22. Kapitel - Jasper

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Eine Weile lang laufe ich einfach nur rum, genieße meine Freiheit, schaue mich um. Das meiste kenne ich ja, ich habe schließlich lange hier gejagt gelebt und Krieg geführt. Ein bisschen nervös werde ich als ich das erste Mal die Grenze passiere und mich nicht mehr auskenne. Das ist lange nicht mehr vorgekommen. Ich bin jedoch mehr froh als verängstigt, dass ich endlich mal etwas neues sehe. Raus aus dem Umfeld, was ich zu hassen aber auch zu lieben gelernt habe. Und so drehe ich mich ein letztes mal um und winke meinem alten "Leben" mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Ich renne weiter und komme in eine Gegend, die nicht grade kühl aber auch nicht gerade wüste ist. Ich fange an, durch dichte Wälder zu laufen und andere Tiere und Menschen zu sehen. Ich bin nur nachts unterwegs, teils aus Gewohnheit, teils aus Angst entdeckt zu werden.
Ich habe gerade gegessen, als mir ein junges Paar (anscheinend auf Nachtwanderung - hoffentlich, alles andere zu beobachten wäre unangemessen- ) begegnet schnappe ich nach Luft. Ich kenne sie. Und jetzt wo ich sie sehe erkenne ich auch ihre Stimme und diese ganz spezielle Farbe die beide haben. Ich laufe weiter zu ihnen und stelle mich direkt ihnen in den weg. Das Mädchen schreit auf und fällt mir nach einer kurzen schrecksekunde in die arme. Der junge steht etwas peinlich berührt daneben, bis sie mich loslässt und ich ihn herzlich umarme. Er lächelt. "Hey Alter Freund, lang nicht gesehen. Endlich frei?"

"Ja, ich bin frei. Schön dich zu sehen Peter."

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Kleiner Lückenfüller, weil mir auf der Busfahrt nach Hause langweilig war. Wollt ihr eigentlich auch mal ein Kapitel aus einer anderen Sicht haben? Schreibt Vorschläge in die Kommentare und ich gucke was sich machen lässt.

xx

Liebe hat eine schöne Farbe - Die Alisper-geschichteWo Geschichten leben. Entdecke jetzt