Der Tag gestern war einfach nur anstrengend. Ich musste noch meine letzte Mahlzeit einnehmen und danach bin ich wieder ins Bett gegangen. Das mit dem schlafen war mal wieder nicht so toll. Ich bin durch das weinen tatsächlich relativ früh eingeschlafen aber es ist auf Station einfach zu laut. Und als die Schwester eben grade zum wecken kam hätte ich am liebsten einfach weiter geschlafen aber das ging leider nicht deshalb steh ich jz wieder unten vor den Wiegeraum und warte darauf das ich aufgerufen werde. „Lea du bist die nächste" sagte Jaky und hiermit mir die Tür auf damit ich durchgehen kann. Ich zog mein Bademantel aus und stieg auf die Waage. 700g mehr. Mir wurde wieder schlecht. Gott was soll das. Ich stieg von der Waage und zog meinen Bademantel wieder an. Jz einfach ganz ruhig bleiben. Ich kann jz hier nicht zusammenbrechen die warten da nur drauf. Sonst hätten die gestern auch nicht so an mir geklebt. Ich weis nicht ob Jaky noch was gesagt hat ich merkte nur das ihr Blick auf mir lag als ich den Raum verlies und zum Fahrstuhl ging. Ich war auf jeden Fall bemüht das ich mir nichts anmerken lasse. Warum ist das nur schon wieder so viel geworden. Kann es nicht einmal weniger bleiben das ist doch krank. Ich ging in mein Zimmer und kämpfte schon so ein bisschen mit den Tränen. Zum Glück saß in dem Moment keine Schwester in dem Zimmer sodass ich da einfach dran vorbei konnte.
Ich nahm mir meine Klamotten mit ins Bad und fing dort an Kniebeugen zu machen. Dies machte ich so lange bis ich mit dem Zähneputzen udn alles drum herum fertig war und mich nur noch anziehen musste. Mir geht es super schlecht mit der ganzen Situation. Erst ist meine Oma nicht mehr da und jz habe ich innerhalb von einem Tag 700g zugenommen. Und dann muss ich gleich auch wieder schon mir diese ekelige pampe rein schauffeln. Ich verdrehte die Augen. Ich zog meine Klamotten an und schminkte mich noch kurz weil ich aussehe wie der Tod da ich seit Tagen nicht schlafen kann. Es wurde jz auch wieder Zeit das ich zum essen gehen muss, sonst holen die mich wieder und es wird peinlich. Ich ging aus meinem Zimmer und Jackie saß im Schwesternzimmer und beobachtet mich. Ich ignoriere es einfach und geh an ihr vorbei in den Speisesaal. Ich hole mein Essen und setzte mich an meinen Platz. Sophie und meine Blicke trafen sich als ich mich hinsetzte. Sie grinste mich schräg an und ich guckte erst verdutzt lächelte dann aber zurück. Was war das den. Sie gefiel mir eigentlich immer mehr besonders nach dem ausraster dort auf dem Flur aber dies Überraschte mich doch ein wenig. Ich konnte da aber nicht weiter drüber nachdenken weil Jaky schon wieder auf mich zu kam. "Lea du hast nach dem Essen direkt einen Termin mit deiner Therapeutin." sagte sie und ich nickte. Fuck ich dachte die lassen mich jz doch noch ein wenig in Ruhe. Aber dann muss ich gleich doch noch in die Hölle gehen und über meine Gefühle sprechen. Meine Laune ging noch wieter in den Keller. Wenn dies überhaupt noch ginge. Ich machte mein Tablett auf und schaute mir die Pampe an. Mir wurde einfach nur schlecht und hei'ß was war das den das hatte ich lange nicht mehr. Ich muss jz aber anfangen zu essen weil die Schwester mich schon wieder im Auge haben. Ich muss nämlich essen auch wen ich schon 800g zugenommen habe aber dies reicht nicht. Ich muss insgesamt 3 Kilo zunehmen um aus diesem beschissenen Zimmer raus zu kommen. Das ist noch so viel. Ich würde am liebsten das Tablett durch den Raum schmeißen. Gott das nervt mich doch grad alles. Ich will die Scheise einfach nicht mehr. Ich merkte wie ich nervös wurde und anfing mit dem Beinen zu wackeln. Dafür bekam ich von Jaky einen bösen Anblick und sie kam auf mich zu."was ist los Lea" fragte sie mich. Das was ich jz sagte verlangte mich jz Überwindung weil ich es eig alleine ausmachen wollte aber ich muss hier raus. „Kann ich kurz in mein Zimmer an die Skillbox? Ich muss mich abreagieren es ist mir grad alles zu viel." sagte ich zu Jaly die schaute mich ein wenig verwundert an, nickte dann aber und ich sprang förmlich auf und verschwand in mein Zimmer. Die anderen haben mich natürlich dumm angeschaut und sich gefragt wieso ich den wieder vom Essen weg komme. Ich ging an meinen Schrank und holte die Box raus und versuchte ein paar Sachen. Das hilft diesmal aber einfach nicht. Ich merkte wie jemand an meine Zimmer Tür kam. „Lea konntest du dich beruhigen und haben die siills geholfen?" fragte meine Therapeutin mich. Ich schüttele den Kopf. „Nein es hilft nicht" wurde ich laut und fing an zu weinen. Sie setzte sich zu mir auf den Boden und streichelte mein Rücken. Das tat gut. „Lea das was du grade spürst ist nicht der Druck das du dich selber verletzen möchtest das ist ein anderes Gefühl Trauer. Du vermisst deine Mama und deine Oma und du bist grade einfach überfordert das noch eine Person weg ist." sagte sie zu mir. Sie hatte recht es fühlt sich anders an als wenn ich wütend bin und das gemacht habe. „Leider kann dir niemand diese Lehre nehmen. Es wird irgendwann besser aber da musst du durch aber nicht alleine wir schaffen das zusammen ok" ich nickte und schaute sie an. Die Tränen liefen mir immer noch übers Gesicht sie gab mir aber ein wenig Hoffnung und schenkte mir ein Lächeln.
DU LIEST GERADE
So leicht und Trotzdem so Schwer
PoetryTRIGGER WARNUNG Lea ist 17 Jahre alt und hat 3 Brüder. Ihre Mutter ist gestorben vor 6 Monaten und sie war dabei. Nach dem Umzug nach L.A geht es ihr immer schlechter.... Seht selbst wie sie ihr Leben Meister mit ihren Brüdern ihrer Essstörung und w...
