Kapitel 16 (Finale)

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Kapitel 16

Nach einer Weile lösten wir uns voreinander und hielten uns in den Armen. Keiner von uns wollte den anderen zuerst los lassen. Für mich war klar, was wir jetzt füreinander waren. Wir sind jetzt Partner, dennoch nicht ganz, denn das ist man erst nach der Paarung. Bei den Wölfen beginnt die Paarung erst Ende Januar und wir haben erst Anfang Herbst.

Als das Feuerwerk verklungen war, kamen die Glühwürmchen aus ihren Verstecken und schwirrten umher, auch um uns herum. Es war ein sehr schöner Anblick für ein verliebtes Pärchen wie uns.

Mein Kopf lag auf Ames Brust und genoss die Stille und die Schönheit der Natur. „Möchtest du mir diesmal sagen, was du mit Großvater damals besprochen hast?", fragte ich neugierig und lauschte sein Herzschlag. Sein Herz schlug schnell, was mich lächeln ließ, weil ich wusste, dass sein Herz für mich schlug.

„Dein Großvater hat mir die Erlaubnis gegeben dein Partner zu werden", verriet er und strich sanft durch meine (H/F) Haar. „Natürlich nur wenn du es auch sein möchtest!", warf er schnell unsicher hinterher. Er strich sich peinlich berührt am Nacken und wartete darauf, dass ich etwas darauf erwidere. Anfangs wollte ich ihn auf eine Antwort zappeln lassen, aber das wollte ich ihn lieber nicht antun.

Ich schlang meine Arme um seinen Hals, näherte mich seinen Ohr und sagte klar und deutlich: „Sehr gerne würde ich dein Partnerin werden." Nachdem ich es gesagt hatte, küsste ich sein Ohr und wartete auf seine Reaktion. Nicht lange ließ es sich darauf warten, denn er hob mich hoch und drehte sich mit mir lachend im Kreis. Natürlich lachte ich mit ihm.

Als wir uns ein paarmal im Kreis gedreht hatten, stellte er mich wieder auf meine eigenen Beine. „Du weißt, was es heißt, wenn man sich für ein Partner entscheidet, der das Leben eines Tieres vorzieht und nicht das der Menschen?", wollte er noch mal sichergehen.

Natürlich hat mir mein Vater alles darüber gesagt. Es heißt: wenn man sich für denjenigen entscheidet, der ein Leben als Tier verbringt, so muss man auf ewig mit dem Partner als Tier leben. In unseren Fall als Wölfe. „Ich habe mich schon längst entschieden", äußerte ich und küsste ihn ein letztes leidenschaftlich, bevor wir uns auf den Weg zu meine Großeltern machten.

Unser Plan für die paar Tage hat sich doch geändert als gedacht. Eigentlich lief bei uns fast nichts nach Plan, fällt mir auf.

Während wir in der Dunkelheit händchenhaltend schlenderten, sprachen wir über unsern zukünftige Zukunft, dabei ließen wir uns keinen Augenblick los.

Vor dem Haus angekommen, öffnete ich die Tür und betrat mit Ame das Haus. „Hallo, ist hier jemand?", rief ich durch das Haus um zu wissen, ob die Pläne meine Großeltern auch geändert haben.

„Komm ins Wohnzimmer, Liebes. Wir haben eine Überraschung für dich", hörte ich Großvater rufen. „Ja, wir kommen", erwiderte ich und zog Ame hinter mir ins Wohnzimmer.

Dort angekommen riss ich erschrocken, aber gleichzeitig glücklich meine Augen auf. Meine Eltern saßen auf dem Sofa, neben meine Großeltern. Ich ließ Ame's Hand los und rannte zu meine Eltern und schmiss mich in ihr Armen. Anfangs waren sie über mein Handeln überrascht, dennoch erwiderten sie meine Geste.

„Ich habe euch so vermisst", nuschelte ich den Brust meines Vaters. Daraufhin zog mich mein Vater näher an sich, meine Mutter strich mir liebevoll durch den Haar und entgegnete: „Wir haben dich auch vermisst."

Mit einem Räuspern machte sich Ame hinter uns auf sich aufmerksam. Meine Eltern sahen ihn gleichzeitig freundlich und neugierig an. „Du musst wohl Ame sein?", wollte meine Mutter wissen und ließ von mir an, genauso wie mein Vater.

Wolfsliebe (Ame X Reader)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt