehn Monate lang nicht gesehen hatte. "O.A....", hauchte sie. Dann stürmte sie auf ihn zu und befand sich ein paar Sekunden später in seinen Armen.
"Hey", flüsterte er und drückte sie ganz fest. Maggie schluchzte und drückte ihr Gesicht fest in seine Schulter. "Ich hab dich so vermisst." Er strich ihr immer wieder durch die Haare und konnte nicht anders als über ihre Reaktion zu schmunzeln. Sie kam ihm vor wie eine verängstigte Fünf-Jährige, die Schutz in seinen Armen suchte. Maggie versuchte sich noch enger an O.A. ran zu drücken, was ihn nur zum Lachen brachte, da das gar nicht möglich war.
"Ich hab dich auch vermisst", flüsterte er und versuchte sich von Maggie zu lösen, um sie endlich sehen zu können, diese drückte sich jedoch erneut ganz fest an ihn um grummelte empört. "Hm!"
Er musste Lachen und streichelte ihren Hinterkopf sanft. "Shhh. Ist schon gut. Ich möchte aber gerne deine Augen wieder sehen", murmelte er.
Sie löste sich also wieder und strich sich die Tränen weg. Und da war sie. Die schönste Frau die er je gesehen hatte. Er legte ihr eine Hand an die Wange und strich darüber. "Du bist noch viel schöner als ich dich in Erinnerung hatte." In Maggies Bauch begann sich in dem Moment ein Schwarm von Schmetterlingen zu drehen. Er hatte sie schön genannt...er hatte sie wirklich als schön bezeichnet, und das obwohl sie komplett verweint, splitterdünn und übermüdet war. Sie hatte in den letzten Wochen weder richtig essen noch schlafen können.
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FBI-Oneshots
FanfictionIch habe zu viele davon in meinen Entwürfen, deshalb kriegen die jetzt ihre Chance veröffentlicht zu werden 🤝 In diesen Oneshots geht es eher weniger um spannende Kriminalfälle, als um den Zusammenhalt und die gesamte Beziehung des Teams, wer also...
