Die Geschwistersache

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Naruto und ich Geschwister? Niemals, wie sollte das denn Möglich sein? Alleine schon, dass er aus Konoha und ich aus Amegakure kam, war Grund genug dass es nicht so ist. Mein Blick wanderte unsicher zu Itachi, der sich aus dieser Unterhaltung scheinbar heraus halten wollte, doch ich sah wie seine Mundwinkel knapp nach oben zeigten. "Wie kommst du denn auf sowas, Shikamaru?", wunderte sich Ino, die nicht sehr begeistert von dem war, was der Ananaskopf vorher von sich gegeben hatte. Ich fragte mich wirklich, wieso die Mädchen, abgesehen von Sakura, aus dieser Gruppe so ein großes Problem mit mir hatten. Temari schaute mich grundsätzlich böse an und laut ihr war wahrscheinlich auch alles, was ich sagte oder tat falsch. Ino verstand wohl alles falsch was ich von mir gab oder verstand einfach nicht was ich sagte und interpretierte stattdessen einfach ihre eigene Meinung in jegliches was ich sagte.

Shikamaru kratzte sich zunächst verlegen, grinsend am Hinterkopf und wies dann darauf hin: "Naja, alleine schon wenn die beiden lächeln. Ich meine, schaut es euch doch an." Mein Blick wanderte zu Naruto, der wahrscheinlich nicht einmal zugehört hatte, denn er grinste immer noch wie ein Honigkuchenpferd. Irgendwie war seine verpeilte Art schon süß, doch nach diesem Vergleich, verschwand mein Grinsen sofort von meinem Gesicht. Was dachte der Junge sich nur dabei, mich mit ihm zu vergleichen? Zwischen Naruto und mir gibt es einfach keine Ähnlichkeiten. Abgesehen davon sind wir auch noch Feinde.
Wenn er mein Bruder wäre, könnte ich es niemals übers Herz bringen ihm den Kyūbi zu entziehen. Das wäre ja, als ob ich meine eigene Familie umbringen würde.
Ich verstand diese Leute generell nicht, die ihre Familien töten konnten. Selbst Akatsuki könnte ich nicht einfach so umbringen, obwohl sie mich wie den letzten Dreck behandelten, so war das halt mit Familien...

Mein Blick haftete nun auf dem Kaze-Kage und seinen Geschwistern. Dieser verlor kein Wort und beteiligte sich kein Stück an diesem Gespräch, er starrte einfach nur vor sich auf den Boden und wartete wahrscheinlich darauf, dass dieses Thema nun endlich beendet werden würde. Vielleicht wollte der Rotschopf ja etwas ankündigen...
Eigentlich hätte ich es gut abschließen können, doch ich hatte ein wenig Angst, dass sie meine Antwort dann wieder falsch verstehen würden, also schwieg ich lieber.

Anstatt dass Sakura diese Unterhaltung beendete und Gaara nun seine Ankündigung machen konnte, lenkte sie die Konversation wieder auf den jungen Uchiha: "Du bist doch Sasukes Bruder, oder?". Itachi nickte stumm, aber gab keinen Ton von sich. Viel eher platzte es wütend aus Ino heraus: "Du bist ein-", doch Choji schnitt ihr mit mahnendem Unterton das Wort ab: "Entspann dich Ino. Er ist jetzt  unser Partner, egal was er vorher war." Der Nara-Junge stimmte ihm zu "Wir müssen doch nur mit ihm zusammenarbeiten. Mach dir keine Sorgen, dass uns etwas derartiges passieren kann.", predigte er beruhigend. Ich verstand natürlich rein gar nichts und schaute Ino eindringlich an, bis sie plötzlich langsam zu Boden sank. Ich wusste nicht wieso, der Rest von uns wohl auch nicht. Erst als ich mich zu Itachi umdrehte und sah wie er seinen Blick von ihr abwandt, Begriff ich. Die Blondine hat ihm wahrscheinlich in sein Sharingan geschaut... Amateurin, dachte ich. Sie war selbst Schuld, das sie Nii-sans Genjutsu zum Opfer gefallen war. Da sie nur langsam zu Boden gegangen war, wusste ich, es war kein starkes Genjutsu und es würde sich in wenigen Minuten von selbst wieder auflösen.
Gott, war es toll einen Auftag mit meinem großen Bruder zu machen! Doch es wurmte mich trotzdem was das Mädchen da von sich gegeben hatte.
Lange konnte ich mir jedoch keine Gedanken darüber machen denn schon kurz darauf riss Der Uchiha das Wort an sich: "Es ist egal, was ich früher getan habe, ich bin nach wie vor Itachi Uchiha aus dem Dorf dass versteckt hinter dem Laub liegt. Ihr müsst euch nicht um eure Sicherheit in meiner Gegenwart Sorgen aufgrund von Handlungen die damals stattgefunden haben." Nette Ansprache, dachte ich. "Da wir nun alle etwas gesagt haben zu irgendeinem Thema, würde ich jetzt auch gerne mal etwas sagen.", kündigte sich plötzlich Gaara an.
Als ich seine Stimme hörte, gefror sie mir, wie so oft, das Blut in den Adern. "Jetzt da unser Team wieder vollständig ist, geht unsere Mission weiter. Itachi, weißt du, wo sich dein Bruder im Moment aufhält?",erkundigte sich der Rotschopf. Mit einem Blick signalisierte ihm der Angesprochene ein Nein. Dann wandt der Jinchūriki sich an mich: "Nanashi, kannst du  vielleicht versuchen ihn aufzuspüren?" ich nickte und machte mich an die Arbeit meinen Regentiger vorzubereiten. Doch leider ohne Erfolg, ich spürte bloß zwei Präsenzen. Die eine war Konan. Die andere war mir zwar bekannt, doch ich hatte nie wirklich etwas mit dem Kerl zu tun gehabt, er fühlte sich an wie Orochimaru. Aber Sasuke hatte mir doch erzählt, er hätte ihn umgebracht. Wer könnte es sonst sein? "Wir werden beobachtet.", murmelte ich gerade so laut, dass die anderen es hören konnten. Schnell waren alle auf ihren Positionen, nur Itachi und ich standen mit Gaara und Naruto in der Mitte von den anderen und blickten in alle Richtungen. Das Dorfoberhaupt sprach, an mich gewandt: "Du hast Recht, ich spüre es jetzt auch." Da ich mit dem Rücken zu den anderen stand, konnte ich mir ein glückliches Lächeln, wegen seiner Zustimmung nicht verkneifen. "Was sollen wir machen?", erkundigte ich mich bei dem jungen Mann. Anstatt das dieser mir antwortete, mischte sich abermals der Uzumaki ein. Dieser meinte: "Du machst gar nichts, überlass ihn uns. Wir werden schon mit ihm fertig." Hatte mir der Junge gerade tatsächlich verboten ebenfalls zu kämpfen? Mit verwirrtem Blick musterte ich den Blondschopf solange er noch anfügte, "das ist zu gefährlich für dich."
Nicht nur ich schaute ihn fragend an sondern auch Itachi wandt sich nun zu dem Jungen um und auch Gaara schien nicht ganz zu verstehen, wieso der Jinchūriki mich nicht kämpfen lassen wollte. So wurde er von uns dreien verwirrt angestarrt, doch ihn schien das nicht weiter zu stören. Er erschuf lieber ein paar Doppelgänger und lief in die Richtung in die ich vorhin gezeigt hatte, wo sich wohl der Beobachter aufhielt. "Naruto!!!", hörte ich Sakura, die ihm hinterher lief.
Zunächst dachte ich mir nichts dabei und schaute den beiden Konoha Ninjas hinterher. Doch dann erinnerte ich mich wieder.

Orochimaru war einer der legendären Sannin gewesen, das heißt er war verdammt stark.
Ohne lange zu überlegen, nahm ich meine Beine in die Hand und rannte den beiden hinterher, dicht gefolgt von Itachi. Der sich wahrscheinlich nur versichern wollte das es sich bei dem Stalker nicht um seinen ehemaligen Kameraden handelte. Doch sicher war ich mir nicht. "Sak-", rief ich, doch noch bevor ich ihren Namen ganz aussprechen konnte hatte sich die Hand des Zopfträgers über meinen Mund gelegt. "Pscht, wir sind zu nah am Feind dran, willst du den anderen etwa ihren Überraschungsmoment kaputt machen?", flüsterte er mir mahnend ins Ohr. Natürlich wollte ich das nicht, also nickte ich und wartete geduldig bis er seine Hand von meinem Mund nahm.
Unauffällig schlichen wir uns an und versteckten uns in einer dicht umwachsenen Baumkrone über den dreien.
Der junge dem die beiden Ninjas nun gegenüber standen hatte  graues Haar welches zu einem einfachen Zopf im Nacken gebunden war, etwa so wie Temaris Zöpfe und trug eine große Runde Brille. Aus der Ferne konnte ich bloß vermuten dass er etwa so alt war wie Itachi. Doch mein Bauchgefühl sagte mir, Naruto und Sakura würden nicht lange mit ihm alleine klar kommen. Rasch wand ich mich an den schwarzhaarigen jungen Mann und bat ihn: "Kannst du bitte Gaara und den andern Bescheid sagen? Wir brauchen hier Hilfe." Der Uchiha nickte, doch bevor er sich umdrehte ermahnte er mich abermals: "Du gehst nicht dazwischen. Du beobachtest von hier aus nur." Langsam bewegte ich meinen Kopf auf und ab und hockte mich wieder zwischen die Blätter um besser zu hören worüber die drei redeten. "Naruto, Sakura. Was für eine Überraschung.", hörte ich den unbekannten sagen, "lang ist es her, dass wir aufeinander trafen." Er funkelte nacheinander Naruto, und dann Sakura aus seinen schlangenähnlichen Augen an, falls man dies noch Augen nennen konnte. Es sah von oben viel eher wie ein misslungenes Experiment aus, doch trotzdem schien er stark zu sein. Denn nun spürte ich, dass der Unbekannte definitiv Orochimarus Chakra besaß. Ungeduldig verfolgte ich die Unterhaltung von oben weiter, obwohl ich die beiden nur zu gerne unterstützen wollte.
"Wie kommt es, dass ihr hier seid und nicht die Akatsuki Mitglieder, die bei euch waren?", wunderte der junge Mann sich. Dabei schien er jedoch nicht auf eine Antwort von einem der beiden zu warten, sondern fuhr einfach fort: "Mit euch kann ich nichts anfangen. Besser wäre ein Kekkei Genkai. Was für ein Zufall das ihr gleich zwei der drei Doujutsū in euren Kreisen habt."
Er wollte Itachi oder mich...
Eigentlich ein Grund mehr, hier oben zu bleiben. Doch das konnte ich nicht. Ich rang mit mir, ob ich nun runter springen soll oder hier oben bleiben sollte...

Mein Weg des Ninja!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt