Kapitel 3: Der Aufklärungsvertrag.

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Wieder und wieder und wieder las ich mir diesen Aufklärungsvertrag durch, in dem geschrieben stand, um welche Filmgesellschaft es sich handelte, was mein Verdienst und meine Arbeitszeit wäre, welche Aufgaben ich bewältigen müsste, und im Kleingedruckten stand ausdrücklich, dass ich zu nichts gezwungen wurde, sondern die Möglichkeit hatte, nach ein paar Tagen das Weite zu suchen.
Ich stutzte. Von dieser Filmgesellschaft hatte ich noch nie etwas gehört.


TitanStudios

So nannten sie sich. Warum das wohl so war? Weil sie insgeheim wussten, dass sie groß rauskommen würden? Jedenfalls überlegte ich hin und her und kam dann letztendlich zu einem Entschluss.

"Du willst was machen?", kam es von meiner elterlichen Partei, die nicht besonders begeistert waren. Zumindest nicht meine Mutter. "Das ist ja wohl ein Scherz!"
"Also ich finds geil", fand mein Vater, der es ohnehin immer für wichtig hielt, dass zu machen, worauf man Lust hatte. Sofort bekam er von meiner Mutter tadelnde Blicke.
"So eine hirnrissige Aktion kannst du dir abschminken, Fräulein", mahnte sie. "Ich glaube so langsam, dass du deinen Verstand verlierst!"
"Weißt du eigentlich, wie viel sie dort verdienen würde?", versuchte mein Vater sie umzustimmen, bekam aber wieder einen giftigen Blick, weswegen er schützend die Hände vor die Brust hielt.
"Das ist doch bescheuert!", feuerte sie zurück.
"Du sagst mir die ganze Zeit, ich soll was aus mir machen", sagte ich ganz ruhig. "Das wäre meine Gelegenheit."
"Y/N, dass ist eine-"
"Wunderbare Idee, mein Kind", unterbrach mein Vater sie und zwinkerte mir zu.
Meine Mutter war mehr als nur empört und gab den Kampf letztendlich auf. "Also schön. Ich sage gar nichts mehr dazu. Macht doch alle, was ihr wollt. Sollte das allerdings nichts werden und du hast dein Studium umsonst abgebrochen, wirst du ausziehen."
"WAS?", fragten Papa und ich unisono. 
"Ist das dein ernst?", fragte ich ungläubig, so als hätte sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. Was ja auch so war. Sie zuckte allerdings nur mit den Schultern und verließ den Raum. Zurück blieb ich, die sehr verdutzt dreinblickte, und mein Vater, der auf jeden Fall auf meiner Seite war.


Am nächsten Tag meldete ich mich also bei Hanji, die ihre Telefonnummer auf dem Aufklärungsvertrag hinterlassen hatte. Sie schickte mir jubelnd die Adresse, zu der ich mich begeben sollte. Von mir aus waren es mit dem Bus circa zwanzig Minuten, ehe ich auf einem Hinterhof mitten im Nirgendwo landete, umgeben von Bäumen, Büschen und Sträuchern.
"Y/N! Wie schön, dass du es dir überlegt hast! Hach, ich wusste, dass dich mein letztes Argument überzeugen würde!" Sie schloss mich in eine innige Umarmung.
"Moment mal! NOCH hat mich gar kein Argument überzeugt, okay? Ich schaue es mir erst mal an."
"Ja ja, ist klar. Nun komm erst mal mit. Du wirst Augen machen!"
Tja, bis jetzt machte ich Augen, und fragte mich, wo zum Teufel ich hier gelandet war. In dieser Einöde konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass hier Filme produziert wurden. 
"Was ich schon die ganze Zeit fragen wollte: In was für einen Film soll ich eigentlich mitspielen?", fragte ich dann unvermittelt, denn die Frage war berichtigt, war nur in dem ganzen Trubel untergegangen.
"Hach, ich freue mich, dass du mich das fragst!", quietschte Hanji und tapste auf einer Stelle. So langsam glaubte ich, ich hatte keine erwachsene Frau vor mir, sondern ein Kind. "Aaalsoooo. Wir drehen einen Film über TITAAAANEN!, versuchte sie es gruselig rüberzubringen.
"...Titanen?", fragte ich ein wenig verdutzt.
"Japp! Titanen! Große, menschenfressende Monster, die einst mal Menschen waren. Da gibt es das Militär, unter anderem den Aufklärungstrupp, der die Titanen von den Mauern fernhalten soll, die unsere Stadt, in der wir leben, schützen. In erster Linie geht es darum, herauszufinden, woher die Titanen eigentlich kommen. Und dann entstehen Kriege. Ein Krieg zwischen Menschen und Titanen! Und dann kommt raus, dass Eren auch einer ist! Und das ist voll krass, weil der ist ja eigentlich ein Mitglied des Aufklärungstrupps, beziehungsweise soll einer werden und-"
"Wer ist Eren?"
"Na, einer der Protagonisten. Glaub mir, wenn ich dir jetzt alles erkläre, sind wir in einem Jahr noch nicht fertig. Ich kläre dich nach und nach auf."

Attack on Titan - Wie im Film ( Levi X Reader)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt