Wieder einmal lief Kili ziellos durch die scheinbar endlosen Gänge des Waldlandreiches. Anfangs hatte es ihm Freude bereitet einmal was anderes als zwergische Gemäuer zu sehen, doch schon bald wurde es ihm langweilig und von den vielen, rankenartigen Mustern wurde ihm schwindelig. Doch was sollte er schon großartig tun wenn Tauriel wieder einmal von den Heilern untersucht wurde? Sie wollte ihn nicht dabei haben, denn dass ließ ihr Stolz nicht zu. Doch sonst verbrachten sie jede Sekunde zusammen, und der Zwerg genoss es, doch die Sorge um Fili und Thorin, lag wie ein grauer Schleier über allem was er tat. Keiner der beiden hatte eine Nachricht geschickt. Kili fühlte sich seltsam einsam, trotz der Anwesenheit Tauriels. Was nicht an ihrem Zustand lag, denn der besserte sich von Tag zu Tag, schließlich heilen Elben schneller als jede andere Rasse Mittelerdes. Aber es fühlte sich an als würde ein wichtiger Teil von ihm fehlen.
Kili schrak auf als er fast gegen einen Elben gelaufen wäre. Na toll, der Königssohn. Das hatte ihm grade noch gefehlt. Schon wollte er sich an Legolas vorbei drücken, während er ein "Tschuldigung" murmelte, als dieser ihn jedoch aufhielt. "Kili, wartet." Zu perplex um zu protestieren, hielt Angesprochener tatsächlich inne und wandte sich dem Elben zu. Dieser kam nun auf ihn zu und vielleicht war es der unsicherer Ausdruck in dem bartlosen Gesicht, dass Kili entspannter werden ließ. "Kili", begann Legolas noch einmal. "ich weiß unsere Völker und besonders unsere Sippen sind von einer Geschichte voller Hass und Abscheu verbunden. Ich würde lügen wenn ich sagen würde ich hätte nicht genau so empfunden als wir euch im Wald auflasen. Doch während der Schlacht um den Erebor begann ich an meiner Einstellung zu zweifeln. Ich denke ..., nun ich denke es ist Zeit diesen Zwist aus der Welt zu schaffen." Abwartend blickte der Elbenprinz seinen Gegenüber aus blauen Augen an. Doch Kili wusste nicht wie er darauf reagieren sollte. Wie auch sein Vater schien der Elb einen Wandel durchlaufen zu haben. Legolas deutete die Sprachlosigkeit Kilis falsch und dachte er würde nicht auf Frieden aus sein. Also wandte er sich ab und wollte gehen als es nun Kili war der ihn aufhielt. "Verzeiht, Ich hätte nicht... Ich hatte so etwas nicht erwartet. Natürlich werden ich euer Friedensangebot annehmen. In der Schlacht sind sowohl Zwerge als auch Elben Seite an Seite gefallen." Legolas nickte bedächtig. Eine Pause entstand, da beide nicht wussten was sie sagen sollten was ihnen im Kopf herum ging. Wieder war es Legolas der das Schweigen brach "Ich akzeptiere Tauriels Entscheidung." "Das weiß ich zu schätzen.." "Aber solltest du sie verletzen.." "Schon gut Blondie!", Kili grinste und winkte ab "Ich werde mal nach ihr schauen . War nett mit dir zu plaudern." Und damit wandte Kili sich ab und erst als Legolas sich sicher war dass der Zwerg ausser Sichtweite war erlaubte er sich ein leichtes Lächeln.
Eigentlich waren Zwerge doch ganz umgänglich.
Als Kili am Zimmer seiner Elbin ankam wurde ihm etwas mulmig, konnte sich aber nicht erklären woher dieses Gefühl kam. Er schüttelte, verärgert über sich selbst, den Kopf und trat in das hell erleuchtete Zimmer, und blieb wie angewurzelt stehen. Es war leer und das Bett ordentlich gemacht.
Kili blickte sich leicht panisch um auf der Suche nach dem vertrauten Anblick feuerroter Haare. Doch keine Tauriel war zu sehen. Die nächste Stunde verbrachte Kili damit den ganzen elbischen Palast zu durchsuchen. Er platzte in fremde Zimmer, lief Elben über den Haufen und wäre einmal fast von einer der großen Wurzelartigen Treppen gefallen. Schließlich stand er schweratmend vor einer der Türen und wollte diese gerade öffnen als ein Windzug ihn Schaudern
ließ. Wo auch immer dieser wispernde Wind herkommen mochte, er weckte eine Erinnerung in Kili. Erinnerung an einen mit weichem Moos bewachsenen Hügel, umgeben von alten Birken welche im Mondlicht Silber erscheinen. Und in diesem Moment wurde ihm klar wo er suchen musste. So schnell seine Beine ihn trugen rannte er zum Ausgang des Palastes. Zwei Wachen standen am Tor doch sie ließen ihn ohne Widerspruch passieren.
Automatisch trugen Kilis Füße ihn zu dem Platz und schon von weitem sah er Tauriels strahlend rote Haare zwischen den Blättern hindurchscheinen. "Tauriel!" Angesprochene fuhr herum. Ihre grünen Augen die immer voller Glanz gewesen waren, schienen matt und glanzlos. Jetzt zuckten sie hin und her im Versuch etwas zu sehen. Kili kniete sich vor der Elbin nieder. "Was machst du hier draußen?" "Ich brauchte einen stillen Ort zum denken und endlich wieder das Gefühl von frischem Wind auf meinem Gesicht.", antwortete sie. "Ich habe mir Sorgen gemacht.", meinte Kili schüchtern. Ein helles Lachen drang aus Tauriels Kehle. Das kam so plötzlich das Kili kurz zusammenzuckte, rücklings über eine halb im Boden verborgene Wurzel stolperte und drohte mit dem Kopf auf einen Stein zu fallen. In Erwartung des Aufpralls hatte er schon die Augen geschlossen als sein Fall abrupt gebremst wurde. Tauriel hielt ihn mit einer Hand fest. Verwundert richtete Kili sich wieder auf. Die Elbin schien genauso überrascht wie er. Noch bevor er etwas fragen konnte sprang sie auf und drückte ihn so fest dass er beinahe keine Luft mehr bekam. Nachdem sie sich wieder etwas beruhigt hatte setzte Kili noch einmal an "Kannst du.." "Nein", unterbrach Tauriel ihn mit einem leicht traurigen Lächeln. "Aber ich kann meine Umgebung auf einmal wahrnehmen." Sie richtete sich vollends auf und ließ ihre Finger durch die milde Abendluft gleiten als würde sie unsichtbare Fäden spinnen. Sie fuhr fort: "Mein Vater erzählte mir einst dass Elben die Fähigkeit haben auch ohne ihre Augen zu sehen. Ich verstand damals nicht was er meinte aber jetzt kann ich es fühlen. " Sanft strich sie über Kilis stoppeliges Kinn. Dieser wusste nicht was er sagen sollte. Also blieb er still und beugte sich vor und verschloss Tauriels Lippen mit einem sanften Kuss. Erst jetzt fiel ihm auf dass die Sonne bereits hinter den Bäumen des Düsterwaldes untergegangen war und die ersten Sterne am Himmel funkelten. Nie hatte Kili verstanden warum Tauriel die Sterne so liebte und auch jetzt wirkten sie auf ihn eher kalt und unnahbar. Doch dann blickte er zu Tauriel,welche sich wieder neben ihn hatte sinken lassen und sah wie sich das Sternenlicht in ihren Augen reflektierte. Ihr Blick war in den Himmel gerichtet und Kili erkannte etwas in ihr was sie sonst immer meisterhaft kaschierte. Verletzlichkeit. Er schlang einen Arm um sie, woraufhin sie ihren Kopf auf seine braunen Haare legte. In diesem Moment hätte der Zwerg glücklich sein sollen, aber Kili wurde von dem ständigen Gedanken an seinen großen Bruder gequält. Er vermisste Fili und ein großes schwarzes Loch in ihm wuchs ständig weiter, je mehr Tage vergingen ohne eine Nachricht von ihm und er fragte sich ob es Fili gut ging, wo er gerade war und ob er schon ein Zeichen von Mutter hatte.
Weit entfernt in einer Zelle tief im Schattengebirge lag auch Fili wach und blickte durch ein kleines Loch nach draußen. Dís lag schlafend neben ihm und hatte einen Arm um ihn gelegt. Mehrmals war sie schon aufgewacht und panisch geworden weil sie dachte er wäre nur ein Traum gewesen. Jetzt schien sie wirklich zu träumen, denn sie zuckte mehrmals im Schlaf und murmelte immer wieder Namen. Das meiste konnte er nicht verstehen aber mehrmals hatte er schon den Namen seines Onkels und dessen Bruders Frerin gehört. Auch sein eigener und Kilis Namen waren dabei gewesen. Bei dem Gedanken an Kili wurde Fili leicht schwindelig. Er wurde das Gefühl nicht los das es ein Fehler gewesen war den Erebor zu verlassen. Kili war noch nie allein unterwegs gewesen und Fili traute den Elben noch immer nicht. In diesem Punkt schien er einiges von seinem Onkel geerbt zu haben. Schnell schob er den Gedanken beiseite. An Thorin traute er sich nicht zu denken. Er wollte sich nicht vorstellen wie dieser sich fühlen musste. Vielleicht war es ein Fehler gewesen ohne ihn zu gehen. Doch genau in diesem Moment regte sich Dís und drehte sich so das ein Lichtstrahl er schmutziges, blutverdrecktes Gesicht Sehen konnte und der Prinz wusste dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Hey Ho mellons
Jaa mich gibts noch. Suprise ! :} und ich war auf der Hobbitcoooon!!! Oh man es war einfach unglaublich! Diese mega genialen Cosplays und tollen Leute die ich kennengelernt hab von den Stars gar nicht zu sprechen *0* Deswegen hab ich auch wieder so lange gebraucht mit schreiben. Ich musste mich vorbereiten und jetzt meinen Conblues verdauen ;3 Aber jetzt hab ich frei und hab endlich Zeit zum schreiben. 100%ig zufrieden bin,ich Mir Dem Kapitel nicht, es passiert zu viel auf einmal. Aber naja wir leben in hektischen Zeiten ;> Ooh und was sagt ihr zu dem neuen Cover von Thirillia? ❤
Liebe Grüße eure dwarfgirl2941
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It will not end here! (Hobbit ff) *wird derzeit überarbeitet*
FantasíaFili blickte seinen Bruder an. "Hast du Angst kleiner Bruder?". "Ein bisschen.",antwortete dieser nach einer Weile. Fili lächelte und nahm Ihn in den Arm. "Egal was passiert Kili, versprich mir dass du nichts machst was dich unnötig in Gefahr bringt...
