Kapitel 31

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Das Ende des Schultages kam schnell und Hermine verschwand in ihren Räumen um sich fertig zu machen.
Als Severus in ihre Räumlichkeiten kam, sah er so ziemlich eine der entzückensten Seiten Hermines. Ihre noch nassen Haare waren ihr über den ganzen Kopf verteilt und sie hatte nur ein langes T-Shirt von Severus an und einen Slip.
Severus Snape hatte sehrwohl etwas anderes als seine übliche Robe zum anziehen. Da er ein Halbblut ist und in einer Muggelgegend aufgewachsen ist,hatte er auch Muggelkleidung.
Hermine tanzte wild zu der Musik, die im ganzem Raum zu hören war. Ihre Hüften schwangen von links nach rechts.
Severus brauchte einige Sekunden um sich aus der starre zu lösen. Er fand diesen Anblick einfach hinreißend.
Mit leisen Schritten ging er auf sie zu und griff von hinten ihre Taille. Dann zog er Hermine zu sich. Sie erschrak sich so sehr, dass sie laut aufkreischte. Doch sie merkte sofort, dass es ihr Geliebter war.
"Wie lange siehst du mir den schon zu?", fragte sie peinlich berührt.
"Eine Weile. Vielleicht beruhigt es dich, dass mir gefiel dich so zu sehen."
"Das habe ich bereits gemerkt, mein Lieber.", meinte sie und verdeutlichte Severus damit, das sie die Wölbung seiner Hose spürte.
"Was hörst du eigentlich?", fragte er und ignorierte dabei gezielt ihre Worte.
"The Beatles."
"Darf ich die Kasette sehen?"
"Natürlich, dazu musst du mich jedoch wohl oder übel los lassen."
"Oh ... Die Kasette, kann noch warten.", meinte er sarkastisch und hielt sie noch fester.
"Ach, lass mich schon los. Ich bin doch gleich wieder da und dann gehöre ich nur dir."
"Ich dachte, das würdest du schon?", belustigt zog er eine Braue hoch, welche sie nicht sehen konnte, da sie nach wie vor mit dem Rücken zu ihm stand.
"Das tue ich auch, aber wenn du mich jetzt los lasst, sodass ich die Kasette holen kann, darfst du mit mir machen was du willst, solange wir dann rechtzeitig auf das Spiel gehen können."
"Dieses Angebot kann ich nur annehmen.", schon lies er sie los. Sogleich lief Hermine zu der Kommode hinüber und kam mit der Kasette zurück. Sie überreichte diese Severus.
"Von wem hast du die?", fragte er ernst, als er sah, dass darauf 'für meinen Liebling' geschrieben stand. Natürlich war er eifersüchtig, sie sollte nur ihn lieben, so wie er sie liebte. Gab es da etwa doch einen anderen? Warum zeigte sie ihm die Kasette dann?
"Bevor du voreilige Schlüsse ziehst, sage ich dir lieber, dass sie von meinem geheimen Liebhaber ist."
"Von deinem was?!", entsetzt sarrte er sie an.
"Severus, das war ein Witz. Die hat mir mein Dad zusammengestellt, als ich das fünfte Jahr in Hogwarts begann. Wir hörten zusammen immer Musik und tanzten dazu, da hat er sich gedacht, er macht mir eine Freude und schenkt mir eine Kasette. Weil sonst niemand in meinem Schlafsaal gerne Musik hörte, hatte auch niemand irgendetwas mit."
"Oh ... das tut mir leid ... also, dass ich dich gerade so angefahren bin."
"Schon in Ordnung."
"Wenn die Mädchen in deinem Schlafsaal nicht gerne Musik hörten, wie hast du das dann immer gemacht?"
"Ich habe, als ich noch klein war, einen Walkman zu meinem Geburtstag bekommen."
"Ah ja. Diese Muggel-technology."
"Du kennst einen Walkman?"
"Natürlich. Wie du weißt bin ich Halbblut. Mein Vater hat alles magische strikt verboten. Das heißt, ich bekam nur Muggelzeugs, wenn ich einmal was bekam. Ich hatte nicht so eine schöne Kindheit wie du. Meine Mutter war zwar eine Hexe und eine liebevolle Person, aber gegen meinen Vater hatte sie sich nie wären können."
"Oh Merlin, Severus, wieso hast du mir noch nicht davon erzählt?"
"Weil ich nicht wollte, dass du davon erfährst."
"Warum? Denkst du ich würde dich wegen deiner Vergangenheit abstoßen?"
"Nein, dass hättest du schon lange. Du weißt was ich war."
"Ja, du WARST! Und du warst trotzdem auf der Seite des Lichts all die Jahre. Also wieso?"
"Du hast mir erzählt, du willst einmal Kinder, so wie ich. Ich hatte angst, dass ich ein schlechter Vater werden würde, wie meiner. Er war ein Säufer bis zum Tag seines Todes. Was wäre wenn ich genau so werde und meine eigenen Kinder schlagen würde?", verzweifelt drehte er sich von ihr weg.
"Du wirst ein guter Vater, Severus. Alleine wie du mit Teddy umgehst und er ist nicht einmal dein Sohn."
"Wer sagt, dass ich nicht anders werde, wenn ich selbst Kinder hätte."
"Severus, hör auf so zu denken! Du bist ein guter Mensch. Du wirst ein guter Vater. Du bist ein liebevoller Mensch.", sie ging um ihn herum und nahm ihn an den Schultern. Eindringlich sah sie ihn an. "Ich liebe dich. Du bist mein Schatz und ich werde dich nicht aufgeben. Niemand kann dich mir wegnehmen, das werde ich nicht zulassen."
Zaghaft umarmte sie ihn. Er erwiderte nichts. Keine Antwort, keine Regung.
"Ich liebe dich, Severus. Bitte, hör auf so zu denken.", wiederholte sie flüsternd.
Erst jetzt löste er sich von der starre und schlang seine Arme um sie.
"Ich liebe dich auch. Überalles.", erwiderte er und küsste ihren Scheitel. "Nur zum Mitschreiben: Du willst Kinder. Du willst aber auch mit mir zusammen sein. Also willst du Kinder mit mir?"
"Nein! Wohin denkst du? Ich suche mir einen anderen, mit dem ich meine Nachkommen zeugen werde. Mhh ... Einer der Weasleys vielleicht. Percy, steht ohnehin alleine, also wieso nicht er? Oder vielleicht doch Ronald? Oder ein Kind so und das andere so! Das ist es! Das bedeutet ein Kind wird unheimlich klug aber nervtötend und das andere wird tollpatschig und nervtötend. Gute Voraussetzungen!", meinte sie sarkastisch.
"Deine Scherze heute sind richtig schlecht, weißt du?", grinsend nahm er ihr Kinn in die Hand und hob ihren Kopf.
"Und dein Gehirn arbeitet heute nicht richtig! Natürlich will ich Kinder mit die, Severus!", lachte sie. " Sie werden unglaublich schlau und freundlich."
"Dann hätte ich vielleicht noch eine kleine Hermine.", schwärmte er.
"Oder ich einen kleinen Severus. Der sieht dann, genau so gut aus wie du."
"Wenn sie dein hübsches Gesicht hat, würden ihr alle Jungs hinterher laufen. Ich würde es natürlich nicht zulassen. Sie soll doch nicht verletzt werden, weil einer dieser riesigen Idioten es nicht zu schätzen scheint, dass sie perfekt ist."
"Mein kleiner Severus wird einer der klügsten Köpfe des Jahrhunderts. Ich wette er wird genauso wie du Zaubertränkemeister und wird ein Gentleman sein. Er wird auf seine Schwester aufpassen als wäre sie eine Prinzessin.", sie sah alles vor ihrem Auge. Es war perfekt.
"Hermine! Bei Merlins Bart, weißt du was wir hier tun?", unterbrach Severus ihre Gedanken.

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