Leises Atmen
Ein sanfter Luftzug
Ein dunkler Flur
Und eine dunkle Gestalt, die langsam auf mich zu kam
Doch sie ging nicht, nein es sah so aus als wenn sie schweben würde
Die Gestalt war gespenstisch
Ich wollte schrein
Doch kein Laut kam aus meiner Kehle
Die Gestalt war nun so nah
Sie streckte ihren Arm aus
Und ich konnte unter die schwarze Kapuze des langes Mantels blicken
Ich erschrak
Sie blickte mir tief in die Augen
Und lächelte
Der Blick veselte mich
Ich war star
So wunderbar aber auch sonderbar war esAuch ich streckte meine Arme aus
Wollte sie umarmen
Sie bei mir haben
Umarmen, an mich drücken und nie wieder loslassen
So lange wünschte ich es mir
Jedoch als meine Finger ihr Gesicht streifen wollte
Löste sich das Bild vor meinen Augen auf,,Mom!" flüsterte ich und schlug meine Augen auf. ,,Bleib bei mir, bitte" flehte ich. Sie hatte die Sehnsucht nach einer Mutter wieder geweckt. Ich erinnerte mich wie sehr sie mir doch fehlte. Ich hatte in letzter Zeit selten an sie gedacht, denn ich hatte zwischen all diesen Aufregungen wenig zeit gehabt um Nachzudenken.
Ein widerlicher Gestank kroch mir in die Nase. Ich blickte zum Himmel und mir wurde bewusst dass ich hier vor dem Konzertsaal, bei den Mülltonnen eingeschlafen war.
Mit einem Schlag war ich hell wach. Nervös blickte ich über die Mülltonnen. Rechts, links,... nichts. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Erleichterung durchströmte mich. Sie waren weg! Endlich hatte ich Ruhe. Langsam stand ich auf. Autsch! Das hatte ich ja ganz vergessen. Meine Knie.Ich schaute runter, die Hose war dort aufgerissen und blutig.
Ich lehnte mich an die Hauswand und stöhnte. Konnte mir nicht einmal ein Unglück erspart bleiben?Langsam setzte ich mich in Bewegung. Ich stöhnte auf. Ich versuchte den höllischen Schmerz zu ignorieren, doch nach den ersten 50 Metern war das nicht mehr möglich. Meine Knie brannten. Ich konnte nicht mehr und ließ mich langsam auf den Weg nieder. Ich verzog das Gesicht, als der Schmerz stärker wurde. Vor meinen Augen waren schwarze Punkte. Ich konnte nicht mehr klar sehen oder denken. Von einem Moment auf den anderen nahm ich nichts mehr war.
Nur meine erholsame Ruhe hielt nicht lange an, denn ein Auto kam mit rasender Geschwindigkeit die Straße entlang. Ich schlug die Augen auf, sah das Auto und bekam Panik. Hatten sie mich schon wieder gefunden?
Ich versuchte mich so klein wie möglich zu machen um nicht gesehen zu werden. Ich hielt den Atem an.Doch dieses eine mal war das Glück auf meiner Seite, das Auto fuhr vorüber.
Hatte der gestrige Tag mich so geschädigt, dass ich jetzt schon vor Autos angst habe?
Nein! Niemals! So schnell lasse ich mich nicht unterkriegen!
Ich kannte den Weg nicht, doch ich wollte nicht an einem Ort bleiben, deshalb lief ich einfach drauf los.
Ich wusste nicht mehr wie lange ich unterwegs war oder welche Wege ich gewählt hatte.
Ich wusste auch nicht wie, aber irgendwie schaffte ich es in ein mir bekanntes viertel unserer Stadt zu kommen. Als ich bemerkte wo ich war freute ich mich, doch ich konnte nicht mehr, mein ganzes Bein tat nun weh. Es war unerträglich. Ich setzte mich für einen Moment. Es tat gut das Bein unbelastet zu haben, aber ich musste weiter.Nach einer gefühlten Ewigkeit schaffte ich es mich aufzurappeln und vorsichtig weiter zu gehen. Langsam darauf bedacht keine schnellen Bewegungen zu machen kam ich voran.
Stück für Stück. Schritt für Schritt. Atemzug für Atemzug. Immer weiter.
Nach viel Mühe uns Anstrengung gelangte ich zu unserem Haus.
Erschöpft brach ich vor der Haustür zusammen. Ich atmete ein und aus, ein und aus,...
Ich biss die Zähne zusammen.
Hoffentlich blieben von meiner Wunde keine bleibenden Schäden. ...
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Die Verschwörung
Genç KurguIsabella ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Sie lebte mit ihrer Mutter und ihrem Vater in einem schönen Haus. Doch an ihrem 9. Geburtstag wurde ihre Mutter von einer Verschwörung erschossen. Und nach 5 Jahren als ihr Vater und sie ein neues L...