Bei Den Eltern

1.1K 64 2
                                        

Clarkes POV

Langsam öffnete ich meine Augen, schloss diese aber sofort wieder, als mir die Sonne direkt ins Gesicht schien.
„Auch wach?“ hörte ich eine ruhige Stimme in meinem Ohr und drehte mich um.
Ich blickte in die Augen von Lexa und musste sofort lächeln.
Das gestern war also wirklich kein Traum gewesen.
„Bist du schon lange wach?“ fragte ich müde, als ich ihr eine Strähne aus dem Gesicht strich.
„Seit einer Stunde etwa“ lachte sie leicht, was auch mich lachen ließ.
„Wieso hast du mich nicht geweckt?“ ich setzte mich auf und streckte mich kurz.
Wir hatten gestern noch einen Film gesehen, ehe wir Arm in Arm eingeschlafen waren.
Besser hätte der Abend gestern wirklich nicht laufen können.
Besonders nicht, nachdem was passiert war.
„Weil du echt süß ausgesehen hast beim schlafen“ hauchte mir Lexa ins Ohr, ehe sie mir sanfte Küsse auf meine Schulter verteilte.
Ich spürte, wie ich rot anlief und vergrub mein Gesicht in meinen Händen.
Lexa fing laut an zu lachen, ehe sie mich in ihre Arme zog.
Leise kicherte ich und kuschelte mich an sie.
„Ich wollte dich einfach nicht wecken. Zudem ist Samstag“ zuckte sie mit den Schultern und ich sah in ihre Augen.
„Wie spät haben wir eigentlich?“ fragte ich leise, als ich aufstand und mir die Sachen, die Lexa für mich raus gelegt hatte, anzog.
„Halb eins“ zuckte Lexa mit den Schultern und weit riss ich meine Augen auf.
„Meine Mom bringt mich um. Kannst du mich nach Hause fahren?“ ohne auf eine Antwort von Lexa zu warten, ging ich auch schon nach unten.
Ich würde sterben, wenn meine Mom das herausfinden würde.
„Hey, Clarke, jetzt warte“ Lexa griff nach meinem Arm und hielt mich fest.
„Wir wollten doch zu Anya“ Lexa sah mich ruhig an.
Ich wusste, dass sie meine Hilfe dabei brauchte.
Alleine würde sie es nicht schaffen.
Zudem hatte ich ihr versprochen mit zu kommen.
„Ich...“ tief atmete ich durch und nickte.
„Dann lass uns fahren“ lächelte ich, was auch Lexa lächeln ließ.
Die Ältere gab mir einen sanften Kuss, ehe wir auch schon in ihr Auto stiegen.

Nach gut fünfzehn Minuten kamen wir bei Anya an und klingelten.
Wir mussten nicht lange warten, da machte ein Mann die Türe auf.
Ich kannte ihn nicht.
Gesehen hatte ich ihn gestern aber kurz.
„Kommt rein“ lächelte er und ließ uns wenig später hinein.
Zusammen mit Lexa ging ich raus in den Garten.
Anya saß am Tisch und lächelte, als sie uns sah.
„Wie geht es dir?“ fragend sah mich unsere Lehrerin an.
„Gut“ zuckte ich mit den Schultern.
Ich wollte nicht darüber reden, was gestern eigentlich war.
„Kannst du mir jetzt mal erklären, wieso dich zwei Schülerinnen am Wochenende besuchen?“ fragte der Mann und ich sah zu ihm.
„Ganz einfach Nyko“ Nyko? Der Name sagte mir etwas.
Das war doch der Vater von Lexa.
Also ihr richtiger Vater.
Nicht so wie Gustus.
Mein Blick viel zu Lexa, die ebenfalls zu mir sah.
Sie nickte kurz, als sie meinen fragenden Blick verstand.
„Das da ist Lexa Woods“ Nyko sah nun ebenfalls zu Lexa und allein an seinem Blick sah ich, dass er wusste wer sie war.
„Ist das dein ernst?“
„Nyko, das ist unsere Tochter. Lexa und ich haben vor zwei Wochen das erste Mal darüber gesprochen. Sie hat mich mit Hilfe ihrer Freundin Clarke gefunden“ erklärte Anya ruhig und verstehend nickte der Mann, als er sich durch seinen Bart fuhr.
Lexa sagte nichts, sondern hielt einfach nur meine Hand.
Dies hatte ich gerade erst mit bekommen.
Vorher hatte ich dies gar nicht beachtet oder wahrgenommen.
Ich drückte die Hand der Älteren sanft und sah sie mit einem leichten Lächeln an.
„Du siehst toll aus Lexa“ lächelte er und kurz nickte die Brünette.
Sie schien wohl mit dem ganzen überfordert zu sein.
Gerade wollte Lexa etwas sagen, da klingelte mein Handy aber plötzlich.
„Tut mir leid“ sofort ging ich ran.
Hätte ich das mal lieber nicht getan, als ich hörte, wer mich angerufen hatte.
„WO ZUR HÖLLE BIST DU?!?!?!?!“ schrie meine Mutter in den Hörer und ich hielt das Handy weiter von meinem Ohr weg.
„Ich...“ doch kam ich gar nicht dazu auch nur irgendetwas zu sagen.
„Ich habe dir verboten auf den Ball zu gehen Clarke. Du hast Hausarrest und gehst trotzdem und dann kommst du nicht einmal nach Hause!!! Wo bist du?“ tief atmete ich durch.
Ich wusste nicht, was ich sagen sollte.
Plötzlich deutete mir Anya, dass ich ihr das Handy geben sollte.
Ich war verwirrt, tat es aber trotzdem.
„Mrs. Griffin? Hier ist Anya Nightblood. Die Lehrerin ihrer Tochter“ sprach sie ruhig und lehnte sich zurück.
„Ihre Tochter ist bei mir. Sie müssen sich keine Sorgen wegen ihr machen“ sprach sie ruhig und ich sah weiter zu ihr.
Ich konnte nur hoffen, dass sie meine Mutter beruhigte.
Sonst würde ich bis ans Ende meines Lebens Hausarrest haben.
Und darauf hatte ich ehrlich gesagt keine Lust.
„Natürlich verstehe ich das....ja...ja ich werde sie nach Hause schicken“ Anya legte auf und gab mir das Handy wieder.
„Und?“ fragte ich sie, auch wenn ich mit bekommen hatte, was sie gesagt hatte.
„Wollt ihr was essen?“ nun war ich verwirrt.
Hatte sie meiner Mutter nicht gesagt, dass sie mich nach Hause schicken würde?
„Aber...“
„Deine Mutter weiß nicht, wo ich wohne Clarke. Außerdem fühlt sich Lexa alleine garantiert nicht sehr wohl hier“ich lachte leise und fuhr mir nervös durch die Haare.
Meine Lehrerin war doch nicht so schlimm wie ich dachte.
Doch wusste ich, dass meine Mutter wirklich sauer werden würde, sobald ich nach Hause kam.
Aber das war mir gerade ehrlich gesagt egal.
Ich war bei Lexa.
Und das war mir gerade wichtig.
Zudem wollte ich, dass sie ihre Eltern besser kennenlernen kann.
Und dabei würde ich ihr helfen.
Egal was auf mich zu kommen würde.

Life Isn't EasyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt