30. Chapter

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Aiden's Pov:

Bockig und voller Sorge um Allison sitze ich mit Clarisse zusammen auf dem Sofa und warte bis Vater kommt.

Es liegt eine unangenehme Stille in der Luft, während vor uns  zwei Wachen stehen, die uns vor einen weiteren Fluchtversuch hindern.

Immer wieder fahre ich mir vor Nervosität durch meine bereits verzausten Haare.

Wo ist Allison?

Geht es ihr gut?

Was hat das alles auf sich?

Ich hab keine Ahnung, jedoch ist klar, dass hier etwas nicht stimmt.

Als ich Schritte höre springt mein Kopf in die Höhe, ebenso wie Clarisses und im nächstem Moment betritt mein Vater den Raum und zieht jegliche Aufmerksamkeit auf sich.

Er nickt den Wachen zur Begrüßung zu und weißt sie darauf hin, Clarisse mit zu nehmen.
Überraschender Weise kam sie ohne großes zögern mit.

Anschließend richtet er sich mir zu.
Sein Körper steht aufrecht vor mir und ist mit einem Maßgeschneiderten Anzug umhüllt, der sein Selbstbewusstsein und Ehrgeiz noch mehr zum Vorschein bringt.

An Hand seiner tiefen Furchen auf der Stirn, erkennt man, dass er auch nicht gerade in bester Laune ist.

Seine grünen Augen, in dennen eine gewisse strenge liegt, haften an mir, bis er kurz darauf zu sprechen beginnt.

,,Ich weiß nicht was Allison zu euch gesagt hat, aber ich kann euch versichern: ihr seid hier in besten Händen."

Vor Verwirrung ziehe ich meine Augenbrauen zusammen.

,,In besten Händen?" Frage ich spöttisch.
,,Wieso ist Allison dann abgehauen? Was verheimlichst du uns?"

Gestresst nimmt Vater einen tiefen Atemzug und kneift sich in den Nasenrücken, während er etwas auf spanisch murmelt.

,,Hör zu ich bitte euch nur um eine Sache, vertraut mir. Wenn Allison wieder da ist werde ich euch alles erzählen."
Versuchte er mich zu beruhigen, jedoch bewirkte es nur das Gegentei.
Anstatt, dass es mich beruhigt türmten sich nur noch weitere Fragen in meinem Kopf.

,,Was soll das heißen wenn sie wieder da ist? Wo. Ist. Meine. Schwester?" knurre ich gefährlich.

Er schaut mir wieder sicher in die Augen.

,,Ich weiß sie ist deine Schwester und du machst dir Sorgen, aber sie ist einfach nur verwirrt und durcheinander..."

,,Sind wir das nicht alle?" Murmel ich leise zu mir selbst.

,,Allison braucht einwenig Auszeit. Ich weiß nicht wie lange sie brauchen wird, aber sie wird sich die Zeit nehmen, die sie braucht. Alejandro hat sie gefunden."

Mein Kopf schellt aufmerksam in die Höhe.

,,Ihr geht es gut. Den Umständen entsprechend. Er hat mich angerufen und mir das alles erklärt. Allison wird solange bei ihm bleiben."

Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie macht mich das wütend.
Zuwissen, dass sie bei diesem Typen ist. Ich kann ihm einfach nicht vertrauen. Mir sind seine Blicke auf Allison nie entgangen und ich wünsche mir einfach nur das Beste für sie.

Als Vater keine Reaktion meinerseits bekommt, fügt er weiteres hinzu.

,,Ich weiß dir gefällt die Vorstellung nicht."

,,Das kannst du lauf sagen." brumme ich wütend.

,,Ich kenne Alejandro jetzt schon viele Jahre und ich kann erfahrungsgemäß sagen, dass man ihm vertrauen kann. Ich jedenfalls kann es. In all den Jahren hat er mich noch nie enttäuscht und stand auf meiner Seite. Er ist quasi wie meine rechte Hand."

Ich brummte daraufhin nur weiter.

,,Vertraue ihm. Und wenn nicht ihn, dann wenigstens auf deine Schwester. Sie schafft das und ist groß genug die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mach dir keine sorgen und leg dich noch einwenig hin, es war eine lange Nacht. "

,,Okay."

Er legt mir eine Hand auf meine Schulter und drückt leicht zu.

,,Gute nacht."
Er schenkt mit ein leichtes Lächeln was ich erwirdere und geht mit festen Schritten aus dem Raum.

Die Sonne geht zwar schon auf, aber ich lege mich trotzdem nochmal hin.
Bevor ich in mein Zimmer gehe, schaue ich bei Clarisse vorbei. Sie liegt auf ihrem Bett eingekuschelt mit ihrem Teddy und schläft wie ein Baby.

Allison's Pov:

Stumm sitzen wir im Auto, während ich die vorbeiziehenden Autos beobachte.
Diese erdrückende Stille ist kaum auszuhalten, weswegen ich das Radio anschalte.

Als wir in seiner Auffahrt parken fällt mir plötzlich etwas ein.

,,Was ist mit meinen Sachen? Sie sind noch alle bei meinem Dad."

,,Keine Sorge. Du kannst dich schonmal einleben und dich umsehen und ich kann deine Sachen hohlen."

Meine Augdn leuchten auf.
,,Wirklich? Das würdest du tuhen? Ist das echt okay für dich?"

,,Ja und nein es ist okay."

Er drückt mir seine Hausschlüssel in die Hand und fordert mich auf die wichtigen Dinge zu nennen, die ich brauche.

Ich bedanke mich ausführlich bei ihm und als ich aussteige beobachte ich stumm wie das Auto wendet und nur noch die Abgase übrig bleibt.

Ich drehe mich um und mache mich auf den Weg zur Haustür.
Von außen betrachtet wirkt das Haus wunderbar.
Es ist in einem einfachen und modernen Stil gehalten.

An den Büschen, die sich verteilt im vordergarten befinden erkennt man, dass ein Gärtner am Werk war.
Ebenso wie das Gras.
Es sieht alles so gepflegt und ordentlich aus.

Die Wände von Haus bestehen zum größten Teil aus Glas, wodurch mal einen Einblick ins Innere erhaschen kann.

Ich trette in das Haus ein und genau wie erwartet sieht hier alles ebenso modern aus und in hellen tönen gehalten.

Ich streiche über über die Möbelstücke und bestaune das ganze Haus von innen.
Dabei ist mir etwas aufgefallen.
Es ist alles so kalt und distanziert.
So gefühlslos.

Ich habe keinen einzigen persönlichen Gegenstand vorgefunden, was darauf hinweist wer hier zuhause ist.

Nichts.
Keine Bilder.
einfach nichts.

Irgendwie macht mich das traurig.
Hat das etwas auf sich?

Vielleicht sollte ich aufhören mir so viele Gedanken zu machen.

Ich höre Alejandro's Auto in der Auffahrt und bewege mich zur Tür um sie ihm zu öffnen.

Mit einem Lächeln nehme ich meine vollgepackte Tasche an.

,,Nochmal Danke." bedanke ich mich erneut.

,,Nicht der Rede wert."















Broken hearts beginn to love Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt