"Y/N!!!!"
Ich wusste nicht, wer genau meinen Namen gerufen hatte, doch sah ich meinem Ende schon in die Augen, als ich mich vor Levi stellte. So einen Stich ins Herz hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Schmerzvoller. Und vor allem nicht am ganzen Körper. Jedoch brauchte ich ein paar Sekunden, bis ich begriff, dass ich auf dem Boden lag und Levi vor mir versuchte, Lucius Hand, welches das Messer hielt, von seinem Körper zu halten. Knurrend sahen sich beide an und versuchten mühevoll den anderen von sich abzustoßen.
"Du hast keine Chance, Levi. Gib auf!"
"Träum weiter."
Bamm!
Die Security und die Polizei kamen Levi zur Hilfe und packten sich Lucius, schmissen ihn zu Boden und legten seine Hände in Handschellen.
"GEHT RUNTER IHR DRECKIGEN BASTARDE! IHR KÖNNT MIR GAR NICHTS!", schrie Lucius, doch eine Beruhigungsspritze sorgte dafür, dass er einschlief und problemlos abgeführt werden konnte. Auch wenn dies mit einer Trage passierte.
Völlig fertig saß ich zitternd am Boden. Levi eilte sofort zu mir. "Y/N, gehts dir gut?"
"I-ich....ich..." Er schloss mich direkt in seine Arme und mir liefen vor lauter Überforderung die Tränen. "Du hast mich gerettet", flüsterte und schluchzte ich.
"Nein...eigentlich...hast du mich gerettet. Und ich danke dir dafür."
"Levi?" Plötzlich hörten wir eine sanfte Stimme. Und natürlich war sie von Petra, die ein wenig auf Abstand war. Er überlegte kurz, ob er hinsollte und seine Entscheidung wurde ihm von meinen Eltern und meiner Freundin abgenommen, die panisch zu mir gerannt kamen.
Doch das Gespräch bekam ich mit.
"Du hast dich gestellt", sagte Levi gerade zu ihr. Und sie nickte.
"Es war der perfekte Moment. Dank Y/N", sagte sie und grinste müde in meine Richtung. Ich versuchte ebenfalls ihr ein Grinsen zu schenken.
"Ja, da hast du recht", sagte er und schenkte mir ein Schmunzeln. "Danke, dass du ausgesagt hast. Und auch...deine Mutter. Die Preisverleihung wurde gefilmt. Ich denke, mein Vater wird keine Chance haben, sich irgendwie auch nur raus zu kaufen. Und...nun verstehe ich auch, warum du nichts sagen wolltest. Du hattest Angst."
"Ich hatte Angst...um dich", gab sie zu. Und es tat mir weh, zu sehen, wie sehr sie noch an ihm hing. "Deswegen wollte ich nichts sagen. Wir kennen Lucius ja nun auch lange und wussten, wozu er in der Lage ist. Schweigen war die beste Lösung."
"Danke", sagte Levi nur, dann umarmte Petra ihn, schenkte mir noch ein letztes Schmunzeln und ging mit ihrer Mutter fort.
Dann kam Levi wieder zu uns. Der Moment der Wahrheit.
"Sie sind demnach Y/N' Eltern", stellte Levi dann fest und reichte erst meinem Vater die Hand, dann meiner Mutter und zuletzt meiner Freundin, die völlig aus dem Häuschen war.
"Sehr angenehm, dich mal kennenzulernen. Wirklich großes Schauspiel, sehr klasse", lobte mein Papa.
"Dankeschön", sagte Levi. "Aber das Lob gilt eher Ihrer Tochter. Sie hat ohne Schauspielerfahrung wirklich alle umgehauen. Und mit alle, meine ich auch mich." Wow, gar nicht schnulzig, Levi. Erst die kalte Schulter zeigen und jetzt so tun als wärst du ein verliebtes Brötchen?
"Daaaaas ist auch wieder wahr", stimmte mein Papa zu. "Na gut, wir sollten den Schock verdauen und Heim fahren."
"Daraus wird erst mal nichts. Die Security muss die Situation erst mal wieder unter Kontrolle bringen. Einige sind ziemlich in Panik verfallen", erzählte Levi. Und deswegen warteten wir noch einige Stunden, wo sich auch Hanji und ein Teil unserer Crew zu uns gesellte, denn Erwin wurde zur Beobachtung mitgenommen und medizinisch versorgt. So eine Schnittwunde am Hals war ja nicht ohne.
Jedoch gab es für mich in dem Moment gerade keinen schöneren Moment, denn meine Familie und Freunde waren um mich herum. Und ganz besonders freute ich mich, dass ER da war.
E I N I G E Z E I T S P Ä T E R
"Schatz? Wann kommst du vom Training?", rief meine Mutter von oben.
"Um sieben!"
"Wenn du willst, kannst du Levi gerne mitbringen!"
"Oh, ich befürchte, dass er heute was zu tun hat!"
Nach all dem Trubel ließ ich mich mal wieder beim Training blicken. Auch dort waren sicher einige gespanntzu hören, wie die Monate so waren.
Als ich ankam freuten sich alle für mich. Freudig erzählte ich den Mädels was in der letzten Zeit passierte, als mein Trainier Duke auftauche.
"Oooh, wen haben wir denn da? Einen Weltstar", freute er sich und nahm mich in seine starken Arme. "Na, wie war deine Zeit?"
"Ziemlich gut", antwortete ich.
"Habe ich gesehen. Du bist da in der Luft rumgewirbelt wie eine Irre."
"Japp, ich habe mein Training ein bisschen erweitert."
"Ja? Magst du mir das mal demonstrieren?" Er zwinkerte mir zu und ich folgte ihm in die Halle. Dort machte ich mich ein wenig warm, bis es dann ins Eins gegen Eins ging.
Und als der Gong ertönte, war ich überrascht, wie geschmeidig ich Duke ausweichen konnte. Wie oft ich ihn traf. Und merkwürdiger Weise passte ihm das ganz und gar nicht. Nun standen wir uns wieder "tanzend" gegenüber, schätzten jeden Angriff unseres Gegenübers ab, bis..
"Oh, schau mal da", sagte er überrascht und ich fiel drauf rein. Natürlich war da niemand, weswegen er mich dann packte und zu Boden beförderte. Nun hatte ich ein Dejavu. Wie am Anfang hielt er meine Handgelenke über meinem Kopf fest und fixierte meine Beine mit seinen Knien.
"Upsi. Aber in Sachen Ablenkung bist du wohl immer noch nicht besser geworden. Musstest ihr da nicht gegen Titanen kämpfen und aufmerksam sein? Ich habe besseres erwartet. Ist ja oberpeinlich."
Das war Duke, wie er Leib und lebte , doch lustig war es nie mit ihm.
"Schwach, jemanden mit Cheats zu besiegen."
Meine Augenbrauen fuhren verwirrt zusammen und mein Kopf drehte sich nach links. Und dann war ich noch verwirrter.
Auch Duke schien nicht zu verstehen, was gerade vor sich ging.
DU LIEST GERADE
Attack on Titan - Wie im Film ( Levi X Reader)
FanfictionIm einen Moment stehst du noch im Laden, um ein paar Besorgungen zu machen, im anderen Moment bist du plötzlich Schauspielerin! Wo gibt es denn sowas? Und was hat Hanji damit zu tun, die dich mit dem Argument "Ich habe auch eine ganz hinreißende Übe...
