Kapitel 81

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Feuerstern wachte auf. Neben ihm lag Sandsturm. Er leckte ihr ein mal über das Ohr und ging nach draussen. Draussen setzte er sich und putzte sich. Dabei fing es an zu schneien. Weiche Flocken landeten auf dem Boden und bildeten eine kalte Schicht. Sandsturm trat neben ihn. Schweigend beobachteten sie die Katzen die aus ihren Bauen kamen. Sonnenflügel stellte sich unter die Hochnase und gemeinsam mit Eichhornschweif machten sie die Patrouillen. Feuerstern sprang nach unten. Unten sackte er bis zum Bauch im Schnee ein. Mühsam kämpfte er sich nach vorne.,, Feuerstern, willst du eine Patrouille zum SchattenClan anführen?" Eichhornschweif sah ihn fragend an.,, Gerne. Wir werden dann jagen." Eichhornschweif forderte Wolkenschweif und Sandsturm auf, ihn zu begleiten. Zu dritt kämpften sie sich aus dem Lager.,, Wie geht es Graustreif?" fragte Wolkenschweif atemlos. Sein Freund hatte sich noch nicht von seinen Wunden erholt. Die Verletzung an der Schulter hatte sich entzündet und er steckte sich am grünem Husten an.,, Nicht so gut. Hoffen wir es geht ihm bald besser." Die Gedanken an seinen verletzten Freund stimmten ihn traurig. Sie liefen weiter an der SchattenClan-Grenze entlang und hielten schliesslich am Ende ihres Territoriums.,, Vielleicht gibt es hier mehr Beute." hauchte Sandsturm und ihr Atem schickte eine Luftwolke in den Himmel.,, Wir können es versuchen." Sie liefen tiefer in den Wald hinein. Bald schon hatten sie die Fährte eines Kaninchens. Sie folgten der Geruchsspur und fanden schliesslich ein dickes Tier. Es hatte sich wahrscheinlich die ganze Blattleere lang versteckt. Feuerstern schlich sich an und mit einem Sprung hatte er das Kaninchen getötet. Kurz darauf hörte er ein Jaulen. Er drehte sich um und sah eine rote grosse Gestalt aus einem Busch rennen.,, Fuchs!" jaulte Wolkenschweif und rannte weg. Schnell rannte Feuerstern hinter ihm her. Er hielt dabei das Kaninchen. Sandsturm überholte ihn und gemeinsam rannten sie blindlings durch das Gestrüpp. Dicht hinter ihnen spürten sie den fauligen Geruch des Fuchses.,, Hier rein!" jaulte Wolkenschweif und stürmte in eine Dornenhecke. Sandsturm folgte ihm. Feuerstern wartete bis Sandsturm sicher war und ging dann ebenfalls hinein. Als er nur noch mit den Hinterpfoten draussen war, schnappte der Fuchs nach seiner Hinterpfote. Feuerstern drehte sich um und schlug dem Fuchs auf die Schnauze. Dieser liess sofort los und Feuerstern schlüpfte in die Sicherheit. Keuchend legte er das Kaninchen auf den Boden. Er hatte das Gefühl seine Lunge würde zerbersten. Von draussen her hörten sie wütendes Gebell.,, Hat er dich erwischt?" fragte Wolkenschweif und sah besorgt auf das Hinterbein von Feuerstern. Das Beinfell verklebte sich mit Blut, doch es war keine tiefe Wunde.,, Ist nicht schlimm. Es brennt nur." Sandsturm sah mit weit aufgerissenen Augen nach draussen.,, Er kommt nicht hinein, oder?" wandte Sandsturm ein.,, Hoffen wir nicht." wandte Wolkenschweif ein. Sie warteten eine halbe Ewigkeit. Als die Sonne unterging, verklang das Gebell langsam. Feuerstern streckte die Schnauze nach draussen und flüsterte:,, Er ist weg. Gehen wir schnell zurück." Er packte wieder das Kaninchen und hastig rannten sie in den Felsenkessel zurück.

,,Ihr habt einen Fuchs getroffen! Wir müssen sofort die Kinderstube sichern!" Feuerstern sah auf die besorgte Ampferschweif hinunter.,, Wir haben den Fuchs nicht im DonnerClan-Territorium getroffen. Es wird uns nichts passieren." Feuerstern versuchte seinen Clan zu beruhigen. Er hatte ihnen vom Fuchs erzählt. Ampferschweif sah jetzt mit grossen Augen zu ihm hinauf. Ihr Bauch war dick, die Geburt war nur noch ein paar Sonnenaufgänge fern. Das Gemurmel verstummte, als ein Husten aus dem Bau von Häherfeder zu hören war. Eine graue Gestalt trat nach vorne. Häherfeder sprang neben Graustreif aus dem Heilerbau und sagte:,, Nur weil du keinen grünen Husten mehr hast, darfst du nicht gehen!" Graustreif schnaubte wütend auf.,, Ich will meinen Clan verteidigen und nicht nutzlos in meinem Nest liegen." Feuerstern trat neben seinen Freund und miaute aufmunternd:,, Graustreif, geh zurück. Bald kannst du uns wieder helfen Füchse zu vertreiben. Und den Fuchs müssen wir gar nicht vertreiben. Er wurde nicht in unserem Territorium gesichtet." Graustreif wollte etwas erwidern, besann sich aber eines Besseren. Er trottete langsam zurück in den Heilerbau. Feuerstern löste die Versammlung auf. Murmelnd verschwanden die Katzen in ihren Bauen.

Ich habe im letzten Kapitel vergessen jemanden zu erwähnen. Ich danke Flammentau für alle Votes und Kommentare. Vielen Dank und fühl dich gedrückt 😘 Deshalb widme ich dieses Kapitel auch Flammentau Noch einmal vielen Dank und bis bald!

Liebe Grüsse


Eure Estelle

Warrior Cats VertrauenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt