Gaaras Kraft

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Kurz nickte ich und änderte meine Route, komplett außen herum. Neben dem Uzumaki angekommen, grinsten wir beide uns kurz an, bevor dieser sich, zu meiner eigenen Überraschung, in Luft auflöste. Auch Kakuzu schien verblüfft, denn er regte sich keinen Millimeter. Ich nutzte sein Schockstarre und lief auf ihn zu. Ein paar Meter vor ihm kam ich zum Stand, biss mir in den Finger und strich das Blut auf den Boden. „Jutsu der Beschwörung:Zoufuku!", stieß ich aus. Schon einen Augenblick später stand der Rotäugige dem großen hundeähnlichen Wesen gegenüber. Die drei Köpfe von dem Tier schienen ihn zunächst zu verwirren. Doch ich hielt mich nicht weiter mit dem Schwarzhaarigen auf, sondern begab mich schleunigst auf die Suche von Naruto. Denn ich wusste, das Kakuzu ein wenig an dem Monster zu kauen haben würde.

Ich rannte immer weiter, wobei die Gegend an mir vorbei zog, ohne den Blondschopf irgendwo zu sehen. Als ich merkte, dass es so nichts brachte, hielt ich an und überlegte kurz. Dann entschied ich mich dazu, ihn über den Regentiger aufzuspüren. Gesagt, getan. Unsere komplette Gruppe musste nun im Regen gegen Hidan und Kakuzu kämpfen. Nachdem ich Narutos Präsenz gespürt hatte, lief ich sofort weiter in diese Richtung, um ihn an einen Baum gelehnt liegen zu sehen.
Neben ihm kniete die rosahaarige Kunoichi, die ihn anscheinend zu heilen versuchte. Doch so wie die sich abmühte, schien sie bald an ihr Limit zu kommen. Genau wie der Rest von uns, dachte ich. Also machte ich auf dem Absatz kehrt und stürmte zurück zu den anderen. Dabei versuchte ich, die Mitte zwischen den beiden kämpfenden Teams zu finden.

Kurze Zeit später stand ich zwischen den beiden Teams und konzentrierte mein Chakra. „Chibaku Tensei!", schrie ich und eine schwarze Kugel stieg über meinem Kopf empor. Ein starker Wind zog auf und die Kugel zog sämtliche Bäume mitsamt Wurzeln heraus. Durch die Augen des Zoufuku sah ich, wie zunächst nur die Elementgeister angezogen wurden. Nach und nach auch Kankurou und Temari, wie mir kurz darauf auffiel. Mist! Da war wohl etwas nicht ganz zu ende gedacht worden von mir. Ich konnte nicht meine Teamkameraden vernichten. Also grübelte ich über eine neue Möglichkeit wenigstens die Sunanin in Sicherheit zu bringen, die anderen waren sowieso außerhalb der Reichweite meines Chibaku Tensei.
So schnell das man es selbst mit einem guten Sharingan kaum sehen konnte, formte ich die nötigen Handzeichen um Chakraketten aus meinem Körper zu erschaffen und diese schlangen sich sogleich um das Geschwistertrio. Kakuzu mühte sich weiterhin mit meinem Höllenhund ab, der mittlerweile zwar kleiner war, aber dafür hatte er sich zahlenmäßig vermehrt. Nun waren es sechs der Tierköpfe, die jeweils einen eigenen Körper hatten. Doch mich verwunderte es, dass er nicht ebenfalls von meinem Chibaku Tensei angezogen wurde.
Nachdem ich das Szenario noch ein wenig beobachtet hatte,  entschloss ich mich dazu, drei von ihnen in Richtung Hidan zu schicken.

Jetzt da alle irgendwie Unterstützung hatten, hatte es für mich oberste Priorität Itachi zu finden.
Ich zog mich etwas zurück an einen ruhigeren Ort und kniete mich hinter einen Kirschblütenbaum. Dort schloss ich meine Augen und konzentrierte mich ausschließlich auf den Pferdeschwanzträger. Dieser wollte aber anscheinend nicht gefunden werden, denn egal wie sehr ich mich auf ihn fokussierte, ich spürte nicht das geringste Lebenszeichen von ihm. Schnell schlug ich mir den Uchiha wieder aus dem Kopf und kehrte erneut zurück zu den anderen. Temari, die mich schon von weitem gesehen hatte, schaute mich finster an. Anscheinend war sie immer noch nicht gut auf mich zu sprechen, trotzdass ich ihr das Leben gerettet hatte. Naja, man konnte es schließlich nicht allen Recht machen, dachte ich, bevor der Kazekage das Wort an sich riss: "Vielen Dank, dass du meine Geschwister gerettet hast." Meine Wangen färbten sich langsam immer röter und ein sanftes Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus, welches ich dem Kazekage als Antwort schenkte. "Wo sind Naruto und Sakura?", mischte sich nun sein Bruder in die Unterhaltung ein, doch ich war nicht in Stimmung für lange Konversationen. Zunächst zuckte ich bloß mit den Schultern, aber als auch Temari nachfragte wo denn Shikamaru, Ino und Choji waren konnte ich wohl nicht weiterhin schweigen. "Naruto und Sakura habe ich eben etwa zwei Meilen südlich von uns gesehen und die anderen drei müssten etwa fünf Meilen von uns entfernt sein.", brummte ich kurz. Die Blondine blieb nicht lange stehen, sondern machte sich sofort auf den Weg zu einem der beiden Grüppchen. Ich vermutete ja, dass sie zu Choji, Ino und Shikamaru wollte. Denn selbst ich wusste, dass Naruto in den Händen der Grünäugigen Kunoichi am besten aufgehoben war.

Da stand ich also, alleine mit dem Rotschopf und Kankurou, mitten auf einem leer gefegten Platz und keiner von uns sagte etwas. Wir beobachteten eher wie Kakuzu gegen Zofuku kämpfte. Doch auch den schien er nun besiegt zu haben. Es blieb uns demnach keine Zeit eine Strategie oder einen Plan zu besprechen. Wir mussten einander vertrauen. So kam es, dass ich den Sunanin den Vortritt ließ, Kakuzu entgültig zu erledigen. Die Jungen hatten es allem Anschein nach ebenfalls verstanden und der Marionettenspieler griff als erstes an. Währenddessen bereitete Gaara sich wohl auf eine starke Attacke vor. Meine Augen waren auf den Boden vor ihm gerichtet und verfolgten, wie sein Sand aus dem Kürbisgefäß ein Loch in den Boden fräste und anscheinend dadurch mehr Sand erschuf mit dem das Dorfoberhaupt angreifen konnte. Nach und nach, hatte er dadurch das gesamte Schlachtfeld unter seine Kontrolle gebracht, sodass die bewachsene Erde bloß noch von Sand bedeckt war. Kakuzu, der mit einer von Kankurous Puppen beschäftigt war, schien dies nicht zu merken sondern kämpfte unbeschwert weiter.
Wieder galt meine Aufmerksamkeit dem Rotschopf, der in seiner gewohnt entspannten Haltung, mit verschränkten Armen vor der Brust, da stand und keine einzige Emotion zeigte. Selbst als er seinen Angriff ausführte rührte sich kein einziger Muskel in seinem Gesicht. "Wüstensarg!", befahl er seinem Sand. Ich konnte gar nicht so schnell verarbeiten wie es passiert war. Diese Massen an Sand schlossen sich in windeseile um den Körper des Akatsukimitgliedes. Es sah wirklich beängstigend aus, doch noch schlimmer war, dass ich bei dem nächsten Blick, den ich Gaara zu warf, tatsächlich Emotionen bei ihm sah. Er sah aus, als würde er es genießen, was er dort sah. Ein lautloses, finsteres Lachen breitete sich auf seinen schmalen Lippen aus. Seine Augen weiteten sich. Ich dachte eigentlich, schlimmer könnte es nicht mehr kommen, doch dann murmelte er unerbittlich: "Trauerzug der Wüste!". Schnell wand ich mich wieder zu Kakuzu um und sah, wie dieser immer weiter vom Sand verschlungen wurde, bis man schließlich nichts mehr von ihm sah oder sogar hörte. Bei genauerem hinsehen, bemerkte ich, wie der Sand immer fester wurde und ihn in sich zerquetschte.

Da Kakuzu in gewisser Weise zu meiner Familie gehörte, hätte es mich eigentlich traurig stimmen müssen, doch das genaue Gegenteil war passiert. Mir war ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Doch im nächsten Moment wurde mir klar, dass mein Hauptziel ein unglaublich schwerer Gegner sein würde. Selbst mit meinen Fähigkeiten würde ich wahrscheinlich Probleme haben mich aus diesem Wüstensarg zu befreien. Pain hatte mich zwar immer so erzogen, dass ich vor nichts Angst haben musste, aber vor Gaara hatte ich in dem Moment unglaubliche Angst. So war es mir auch nicht aufgefallen, das ich unbewusst einige Schritte von ihm weg gegangen war. Ich traute mich noch nicht mal mehr, in Kakuzus Richtung zu sehen. Viel eher sank ich langsam zu Boden, verbarg mein Gesicht in meinen Handflächen und versuchte mich zu beruhigen. Meine Gedanken verliefen sich sofort zu Itachi. In diesem Moment wünschte ich mir nichts sehnlicher, als das mein großer Bruder bei mir war und mich in den Arm nahm um mir die Angst zu nehmen.
Nachdem ich mich einigermaßen beruhigt hatte und wieder klar denken konnte, fokussierte ich mich erneut auf den Uchiha um ihn aufzuspüren. Es brauchte zwar ein wenig, bis ich ihn endlich fand, aber danach raffte ich mich wieder auf und versuchte meine vermeintlich unbeholfene Art von vorhin zu überspielen. Ich lächelte die beiden Jungen, die inzwischen vor mir standen, an. So als wäre das was ich eben mit meinen eigenen Augen gesehen hatte niemals passiert. Selbst ein Blinder hätte spätestens an meiner überfreudigen Stimme erkannt, das ich gerade nicht ich selbst war und diese Unbeschwertheit bloß gespielt war. "Na gut, Jungs. Dann lasst uns mal unser restliches Team zusammensuchen. Wir sind hier fertig.", grinste ich falsch zu den Jungen. Diese reichten mir jeweils eine Hand um mir hoch zu helfen und nickten dabei. "Temari wird bei Shikamaru und den anderen sein.", merkte Kankurou an. Kurz darauf fügte Gaara, der mittlerweile wieder der alte zu sein schien, an: "Sakura wird bei Naruto sein." Da bewegte sich auch mein Kopf aufmersam auf und ab.

Wir hatten uns entschieden zunächst den Jinchuuriki und das rosahaarige Mädchen zu suchen. Gesagt, getan. Nur ein paar Minuten später stießen wir auf die beiden, die immer noch an dem Baum lehnten, an dem ich die beiden kurz zuvor noch gesehen hatte. Als erstes bemerkte uns Sakura, der Blondschopf war so sehr geschwächt worden, dass er wohl schlafen musste. "Geht es ihm gut?", erkundigte sich Gaara sofort bei der Kunoichi. Sie nickte eifrig und steuerte gleich auf mich  zu.

Mein Weg des Ninja!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt