Mittlerweile bei Erwin:
Dieser machte sich gerade auf den Weg zu Lucius ins Krankenhaus. Es war nicht etwa einer dieser Besuche, die man tätigte, um einer geliebten Person eine Freude zu bereiten, nein. Erwin hatte eine Mission.
Somit stand er also Lucius' Zimmer gegenüber, bei dem Anblick der Zahl er fast hätte auflachen können, wäre die Situation nicht ernst gewesen.
Er klopfte und trat dann ein.
Studierend betrachtete Lucius Erwin. "Oh, hoher Besuch", witzelte er.
"Das ist kein Freundlichkeitsbesuch", sagte Erwin.
"Nein? Wie schade", spottete er weiter. "Was verschafft mir denn dann die Ehre? Ach, das weiß ich doch. Und meine Antwort lautet: Nein."
"Wie kannst du nur so ein gefühlsloser Teufel sein?", fragte Erwin erbost. "Interessiert es dich denn gar nicht, dass deine Frau und Levi darunter leiden wird?"
"Erst mal ist sie nicht mehr meine Frau, und zweitens hast du gerade sehr gut erkannt: ich bin ein gefühlsloser Teufel." Diese Gleichgültigkeit in seiner Stimme ließ Erwin brodeln.
"Bitte, Lucius. So gefühlslos kann wirklich keiner sein."
"Ich sag dir jetzt mal was, Erwin. Mich geht die Krankheit von Kuchel nichts mehr an. Und nun geht mich Levi auch nichts mehr an. Ich lasse ihn gehen. Soll er aus seinem Leben machen was er will, er wird es ohnehin zu nichts bringen. Unser Deal, du könntest noch was aus ihm rausholen, ist damit geplatzt. Ich dachte er könnte mir beweisen, dass er fähig ist, meinen Platz einzunehmen. Aber nun ja."
"Wie soll er dir beweisen, dass er deinen Platz einnehmen kann, wenn er rein gar nichts mit deinem Status zu tun hat?"
"Disziplin und Willensstärke. Damit fängt es an. Aber Levi hat mal wieder unter Beweis gestellt, dass er nichts davon besitzt."
Erwins Gedanken überschlugen sich. Er war hilflos, machtlos. Er stand da wie ein kleines Kind, welches sich nicht mehr zu helfen wusste. Erbärmlich fand er das, aber er wusste eben nicht, was er noch tun sollte. Und weil er eben nicht wusste, was er noch dazu sagen sollte, weil alle Worte an Lucius abprallten, drehte Erwin mit geballten Fäusten in Richtung Tür, wo er, als er die Klinke zum Gehen runterdrückte, von ihm aufgehalten wurde. Oder eher, von seinem teuflischen Lachen.
Erwins Kopf schwang um und sah den lachenden Teufel dort sitzen. "Was ist so komisch?!", fragte er diesen.
"Ich wüsste da noch eine Möglichkeit, wie du dir mein Geld verdienen könntest..."
"Ich will dein Geld nicht mehr, Lucius. Du hast mir deinen Standpunkt gerade mehr als nur deutlich gemacht."
"Aber aber, Erwin", seine Stimme wurde hörbar ruhiger. "Willst du dir mein Angebot denn nicht wenigstens anhören?"
Und das war der Moment, in dem Erwin schwieg. Und obwohl er wusste, dass nichts Gutes bei rumkommen würde, hörte er sich an, was Lucius zu sagen hatte.
"Leute! Das ist so geil!" Wie ein Flummi rannte Hanji auf uns zu, während wir gerade dabei waren eine Kleinigkeit in unserer Pause zu essen. "Hier!" Sie hielt uns ihr Handy vor die Nase. "Wir haben für unseren Trailer über 200 Millionen Likes bekommen! Das...ist gut! Ziemlich gut!"
"200 MILLIONEN?", fragten Eren und ich unisono.
"Was fürn Trailer?", kam es dann von Conny. Der Typ lebte wirklich hinterm Mond.
"Wir wollen ihn auch endlich sehen", sagte dann Armin. "Wenn er so viele Likes bekommen hat, ist das eine gute Voraussetzung auf den ganzen Film."
"Japp, unsere Chancen, dass wir wirklich damit erfolgreich werden, ist ziemlich hoch. Aber wisst ihr was? Wir schauen uns das auf dem Beamer an!"
Gesagt, getan. Somit verzogen wir uns alle in die Bibliothek, wo auf einer freien Wandfläche eine Leinwand hing. Wir alle nahmen Platz, zumindest nur ein kleiner Teil von uns. Alle Mitarbeiter würden hier wohl nicht reinpassen. Dann wuselte Hanji noch ein bisschen rum, ehe es dann losging. Ich war ein wenig nervös, musste ich sagen. Der erste Film, in dem auch ich mitwirkte. Wie unrealistisch!
Ich war von jetzt auf gleich Schauspielerin geworden, arbeitete mit den Besten zusammen und schaute mir jetzt den Trailer unseres Films an, in dem ICH einfach ein Teil war. Es war so verrückt.
Und dann ging es los. Dramatisch eingefügte Szenen die nur kurz eingeblendet wurden, untermalt von actionreifer Musik, die uns allen eine Gänsehaut bereitete. In den Kurzszenen sah man auch Levi, wie er völlig fertig an der Steinwand lehnte, nachdem der Kampf gegen Eren vorbei war. Man sah uns in 3D Manöver Ausrüstung fliegen, und verdammt, es sah so echt aus! Keine Spur mehr von den Sicherungsseilen oder den Kranen. Aber was erzählte ich da? Die Titanen waren mit das Beste! Wie hatten sie das geschafft, dass sie so verdammt echt aussahen? Eine Szene, und zwar eine, woran ich mich mehr als nur gut erinnern konnte, wurde ebenfalls eingeblendet. Die Szene, wo mich der Titan packte und ich um mein Leben schrie. Der Schrei echote noch nach, während das Bild ins Schwarze verlief. Danach stand dick und fett im Bild:
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Attack on Titan - Wie im Film ( Levi X Reader)
FanficIm einen Moment stehst du noch im Laden, um ein paar Besorgungen zu machen, im anderen Moment bist du plötzlich Schauspielerin! Wo gibt es denn sowas? Und was hat Hanji damit zu tun, die dich mit dem Argument "Ich habe auch eine ganz hinreißende Übe...
