O - Once upon a time (Niam)

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„Dad, Dad, Dad!“ Emily kommt mit einem Märchenbuch in der Hand auf mich zugelaufen und schlingt einen ihrer dünnen Ärmchen um meinen Oberschenkel. „Dad! Liest du mir was vor?“, fragt sie und sieht mich mit großen, blauen Augen an. Obwohl sie nicht seine leibliche Tochter ist, hat sie die gleichen Augen wie Niall.

„Natürlich mein Schatz.“ Ich hebe sie hoch und glücklich grinst sie mich an. „Sollen wir Daddy und Jayden suchen gehen und alle zusammen etwas lesen?“, fragte ich, Emily nickt heftig mit dem Kopf und hält triumphierend das Märchenbuch in die Luft.

Wir finden Niall und Jayden im Zimmer des Kleinen, sie sitzen auf dem Fußboden und bauen eine große Burg aus Legosteinen.

„Daddy! Dad hat gesagt er liest uns allen was vor.“, verkündet die Fünfjährige auf meinem Arm und streckt Niall das Mädchenbuch entgegen. „Ach, hat er das?“, fragt der Blonde und hebt grinsend eine Augenbraue.

„Will auch!“, ruft Jayden und hebt die Arme, damit Niall ihn hochhebt. „Ja, habe ich.“, beantworte ich die Frage meines Mannes und lächele. „Dann lassen wir uns jetzt von eurem Dad was vorlesen.“

Wir tragen die beiden Kleinen in unser Schlafzimmer und setzen sie auf dem großen Doppelbett ab. Niall und ich lehnen uns mit den Rücken  an das Kopfteil und nehmen die Kleinen auf den Schoß.

„Was wollt ihr den hören?“, frage ich und schlage das Buch auf, neugierig beugt sich Emily darüber, obwohl sie noch nicht lesen kann, zumindest nicht richtig, sie kommt erst in einem halben Jahr in die Schule.

„Schneewittchen!“, ruft sie und deutet auf ein Bild des Märchens, das am Rand des Inhaltsverzeichnisses abgedruckt ist.

„Kater!“, mault Jayden und verschränkt beleidigt die kleinen Ärmchen vor der Brust. Er meint das Märchen vom gestiefelten Kater, mit seinen drei Jahren spart er sich gern überflüssige Worte.

„Wir können ja beides lesen.“, schlägt Niall vor und beide Kinder nicken heftig. Ich suche also erst Schneewittchen und unsere beiden Kleinen sehen mich gespannt an, obwohl sie die Märchen vermutlich inzwischen alle auswendig können, so oft, wie wir ihnen vorlesen.

„Es war einmal…“, fange ich an und schon sind wir alle in der Geschichte versunken.

„Die Stiefmutter ist ganz böse!“, beschließt Emily am Ende und sieht mich mit einem ernsten Ausdruck im Gesicht an, also nicke ich. „Ja, das ist sie.“ Jayden ist auf Nialls Schoß eingeschlafen, seinen kleinen Kopf gegen die Brust meines Mannes gelehnt.

„Ich bringe ihn mal ins Bett.“ Vorsichtig hebt er unseren Sohn hoch und trägt ihn in sein Kinderzimmer. „Du solltest jetzt auch ins Bett gehen.“ Ich tippe unserer Tochter gegen die kleine Stupsnase und sie kichert.

„Nur, wenn du mich fängst!“ Schnell springt sie auf und läuft davon, so schnell ich kann, haste ich ihr hinterher und bekomme sie kurz vor ihrem Zimmer zu fassen. Ich greife sie unter den Armen und wirble sie im Kreis, dabei lacht sie und kreischt.

„Pscht, dein Bruder schläft.“, ermahne ich sie und setze sie wieder auf den Boden. „Okay.“, flüstert Emily und schleicht sich auf Zehenspitzen in ihr Zimmer.

Ich folge ihr und hole einen frischen Pyjama aus dem Schrank, einen Rosa Schlafanzug mit gelben Sternen, ihr Lieblingsschlafanzug. Sie wechselt ihre Sachen und folgt mir dann ins Badezimmer, wo sie ihren Hocker unter dem Waschbecken hervor zieht und sich die Zähne putzt.

„Herzeigen!“, verlange ich, als sie fertig ist und sie schenkt mir ein breites Grinsen, zufrieden nicke ich und nehme sie auf den Arm.

„So und jetzt wird geschlafen.“ Ich trage Emily in ihr Bett und setze mich auf die Kante, während sie sich unter ihre Decke kuschelt. „Gute Nacht, meine Kleine.“, flüstere ich und gebe ihr einen Kuss auf die Stirn.

„Gute Nacht, Dad. Kommt Daddy auch noch gute Nacht sagen?“ Ich nicke und knipse das kleine Nachtlicht neben dem Bett an, es wirft verschiedene Formen aus Licht an die Wand und dreht sich im Kreis.

„Mach schon mal die Augen zu.“, sage ich und verlasse das Zimmer, lehne die Tür an.

„Emily wartet noch auf dich.“, raune ich Niall ins Ohr, als er gerade aus Jaydens Zimmer kommt und er nickt, wir tauschen die Rollen, er geht zu Emily und ich zu Jayden.

Der Kleine schläft schon und seine Lippen sind zu einem leichten Lächeln verzogen. „Schlaf gut mein Schatz.“, wispere ich und gebe auch ihm einen Kuss auf die Stirn, ehe ich das Zimmer wieder verlasse und die Tür ebenfalls nur anlehne.

Im selben Moment kommt Niall aus dem Zimmer unserer Tochter, also warte ich auf ihn und halte ihm auffordernd meine Hand hin, er ergreift sie und zusammen gehen wir wieder in unser Schlafzimmer.

„Ich bin so froh, dass wir die beiden haben.“, seufze ich, als wir wenig später im Bett liegen und noch ein wenig kuscheln.

„Ich auch, auch wenn es echt ein harter Kampf war, damit wir sie adoptieren durften.“ „Aber es hat sich mehr als gelohnt.“ Niall nickt und drückt seine Lippen sanft auf meine.

„Kann unser Leben besser sein? Wir waren Mitglieder einer der erfolgreichsten Boybands der Welt, haben uns gefunden, geheiratet und sogar zwei kleine Kinder. Wir geben Nachwuchsmusiker die Möglichkeit erfolgreich zu werden und Louis, Zayn und Harry sind unsere besten Freunde, Trauzeugen, die Patenonkel unserer Kinder und ein Teil unserer Familie.“

„Nein, ich glaube nicht, dass unser Leben besser sein könnte. Es ist einfach perfekt.“, antworte ich leise und schließe die Augen. „Ich liebe dich, Niall James Payne.“ „Ich dich auch, Liam.“

One Direction OS ABC [Bromance-OneShots]Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt