Kapitel 23: Dramatische Wendung

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Ob der Abend 'ne dramatische Wendung bekam? Ja, so ziemlich. In meiner Vorstellung war ich in diese Party gestürmt, hatte mit Levi geredet und ihn einfach mit nach Hause genommen. Jedoch geschah alles ganz anders. Er widersetzte sich erfolgreich und ich legte mich mit einem viel zu großen Muskelprotz an, der mich wegen meiner großen Klappe in den Pool geworfen hatte. Bis ich aber realisierte, dass ich in den Pool geworfen wurde und sich meine Lungen mit Wasser füllten, weil ich es nicht geschafft hatte, die Luft anzuhalten, trat eine Panikattacke auf, von der ich bisher nichts gewusst hatte. Nein, das war gelogen. Ich hatte beim Dreh schon welche gehabt. Die Dinger schienen sich zu häufen, und ich hatte keine Ahnung, woran das lag.
Eigentlich hatte ich keine Zeit mir über sowas Gedanken zu machen, denn ich war gerade drauf und dran zu ertrinken. Hatte keine Ahnung, wo oben und unten war. Hörte nur das dumpfe Geräusch von Wasser, und irgendwelche Stimmen an der Oberfläche, die aber mehr und mehr verstummten.
Was ich nicht wusste, war, dass Levi sich wohl in den Moment, so elegant wie David Hasselhoff aus Baywatch, in den Pool gestürzt hatte, um mich zu retten. (Und alle, die Save me / Maxton Hall geguckt haben, wird die Szene jetzt bekannt vorkommen xD BTW sehr empfehlenswert.)
Das einzige, was ich irgendwann wahrnahm, war die Tatsache, dass mein Körper den Weg nach oben an die Oberfläche fand. Dass Levi mich majestätisch hinausgetragen und auf dem Boden gelegt hatte, bekam ich alles nicht mit. Zu schade aber auch. Gott sei Dank könnt ihr das hier lesen!

"Verpisst euch!", fauchte Levi, denn anscheinend war ich mit der Aktion zum Schauspiel aller geworden. Nur dumpf hörte ich die Worte von Levi, konnte aber noch nicht wirklich realisieren, was gerade abging. "Ich sagte, ihr sollt euch verpissen! Und hört auf mit euren scheiß Handys zu filmen!" Seine Worten brachten nichts. Plötzlich gewann mein Körper an Höhe und bewegte sich von Ort und Stelle fort. In dem Moment wurde ich auch wach.
"Levi...? Bist...du das?", fragte ich ihn. Einige Minuten später lag ich auf einem kalten Boden. Ich blinzelte ein paar Mal, bis ich realisierte, dass ich wohl in einem Badezimmer lag. Levi war gerade dabei ein großes Handtuch über mich zu legen, doch ich schaffte es, mich aufzusetzen und legte es um meinen Körper. Ich zitterte vor Kälte, was aber auch kein Wunder war, wenn man bei 12 Grad in einen Pool geschmissen wurde.
"Scheiße, was ist denn passiert?"
"Du wurdest in den Pool geschubst", antwortete Levi nur, der gerade haarraufend auf der Toilette saß. Mein Gott, sah er fertig aus. Und...mein Gott, sah er sexy aus, während er sich sein Haar nach hinten strich. Du musst wirklich damit aufhören!
"Es tut mir leid. Ich wollte nicht, dass es so endet", sagte er dann und seine Augen zeigten tiefstes Mitgefühl.
"Ach, wie wolltest du denn, dass es endet?", fragte ich, in meiner Position vielleicht ein bisschen zu forsch, aber es war der Situation geschuldet. "Dass ich mich einfach geschlagen gebe, nachdem du mich runtergemacht hast? Glaub mir, wäre der Typ nicht so groß gewesen, hätte ich ihm eine reingehauen."
"Ich bin angetrunken. Ich wusste nicht, was ich da sage..." Angetrunken war gut. Besoffen war der Kerl.
"Ach, das soll deine Entschuldigung sein? Du bist angetrunken?"
Ich schaute ihn wütend an und er schien nachzudenken. Vielleicht sogar zu bedauern, was passiert war.
"Du hast recht. Das ist keine Rechtfertigung."
"Was ist nur los mit dir?", fragte ich dann ein wenig ruhiger. "Warum machst du das? Das hat alles doch keinen Sinn. Du siehst, wozu solche Aktionen führen, oder? In dem Moment hattest du vielleicht deinen Spaß, aber das wars dann auch."
Levi sagte nichts, schien in Gedanken verfallen zu sein. Locker lehnten seine Arme auf seinen Beinen, sein Oberkörper war leicht nach vorn gerichtet und er spielte mit seinen Fingern. Unsicherheit war das. Zweifel. Und vielleicht ein wenig Reue.
"Ich wollte einfach nur hier weg", sagte er dann letztendlich. "Ich habe mir nichts dabei gedacht. Es war idiotisch."
"Das war es wohl", antwortete ich nur und stand dann letztendlich auf. "Komm, wir gehen. Auruo wartet draußen."
"Auruo?" Levis Gesichtsausdruck glich einem Rehkids, welches gerade die Scheinwerfer eines Autos entdeckten. "Was macht der Pisser denn hier?"
"Der Pisser war so freundlich und hat mir hergefahren."
"Tch. Wir haben über 500 Mitarbeiter und dir fällt niemand besseres ein, als Auruo?"
"Da brauchst du jetzt auch gar nicht so zickig reagieren. Ich bin gerade ziemlich froh, dass er draußen wartet, denn ich habe keine Lust, klitschnass mitten in der Nacht in ein Taxi zu steigen."
"...du hast recht", willigte er dann ein. "Dann komm."

Attack on Titan - Wie im Film ( Levi X Reader)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt