Kapitel 17: „Halte dich von y/n fern!"

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...geht's weiter mit dem Unterricht," Papa schaute uns leicht ernst an.

Erst dachte ich mir nichts dabei, vielleicht muss er einfach was Wichtiges erledigen.
Aber es war schon merkwürdig, fast noch nie durften wir bis um 12 machen was wir wollten, um die Zeit hatten wir immer Unterricht.

Ich ging den hell belichteten Gang auf und ab in Gedanken versunken:

„Ich muss fliehen, sonst tötet 002 mich, aber ich soll doch erst warten, bis Peter mir Bescheid gibt, wann der beste Zeitpunkt dazu ist.
Alleine wollte ich es auf gar keinen Fall versuchen, denn ich wusste, dass es unmöglich ist."

Plötzlich wurden meine Gedanken unterbrochen, ich hörte Papa laut reden:
„Halte dich von 009 fern, wenn du dies aber nicht tust, oder du ihr irgendetwas erzählst, dann werde ich nicht zögern dich zu töten!
Im Regenbogenzimmer kannst du mit 009 ganz normal spielen, dass den anderen Kindern nichts auffällt, aber sonst unterlässt du das, habe ich mich klar ausgedrückt?!"

Mehr konnte ich leider nicht verstehen.
„Werde ich doch für immer hier bleiben müssen? Wenn Papa ihn tötet...nein, das durfte nicht geschehen, niemals!
Wie soll ich jemals wieder mit ihm reden können? Also unbeobachtet meine ich... Warum läuft zur Zeit so viel schief?"

Ich blieb nach ein bisschen stehen, aber konnte nichts mehr von ihrem Gespräch mitbekommen.

Nun kam Papa auch schon heraus, hinter ihm Peter.
Peter so wie es schien, hatte keine Angst, er machte vor allem keinen angsterfüllten Eindruck.
Vielleicht hatte er schon einen Fluchtplan, das hoffte ich zumindest.

Papa sah wütend aus, hoffentlich ahnte er nichts von unserem vermeintlichen Ausbruch.

Schnell versteckte ich mich hinter einer Mauer, sodass keiner wusste, dass ich einen Teil des Gespräches mitgehört habe.

Wenig später, als sie außer Reichweite waren, schlich ich mich in mein Zimmer und blieb dort bis um 12 Uhr.

Es war schon ein wenig langweilig hier, ich hatte auch keine Freunde zum Spielen oder zum Unterhalten, sondern musste aufpassen, dass ich nicht getötet werde.
Gut, dass 002 noch auf der Krankenstation ist!

Um genau 12 Uhr kam Papa zu uns.
Er wählte aber nur ungefähr die Hälfte von uns aus, die mit ihm kommen sollten, um unterrichtet zu werden.

Mich forderte er zum Glück nicht auf, ich hatte sowieso was Wichtigeres vor...

Peter Ballard-Stranger ThingsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt