sloaneIch schwitzte am ganzen Körper.
Ich hielt Sophia an der einen Hand. Alegria war auf meinem Arm. Sie war fünf und deswegen definitiv nicht mehr leicht. Von der anderen Seite redete mich Ana aufgeregt voll- irgendwas dramatisches war in der Schule passiert.
Es war mein einziger freier Nachmittag in dieser Woche. Nachdem ich drei Stunden gelernt hatte, war mir klar gewesen, dass ich einfach Ablenkung brauchte, denn das was heute mit Harvey Bishop passiert war, hörte nicht auf mir im Kopf herumzugeistern. So schlug ich meinen Schwestern vor, mit ihnen in den Central Park zu gehen.
Wieso war mir nicht vorher bewusst gewesen, wie anstrengend das werden würde?
Es war ursprünglich geplant, dass Mom mitkommen sollte. Aber sie konnte nicht. Sie sprang spontan für eine Kollegin im Krankenhaus ein. So wie fast jeden Tag.
Die Luft in New York schien heute angeschwollen vor Hitze, Taxis und Autos hupten überall und aus jedem Laden strömten nicht nur köstliche Gerüche, sondern riesige Mengen an Menschen.
Alegria klammerte sich an meinem T- Shirt fest, als könnte jeden Moment etwas passieren. Ana wollte in alle möglichen Läden spazieren und Sophia wirkte ebenfalls eingeschüchtert. Seufzend strich ich mir das Haar zurück und steuerte einen kleinen Bagel Shop an, der nicht von Touristen überflutet war.
Nachdem wir diesen mit einem Karton verließen, den Sophia stolz trug, ging es auf direktem Weg zum Park weiter. Ich riskierte keine Umwege oder sonstige Stopps. Langsam tat mein Rücken weh.
Als die riesigen grünen Bäume und das Lachen von Menschen, ebenso wie die Aussicht auf Schatten näher kamen, entspannte ich mich.
Wir breiteten alle gemeinsam die Picknickdecke aus und als wir alle saßen, konnte ich lächeln.
»Also, wer hat Lust auf Bagels?«»Ich!«, schrie Alegria sofort, was die anderen zum Lachen brachte. Sie öffnete den Karton und es dauerte nicht lange, da kauten alle zufrieden.
»Sloane«, setzte Sophia an und rutschte näher zu mir. Wir alle ähnelten unserer Mutter, aber sie war nahezu ein Ebenbild von ihr, mit dem gebräunten Teint, den großen Augen und langem Haar.
»Ja?«
»Wieso bist du heute so... so...«
»Hm? Was meinst du?« Ich trank einen Schluck Wasser und beobachtete Vögel, die piepend über unsere Köpfe hinweg schossen.
»Du wirkst einfach stiller.«
Ana sah Sophia an. »Ich weiß auch wieso.«
»Was? Wieso?«, wollte sie wissen und erstarrte dabei sogar beim kauen. Gespannt kam sie näher, ich konnte nur lächelnd seufzen und mich für Anas Erklärung bereitmachen.
»Sie ist... verliebt.«
Beinahe verschluckte ich mich an meinem Bagel, musste schnell einen langen Schluck Wasser trinken.
»Waaas?«, quietschte Algeria geschockt und sprang von meinem Schoß auf. Ihre Augen waren aufgerissen. »Bist du wirklich verliebt?!«
»Was? Nein! Wie kommst du da drauf?!«, fragte ich Ana. »Ich bin nicht verliebt, Alegria.«, versuchte ich sie zu beruhigen, da sie bereits kichernd auf der Stelle hüpfte und schon Blicke auf sich zog.
»Du bist verliebt! Verliebt, verliebt, verliebt!«
»Nein! Alegria, es reicht.« Schnell zog ich sie zurück, aber sie war noch immer am grinsen. Ana ebenfalls.
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Until you are mine
RomanceSloane tut alles dafür, um an der Springfield Academy nicht aufzufallen. Sie fühlt sich gerade erst in New York angekommen, und so wäre Drama an der Privatschule das allerletzte, was sie sich leisten kann. Denn zu tief sitzen die Schmerzen ihrer Ver...