18. Chapter

167 7 0
                                        

Ein Klopfen erweckt mich aus meinen Tiefen Schlaf.

,,Mrs. Santíago? Ich sollte sie zum Essen rufen."

Ich höre wie sich ihre Schritte immer weiter entfernen ,bis sie an das nächste Zimmer Klopfen.

Ich strecke mich, während jeder einzelne Knochen meines Rückens knackt.

Im Bad richte ich noch einmal meine Haare und lasse Wasser über mein Gesicht laufen ,bevor ich mit einem erzwingten Lächeln die Küche betrete.

Alle sitzen schon an dem großen Tisch und Mustern mich.
Ich nicke Ihnen als begrüßen zu, ehe ich mich setze.

,,Ich wollte euch noch bescheid sagen ,dass morgen eine Geschäftspartnerin von mir kommt. Sie ist auch eine gute Freundin von mir und wir haben geschäftliches zu besprechen. Außerdem kann es sein, dass sie ihren Sohn mit bringt. Er ist so alt wie du Aiden."

,,Wir können ja schlecht Nein sagen. Es ist dein Haus." ,antwortet Aiden ,wobei Dad ihn anlächelt.

,,Mir war es einfach wichtig, dass ihr es wisst. Damit ihr darauf vorbereitet seid ,denn ich wusste nicht ob ihr schon bereit seid unter fremden zu treten."

Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Es erwärmt mein Herz zu wissen, wie er sich Sorgen um uns macht.

,,Dad, es ist dein Haus. Lade ein wen du willst."
Ich lächle ich warmherzig an.

Nach dem Essen mache ich mich auf den Weg, um mich in mein Zimmer zu verkriechen.
Jedoch fällt mir dabei etwas auf.
Vom Flur aus, führt eine kleine Treppe nach unten.

Die hat uns Dad nicht gezeigt. Da bin ich mir sicher.

Auch wenn ich nur mit einem halben Ohr zugehört habe und halb am einschlafen war ,bin ich ganz sicher nie hier herunter gegangen zu sein.

Und so neugierig wie ich nun mal bin, führen mich meine Beine Richtung Treppe.

Ich schaue in die Dunkelheit hinein und erkenne die Umrisse einer Großen Tür.

Was sich wohl dahinter befindet?

Langsam schleiche ich auf die Tür zu bis ich plötzlich ein lautes räuspern hinter mir höre. Vor schreck fahre ich um mich und sehe Dad vor mir stehen.

,,Allison." ,sagt er einwenig streng und kommt lächelnd auf mich zu.

,,Es hat schon einen Sinn ,wieso ich euch den Raum nicht gezeigt habe. Ihr dürft euch überall aufhalten aber dieser Raum ist tabu." ,erklärt Dad und starrt mich an.

Ich schaue ertappt zu Boden und Nicke schließlich.
,,Es tut mir leid."

Aber meine Neugier steigt mit jeder Sekunde nur mehr.

Was verheimlicht er uns?

,,ist schon gut. Geh jetzt in dein Zimmer. Du musst dich ausruhen."

Er lächelt mich an und legt seine Hand sanft an meinen unteren Rücken ,um mich die Treppe hinauf zu führen.

Ich spüre wie die Müdigkeit von den letzten Tagen mich überrumpelt und meine Augen schwer werden.
Also mache ich mich fertig und lege mich in mein warmes Bett.

Doch egal wie müde ich bin ,meine Gedanken halten mich von Schlaf ab. Sie wirbeln in meinen Kopf umher ,wie ein Sturm.

Was versteckt Dad vor uns?
Was ist ,wenn er uns alles nur Vormacht?

Ich will schlafen, wälze mich im Bett hin und her. Die Stunden vergehen und ich kriege kein Auge zu.

Schließlich stehe ich auf und schlendere den langen Flur entlang ,bis ich an das Gewünschte Zimmer ankomme.

Leise klopfe ich an der Tür, doch ich höre keinen Mucks auf der anderen Seite.

Ich klopfe etwas lauter und dann sehe ich, ein Licht unten aus der Tür , was den dunklen Flur beleuchten.
Kurze Zeit später, öffnet Aiden die Tür, während ihm ein Müdes Gähnen entkommt.

,,Hey." ,murmel ich leise und schaue Schuldbewusst zu Boden, da ich ihm aus seinen Schlaf geweckt habe.

,,Ist alles okay?" ,flüstert Aiden und musstert mich besorgt.

Ich weiß es selbst nicht.

,,Ja...Ich." ,mir entweicht ein tiefes seufzen.

,,Ich kann einfach nicht schlafen. Mir schweben zu viele Gedanken im Kopf herum."

Ich hebe mein Blick und starre in müde Augen.

Man, jetzt fühle ich mich richtig Mies. Ich sollte ihn lieber schlafen lassen. Es muss nicht immer nur um mich gehen.

,,Es tut mir leid, dass ich dich geweckt habe." ,entschuldige ich mich.
Aiden schenkt mir ein sanftes Lächeln.

,,Ist schon gut Allison. Du brauchst dich nicht dafür zu entschuldigen. Ich bin dein großer Bruder und meine Aufgabe ist es, mich um dich zu kümmern."

Jetzt bin ich die jenige, die lächelt.
Aiden bittet mich in sein Zimmer und wir setzen uns auf sein Bett.

,,Was für Gedanken bereiten dir den Sorgen?" ,fragt er nach einigen Minuten ,der Stille.

,,Ich weiß nicht wie ich es sagen soll. Ich habe einfach Angst."
Verwundert schaut mich Aiden an.

,,Wo vor?"

Ich seufze ,ehe ich ihm Antworte.

,,Was ist wenn Dad uns nur etwas vor macht? Wieso hat er uns erst verlassen und dann sorgt er für uns? Das ergibt für mich keinen Sinn."

Aidem rückt näher an mich und legt tröstent seine Hand auf meine Schulter.

,,Vielleicht gibt es für dich keinen Sinn. Aber Dad hatte sich schon etwas dabei gedacht. Du musst ihn einfach nur vertrauen. Und außerdem ist Dad auch nur ein Mensch. Und Menschen machen Fehler. Er dachte vielleicht, dass es zu diesem Zeitpunkt richtig war. Aber mit der Zeit hat er seinen Fehler eingesehen. Und er will ihn wieder gut machen, indem er für uns sorgt und ein richtiger Vater ist."

Aidens Worte beruhigen mich. Vielleicht hat er ja recht. Ich sollte mir nicht immer so viele Sorgen machen. Schließlich ist er unser Vater, nicht? Ich sollte ihm vertrauen egal was er tut.

,,Du hast recht. Ich sollte mir nicht darüber meinen Kopf zerbrechen."

,,Kommt her." ,sagt Aiden lächelnd und zeigt auf den Platz neben sich ,während er seine Arme in meine Richtung streckt.

Ich rücke an ihn und er zieht mich in eine Umarmung.












Broken hearts beginn to love Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt