"Wohin genau gehen wir denn?", fragte ich an Gaara gewandt. Er sah mich kurz an und übergab dem Uzumaki mit einer Geste das Wort. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Kurz versuchte ich die Situation zu analysieren. "Also wisst ihr nicht mal wo ihr hin wollt?" Fragte ich mit immer größer werdenden Augen in die Runde. Anscheinend hatte der Blondschopf seine Stimme wieder erlangt. "Wir wollen Sasuke wieder ins Dorf zurück holen!", brüllte er ein wenig empört. Doch als er meine gespielt traurige Miene sah, verweichlichten sich seine Gesichtszüge recht schnell wieder. "Und wo ist er? Oder besser gesagt wo könnte er sein?"löchterte ich sie weiter mit fragen.
Ich lächelte leise in mich hinein bei dem Gedanken, das ich schon wusste, das der Uchiha höchst wahrscheinlich bei Orochimaru sein würde.
Langsam begab ich mich in Richtung Gebirge, wo ich auf den Uchiha gestoßen war und versuchte dabei, die anderen ebenfalls in diese zu lotsen. Mit Erfolg, wie sich kurze zeit später herausstellte. Sie folgten mir wortlos eine ganze weile. Nur Naruto lief gleich neben mir ohne einen einzigen Zweifel an meiner Führung zu haben. "Wo gehen wir hin?", vernahm ich die herrische Stimme der Schwester des Kazekage. Nach wie vor konnte ich der großen Blondine nichts abgewinnen, ihre Stimmlage verriet mir, dass sie ebenfalls so dachte wie ich. Meine Augen streiften durch unsere von Büschen und Bäumen gepflasterte umgebung, bevor ich meinen Teamkameraden eine frei erfundene Geschichte auftischte:"ich fand diese Umgebung hier war noch einen extraausflug wert. Außerdem sagt mir mein Bauchgefühl das dieser Weg uns weiter bringen wird. Auf einem weg können wir neue Kräuter sammeln um uns ein wenig länger fit zu halten." Scheinbar hatte die Fächerkämpferin mit allem gerechnet, außer so einer fürsorglichen Antwort. Jeder von ihnen schien überrascht, außer Gaara-sama, der lief fast ganz hinten und hatte die kurze Unterhaltung zwischen seiner schwester und mir wahrscheinlich nicht einmal mitbekommen. Denn seine Gesichtszüge blieben die ganze Zeit unverändert gleichgültig, während ich ihn vorsichtig musterte.
Ich hielt mich nicht lange mit Erklärungen auf sondern lief den ganzen nachmittag stets gen Westen bis es langsam begann zu dämmern, erst da ließ ich Kankuro den Vortritt der uns schon bald darauf das lager aufschlagen ließ.
Shikamaru, Naruto, Sakura und Ino verschwanden im Wald um für uns neues Feuerholz zu besorgen, das Dorfoberhaupt errichtete einen kleinen Unterschlupf und Choji und Kankuro bereiteten unsere Abendmahlzeit vor. Es war gegrillte Rinderzunge. Temari kam während der ganzen Prozedur auf mich zu und begann zu meiner verwunderung ein Gespräch mit mir, dabei achtete sie penibel darauf, das uns bloß keiner belauschen würde. "Nanashi-san, ich habe einige Fragen, hättest du vielleicht einen Moment Zeit?", leitete sie ihre Unterhaltung ein wobei ihre okkerblauen Augen keine Sekunde von mir abließen. Ich nickte wortlos und trat in den schatten eines alten, modrigen Baumes. Fast wäre ich mit meinem Fuß in einen Wieselbau getreten, doch den erspähte ich zum Glück noch rechzeitig. Ihr Blick folgte weiterhin meinen Bewegungen. "Was für fragen hast du denn?", fragte ich gelangweilt, nachdem ich endlich eine bequeme Position für diese Unterhaltung gefunden hatte. "Hör zu, ich bin genau so wenig begeistert wie du, aber dennoch muss ich mehr über dich erfahren. Wo kommst du her?", fuhr sie wehmütig fort. Ich wusste zunächst nicht ob ich ihr überhaupt eine Antwort geben sollte, weshalb mein blick über die Gesichter der anderen hinweg zog wie eine art Schatten und schließlich auf Gaara-sama ruhte.
"Wie kommst du auf diese Frage? Ich hatte bereits erwähnt das ich aus Amegakure komme.", gab ich leicht zickig zurück. Sie folgte meinem Blick der immer noch auf den Kazekage gerichtet war und fuhr unbeeindruckt fort. "Du hast nie an irgendwelchen Prüfungen teilgenommen! Lüg mich nicht an! Sonst hättest du, genau so wie jeder von uns auch ein Stirnband! Sag mir wo du her kommst!", wies sie mich wütend an. Sie wusste es, kein Zweifel. Sonst würde sie nicht so genau nachhaken. Ein schweigen brach über die Blondine und mich herein. Doch die Kunoichi plauderte ungehemmt wenig später weiter "ich habe den Mantel gesehen! Ich will es nur aus deinem Mund hören!", schrie sie mich empört an. Erst jetzt Wand ich meine Augen von dem kleinen Rotschopf ab und funkelte nun sie böse an. Schnell breitete sich ein entspanntes grinsen auf meinen Lippen aus "Es bringt nichts mehr dich anzulügen. Ich muss sagen, du bist gut...", lobte ich das Mädchen "Ich bin von Akatsuki." Gestand ich ihr schließlich ohne eine Miene zu verziehen. Diese Okkerblauen Augen meines gegenüber weiteten sich, ich merkte das sie es mit der Angst zu tun kam. Nun trat ich direkt vor Sie sodass ihr keine andere Möglichkeit blieb als mir in meine Augen zu sehen. "Ich bin wegen einer Mission hier. Wie du siehst bin ich nicht in einem typischen zwei Mann Team hier sondern alleine. Was das für euch heißt ist wohl klar. Sobald ich meine Mission erfüllt habe, werde ich wieder weg sein. Solange du mein Geheimnis für dich behälst, werde ich keinem von euch etwas tun.", flüsterte ich dem Sunamädchen voller Mordlust ins Ohr. Ich sah die Angst in ihren Augen und wie sie sich nicht mehr regen konnte. Schnell sprang ich auf einen tief hängenden, halbwegs stabil aussehenden Ast und setzte mich auf diesen.
Wir verharrten eine weile in dieser Position. Erst als der Narajunge auf uns zu kam und schon von weitem fragte ob alles okay sei löste sie sich aus ihrer Starre. Doch ließ ich sie nicht zu Wort kommen. "Wir haben uns nur ein wenig unterhalten." Lächelte ich dem Ananaskopf so unschuldig wie möglich entgegen nachdem ich herab gesprungen War und wenige Meter vor ihm zum stand kam. Kurz musterte der junge mich und nickte schließlich mit nach oben zeigenden Mundwinkeln. Danach hakte er uns Mädchen unter und lief zurück zu den anderen.
Ich stieß gut gelaunt die Luft aus und fing an mich nützlich zu machen indem ich Sakura und Ino bei der Zubereitung von neuen Vitaminpillen half. Das rosahaarige Mädchen empfing mich freudig strahlend. "Oh, Nanashi. Du willst uns helfen!" Grinste sie. Ich nickte und kniete mich zu den Mädchen auf den Boden. Ino, die mich vorher nicht eines Blickes würdigte, schaute mich nun direkt an "was haben du und Temari da hinten besprochen?", fragte sie gleich neugierig. "Wir haben uns bloß ein wenig kennengelernt." Erklärte ich ihr nebensächlich als ob sie gar nicht gefragt hätte. Die Mädchen nickten, der Blick der weissblonden Kunoichi blieb jedoch noch einen Moment Auf mir haften.
Sakura zog meine Aufmerksamkeit schnell auf sich Durch einen Satz, den ich vorher noch nie gehört hatte:"Mir gefällt deine Frisur." Gab sie lächelnd zu,"besonders dein fransiger Pony." -"es hat etwas geheimnisvolles..." mischte sich Ino schließlich ein "...wenn man deine Augen nicht sieht." Dankend grinste ich die Mädchen an ohne ein weiteres Wort zu sagen. Ein schweigen entstand während ich über einen passenden Themenwechsel nachdachte. Schnell entschied ich mich, ein wenig mehr über den Jinchūriki des Kyūbi heraus zu finden. "Wie ist Naruto so, Sakura-Chan?", hakte ich bei ihr nach. "Naruto ist ein Idiot!", entgegnete dem Mädchen. Das andere Mädchen fügte noch unbeirrt hinzu:"aber er ist stark. Verfügt über Viel Chakra..." ich nickte und schaute etwas unbeholfen durch die Umgebung. Als ich eine weiße Schlange sah, die sich ihren Weg durchs Dickicht bahnte, stand ich auf, führte schnell einige Handzeichen durch, während ich mich vor den Mädchen entschuldigend verbeugte und löste mich noch in der Bewegung in Luft auf. Ich musste dieser Schlange einfach folgen. Sie War ein Zeichen Orochimarus hatte mir Pain damals gesagt. Doch ich wusste nicht wohin mich die Spur der Schlange bringen sollte.
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Mein Weg des Ninja!
FanfictionNanashi ist seitdem sie denken kann ein Mitglied der Akatsuki-Organisation. Nachdem ihr Mentor und Ziehvater Pain verstarb, wurde ihr von Konan die Aufgabe übertragen, den Ichibi und den Kyuubi zu fangen und später auch zu extrahieren. Auf ihrer Rei...
