So schön es sich auch anhörte, dass Frank Sutton seinem 'Helfer in der Not' bei der Softwarefortentwicklung, Mark Monroe, beste und ruhige Arbeitsbedingungen zusichert- Herr Monroe hatte seinerseits diese Zusicherung im Gegenzug nicht gemacht.
Dies mussten Familie Singh und auch Frank zu ihrem Leidwesen zu bester und finsterster Nachtstunde erleben: „Marilyn" ließ es ordentlich krachen.
Allerdings ungewollt- dies sei zu seiner Entschuldigung gesagt.
Und es wurde teuer.
Mark Monroe war vom „Coin Dreamer" besessen- anders konnte man es nicht ausdrücken. Der Programmierer spielte bis tief in die Nacht einige von Frank Sutton vorprogrammierte Demo- Sequenzen für die Neuversion durch.
Mit einem der neuen Prototypen des „Coin Dreamer- Sensibility"- Ganzkörperanzuges am Körper und der dazugehörigen aufgesetzten VR- Brille hatte er in Franks Labor ein Chaos angerichtet. Ungewollt- aber es war aus Franks Sicht eine Katastrophe.
Was war geschehen?
Der neue „Coin Dreamer- Sensibility"- Ganzkörperanzug ermöglicht es dem Gamer nicht nur Emotionen auf der Haut – ähnlich dem Handschuh der Vorgängerversionen- zu imitieren, er soll auch neue Funktionsmöglichkeiten im Spiel „Coin Dreamer" eröffnen.
Um dies umsetzen zu können, hatte Frank eine von ihm als „Flex- Plattform" benannte Bewegungseinheit entwickeln lassen.
Eine „Flex- Plattform" ist im Grunde genommen nichts anderes, als ein quadratisch gestaltetes Laufband. Allerdings ein Laufband, dass sich an die Bewegungsabsichten des Spielers anpasst. Durch diese Plattform wird es dem Spieler gestattet, sich in alle 360- Grad zu bewegen. Die hinterlegte Softwareeinheit steuert eine Vielzahl von Rollen unterhalb der Lauf- Bewegungs- Fläche, die sodann diese Fläche in die Richtung ausrichtet und bewegt, in welche sich der Spieler innerhalb der „Coin- Dreamer"- Software zu bewegen wünscht.
Ein genialer technischer Geniestreich, welcher allerdings nur in flüssiger Kombination aller Komponenten von Frank vor seinem Koma mehrere Male- und mit gebotener Vorsicht- getestet wurde. Diese Neuheit würde längere Wege und Aktionen in einem größer ausgedehnten Spielradius der virtuellen Welt erlauben. Legt man also in der Spielwelt durch einen Spaziergang eine lange Distanz zurück- so bewegt man sich in der realen Welt nur auf dieser „Flex- Plattform", welche die Intentionen des Spielers in Sensorimpulse an die Rollen unterhalb der Plattform durch die Software blitzschnell anpasst.
Hierdurch bewegt sich der Spieler nur im vier- mal- vier Meter eingegrenzten Aktionskreis der neuen „Flex- Plattform"- hat aber im Spiel die Empfindung vermittelt erhalten, einen langen Spaziergang erlebt zu haben oder eine lange Distanz zurück zu legen.
Eine dieser neuen Flex- Plattformen war in Franks Labor im Nebengebäude des Corbanian- Anwesen in den Boden verbaut worden.
Frank hätte Mark „Marilyn" wohl vielleicht erst einmal selbst diese Neuheit vorgestellt- jetzt war es dafür zu spät- insbesondere hätte Frank dann auch betonen müssen, dass die sehr sensibel abgestimmte Testversion der im Labor verbauten „Flex- Plattform" bislang noch keinem Jogging- Test ausgesetzt war.
„Marilyn" hatte also- ohne es zu ahnen- zumindest hier den Schwachpunkt gefunden.
Sein Joggen hatte zur Folge, dass durch die wiederkehrenden Erschütterungen des Joggens, dass noch in Erprobung befindliche Rollensystem die aus Technikersicht unflüssigen Freibewegungen nicht mehr zeitnah über die Software verarbeitete. Mehrfache Freibewegungen wurden als Nicht- Bewegen registriert und durch ein Stocken der Rollen- wie bei Stillstand an einem Ort- verarbeitet.
Das mehrfache Stocken allerdings hatte Mark Monroe als Fehler der Software zwar erkannt, jedoch dies nicht mit der Ursache Freibewegung in Verbindung gebracht. Darum hatte er wieder und wieder durch Joggen Erschütterungen produziert, die durch Stopp- Bewegungseffekt der „Flex Plattform" quittiert wurden.
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Coin Dreamer
Science FictionIn einer noblen Privatklinik erwacht ein Mann aus einem Komazustand. Obgleich sich der Patient verständigen kann und alles wahrnimmt, scheint seine Erinnerung vollkommen ausgelöscht. Doch es sind diese entfallenen Erinnerungen, welche für Scotland Y...
