Der Teampartner meines Bruders

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Im Morgengrauen stahl ich mich stumm davon um mich auf die Suchenach Itachi zu begeben. Es war zwar noch früh, aber dennoch legteich ein gutes Tempo an den Tag. Die Bäume zogen an mir vorbei, bisich mich dazu entschied von Ast zu Ast den Weg zu bestreiten. Gesagtgetan, schnell war ich auf dem richtigen Weg etwa eine halbe Meilevon den anderen entfernt. Dort lehnte ich mich an einen ausgehöhltenBaum um mich besser konzentrieren zu können. Schließlich musste ichden Uchiha wieder finden. Diesmal geschah es viel schneller alsGestern, dass ich ihn fand.
Ich musste bloß noch weiter RichtungOsten an einen abgelegenen See. Dort erspähte ich tatsächlichItachi, der an einen Baum gelehnt saß und sich mit Kisameunterhielt. Einen Moment überlegte ich, ob ich die beiden vielleichtnicht stören sollte, denn soweit ich weiß, war dies ihr erstesTreffen nachdem alle dachten Itachi wäre Tod. Vielleicht hatten siesich eine Menge zu erzählen. Also hielt ich mich zunächst zurück,schaute mich in der Umgebung um.
Mittlerweile befand ich michnicht mehr im Wald. Dieser lag etwa 50 Meter hinter mir. Etwas weiterrechts von mir befand sich ein Bach, der etwa auf Kisames und ItachisHöhe, in einen See mündete. Hier und dort flog mal einSchmetterling durch die Lüfte und man hörte verschiedene Vögelzwitschern. Es war eigentlich ein unglaublich schöner Ort, selbstder Bach war so klar, dass man sich darin hätte spiegeln können.Doch Fische sah ich komischerweise keine in ihm schwimmen.
EinenMoment ließ ich die Natur auf mich wirken. Atmete tief ein und stießentspannt die Luft aus. Dann entschloss ich mich dazu, zu den anderenbeiden zu gehen. Sie mussten mich wahrscheinlich schon lange bemerkthaben.

Hallo Nanashi-San.", murmelte Kisame mit einemabweisenden Unterton in meine Richtung. „Guten Tag.",wisperte ich in die Verbeugung hinein. Der Zopfträger musterte michstill aus seinem funkelnden Sharingan. Auch ihm gegenüber deuteteich eine Verbeugung an. „Was führt dich zu uns,Kleines?",erkundigtesich der Uchiha unwissend. Nun wandt auch der schwanzlose Jinchūrikisich zu uns, in seinen kleinen Augen war wohl Neugierde gewecktworden. An den schwarzhaarigen gewendet, begann ich von gestern zuerzählen: „Der Kyūbi-Jinchūriki und der des Ichibi trafengestern auf Hidan und Kakuzu..." eine Pause folgte, in der ichmeine beiden Kollegen von oben bis unten beobachtete, bis Kisame michungeduldig erinnerte: „Ja und? Also heißt das, wir haben zweineue Bijū?" Leicht schüttelte ich meinen Kopf und fügte einNein an. „Die beiden wurden besiegt. Hidan von Shikamaru undKakuzu von dem Jinchūriki des Einschwänzigen..." von meinenbeiden Gesprächspartnern verfinsterte sich die Miene. Zunächstverlor keiner ein weiteres Wort, wir starrten alle ins Leere.Innerlich freute ich mich natürlich. Auch Itachis Gesichtszügewurden von Augenblick zu Augenblick immer entspannter. Kisamehingegen wurde immer unruhiger. „Also heißt das wir sind nurnoch zu sechst?", hakte er unsicher nach. Schnell nickte ichund wollte gerade etwas sagen, doch Kisame riss erneut das Wort ansich. „Verkack das bloß nicht, Nanashi! Wenn du deine Missionabschließt, haben wir immerhin schon mal den Kyūbi und denEinschwänzigen. Das wird die Verluste ausgleichen.", erneutbewegte ich meinen Kopf auf und ab. Nun mischte sich auch der sonsteher zurückhaltende Uchiha ein: „Nanashi wird das schaffen.Aber die beiden sind keine einfachen Gegner. Vor allem Naruto scheintsehr stark zu sein. Ich werde mit ihr gehen und sie so gut es gehtunterstützen. Die nächsten Aufträge musst du leider ohne michmachen Kisame." Überrascht nickte sein Partner, „VielGlück euch beiden.", verkündete er und wollte sich gerade aufden Weg zurück zu den anderen machen. Der Zopfträger schautezwischen mir und seinem Partner hin und her, hielt ihn noch ein malauf. „Sorg dafür, dass der Rest von euch uns nicht in die Querekommt und keiner erfährt das ich noch lebe, Kisame.", betonteder Sharingan-Nutzer, während er ihn aus diesem befehlshaberisch anfunkelte.

Kisame war eigentlich sehr furchtlos, doch vor Itachi schien erAngst zu haben. Denn sein Blick konnte dem Sharingan nicht langestandhalten, viel eher sank sein Blick als dass er etwas sagte. Esverwunderte mich immer wieder, wie einschüchternd der Uchiha aufunsere Mitglieder wirkte. Die meisten hatten wirklich Angst vor ihm,nur Sasori, Konan und ich hatten keine Angst. Die anderen hattenentweder gegen ihn verloren wie in Deidaras Fall oder hatten eineMenge über ihn gehört, was ihm anscheinend Respekt in unserenKreisen verschafft hatte. Ich konnte es jedoch nie nachvollziehen,für mich war er mein großer Bruder und ich konnte mir niemandanderen als Bruder vorstellen, denn er hat immer irgendwie auf michaufgepasst. Ich wusste zwar nichts von seiner Vergangenheit, aber daswar mir egal, denn dies war vor meiner Zeit und selbst wenn ich maletwas über ihn wissen wollte, hatte jedes andere Mitglied mirgesagt, ich solle doch ihn fragen.


Einmal als er und Kisame gerade zu einem Auftrag aufbrechenwollten, hatte ich mich überwunden ihn doch mal nach seinerVergangenheit zu fragen. Seine Antwort war ein antippen meiner Stirnund ein „Vielleicht ein anderes mal, Kleines." Danachhatte er mich angelächelt und verlassen. Seitdem wurde dieses Stirnantippen zu unserem Ritual, wenn er ohne mich irgendwo hin musste.



Auf Wiedersehen, Kisame.", lächelte ich in seineRichtung, während Itachi sich schon auf den Weg zu den anderengemacht hatte. Als ich mich ebenfalls umdrehte, musste ich mich etwasbeeilen um den jungen Mann einzuholen. Ich war froh, endlich einmalgemeinsam mit ihm einen Auftrag auszuführen. Dementsprechendschwirrte ich leichtfüßig um den Zopfträger herum und teilte ihmmeine Freude über den gemeinsamen Auftrag mit. Er selbst nickte nurund lief gemächlich neben mir her, sagte aber sonst nicht viel.
DieSonne war mittlerweile aufgegangen und die anderen warenwahrscheinlich am essen wenn wir bei ihnen ankamen.

Solangewir durch den Wald streiften, verlor ich mich mal wieder in der Naturund schwieg den restlichen Weg. Bis wir aus der Ferne schon das helleGelächter der Truppe hörten. Abrupt bin ich stehen geblieben undstreifte mir den schwarzen Mantel vom Körper. Mein Begleiter tat esmir gleich und gemeinsam versteckten wir sie in einem Gebüsch. Dannließ er mir den Vortritt um zu den anderen zurück zu kehren. Erfolgte mir langsam aber hielt sich zunächst im Hintergrund. Alserstes sah mich Sakura. Diese kam mit schnellen Schritten auf mich zuund fiel mir zunächst um den Hals, dann erkundigte sie sich mitSorgenfalten auf der Stirn wo ich denn bloß gewesen wäre. „Ichhabe unser letztes Mitglied geholt.", grinste ich solange ichauf den Uchiha zeigte, der mittlerweile hinter mir stand. Langestarrte sie auf mein grinsen, dann blickte sie zu dem Uzumaki, dergerade alles andere als glücklich aussah, als er auf uns zu kam.Kurz darauf vernahm ich ein leises murmeln, welches von Sakuraausging: „Wow!". Die anderen konnten es gar nicht gehörthaben, also entschloss ich mich, nachzufragen. Denn immerhin hattesie bevor sie es aussprach, noch auf mich geschaut. „Was meinstdu denn, Sakura-Chan?". Nun zog auch über ihr Gesicht einLächeln. Verlegen gab sie zu: „Ich finde die Ähnlichkeitzwischen euch beiden einfach total verblüffend. Man sieht es zwarnicht oft, aber ihr habt ziemlich viele Gemeinsamkeiten." Ichwusste zwar nicht wer von uns beiden nun mehr verwirrt war, aberalleine schon die Haarfarbe musste doch Indiz genug dafür sein, dassich in keinster Weise etwas mit dem Jungen zu tun haben konnte.Dennoch konnte ich ein Lächeln, wegen dieses Vergleiches nichtverbergen. Das rosahaarige Mädchen wollte diese Unterhaltung abererst einmal nicht weiter führen, denn sie schaute mittlerweilemeinen Begleiter eindringlich und mit großen Augen an. Der Rest derTruppe war nun auch um uns herum versammelt und anscheinend warkeiner aus Konoha wirklich begeistert, dass Itachi nun hier war.
Sieschauten ihn missbilligend an. Und vorwurfsvoll. Erst als ich mich zumeinem Bruder umdrehte und auf sein Stirnband schaute, bemerkte ich,dass er hier von Leuten aus seinem alten Dorf umgeben war. Dereinzige der eher unparteiisch aussah, war Naruto. Dennoch warf erItachi gleich vor: „Wo warst du Gestern? Wir hätten dichgebraucht!" Dabei war sein Blick stur auf Itachi gerichtet under erwartete eine Antwort. Auch der Zopfträger schaute nun zwischenNaruto und mir hin und her, dann wand sich Itachi noch einmal an dieganze Gruppe, bis sein Blick schließlich fürsorglich auf mir ruhte.Kurz lächelte er mich aufmunternd an und verkündete: „Ich weißihr hättet mich Gestern wahrscheinlich gut gebrauchen können, aberNanashi hat mir schon erzählt, wie ihr mit Hidan und Kakuzuumgegangen seid. Alleine um Kakuzu zu töten braucht man eine MengeChakra. Also dafür schon mal herzlichen Glückwunsch. Ich schätzeaber, Nanashi ist für euch ebenfalls von enorm großer Hilfegewesen." Die Suna-Nin nickten und nach und nach schlossen sichauch ihre Kollegen aus Konoha an. Was mich nur noch mehr inUnsicherheit wog, meine Wangen waren wahrscheinlich nunmehr kaum nochvon meinen Haaren zu unterscheiden und glühten. Der Kaze-Kage machteden Anfang und streckte Itachi seine Hand entgegen. „Das stimmt,sie hat gute Arbeit geleistet. Ich hoffe in Zukunft können wir unsauf dich und deine Kraft verlassen. Willkommen, Itachi!",sprach er. Itachi verbeugte sich vor ihm und nahm danach seine Handan. Innerlich freute ich mich sehr, dass Itachi immerhin vomTeamleiter akzeptiert wurde. Als ich in die Runde zu den anderenschaute, sah ich, wie sie sich einer nach dem anderen derEntscheidung von Gaara fügten und ihre Mienen entspannter wurden.Auch von Naruto sah man nun nur noch ein Grinsen. Ich ließ mich vonseinem anstecken und die anderen von uns nach und nach ebenfalls. AmSchluss standen wir alle lächelnd in der Runde, bis Shikamaru nunerstmals das Wort an sich riss: „Wenn ihr beiden grinst, sehtihr wirklich aus wie Geschwister!"

Mein Weg des Ninja!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt