Love you goodbye

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Ich wusste nicht was ich denken, geschweige denn fühlen sollte.
Mein einziger Gedanke war, dass ich einfach hier weg wollte.
So schnell es geht.
Ich hörte Paul nicht weiter zu und wie ferngesteuert lief ich zu den Jungs.
Eigentlich zu Harry.
Still liefen mir einige Tränen die Wange runter.

Als Harry mich sah, lief er auf mich zu und nahm mich in den Arm.
"Lilly was ist los? Was hat Paul gesagt?"

Die anderen Jungs schauten uns mitleidig an. Jeder von ihnen dachte, Paul hätte mir gesagt, dass die Beziehung zwischen mir und Harry nicht möglich wäre. Ich wusste ganz genau, dass sie das dachten und ganz tief in mir wünschte ich, dass es das gewesen wäre was Paul mir vor wenigen Minuten gesagt hatte.

Doch sie lagen falsch.

Meine Tränen wurden stärker und ich sackte in Harrys Armen zusammen.
Zusammen saßen wir auf dem Boden der Lobby. Er hielt mich nach wie vor noch ganz fest an sich, was mich einbisschen in der Realität festhielt.

"Harry....," schluchzte ich und versuchte weiter zu reden doch die Worte steckten mir im Hals fest.

"Lilly es ist ok. Wir schaffen das, ja? Ich  lass nicht zu dass irgendwas zwischen uns steht..."

"Harry bitte....," versuchte ich es noch ein zweites Mal.

"Ich werde dich nicht alleine lassen, ich will dich nicht verlieren. Ich brauche dich Lilly!"

"Harry bitte hör mir zu!"
Er und die Jungs schauten mich an und ich rutschte ein wenig von Ihnen weg. Meine Augen waren rot und verheult, aber das war mir egal.
"Harry es ist nichts wegen uns. Keiner verbietet uns die Beziehung. Das Management hat keine Ahnung."

Erleichtert atmeten die Jungs auf. Doch Harry schaute mich an. Jetzt war er erst recht verunsichert.

"Lilly... was ist passiert," fragte er und kam wieder näher zu mir.

"Meine Mum....", mehr brachte ich nicht raus, bis die heißen Tränen wieder meine Wange hinunter liefen.
Mitlerweile stand auch Paul bei uns und merkt, dass ich nicht in der Lage war, den Jungs zu sagen was los war.
Geschockt schauten sie alle samt zu Paul.

"Ihr Mum hatte vor 2 Tagen einen Autounfall. Sie liegt mitlerweile im künstlichen Koma, da ihr Zustand sehr kritisch war. Sie musste einige Stunden operiert werden und liegt jetzt auf der Intensivstation," erklärte er.

Ich hörte seine Worte zum ersten Mal wirklich bewusst und brach erneut in Harrys Armen zusammen. Er hatte Mühe mich zu halten ohne das Gleichgewicht zu verlieren, da wir immer noch am Boden saßen.
Ich konnte nicht länger hier bleiben. Ich wollte nach Hause.
Ich wollte jetzt einfach zu meiner Mum.

Paul erklärte den Jungs, dass er bereits einen Flug für mich gebucht hatte, welcher morgen früh gehen würde.

Harry pov

Ich konnte es kaum fassen. Das konnte nicht sein. Wieso passierte genau ihr sowas?
Ich wollte sie nicht so sehen, es zerriss mir das Herz und ich hielt sie so fest ich nur konnte.

Sie sackte immer wieder in meinen Armen zusammen und mein Shirt war an einigen Stellen schon ganz nass von ihren Tränen, doch ich wollte für sie da sein. Ich will dass sie weiß, dass sie auf mich zählen kann und ich immer für sie da sein werden.

Ich merkte wie sie langsam versuchte sich aufzurappeln und ich half ihr hoch.
Eine gefühlte Ewigkeit saßen wir auf dem Boden der Lobby des Hotels.
"Ich bring dich in dein Zimmer ok?"

Sie nickte nur. Keiner der Jungs sagte etwas und ihre mitleidigen Blicke erklärten wieso.

Ich stütze Lilly und lief mit ihr Richtung Zimmer. Das einzige was ich momentan wollte, war die Tour hinschmeißen und mit ihr zurück fliegen. Ich wollte sie nicht alleine lassen.
Nicht jetzt.

Lilly pov

Ich sagte kein Wort. Ich wollte nicht reden.
Nicht jetzt zumindest.
Harry legte seinen Arm um meine Hüfte und lief mit mir zu meinem Zimmer.
Ich öffnete die Tür mit meiner Karte und betrat das Zimmer ohne jede Reaktion.
Ich merkte, wie Harry mir nicht folgte, sondern im Türrahmen stehen blieb.

"Sag mir Bescheid wenn du irgendwas brauchst ok?"

Er drehte sich um und wollte gerade das Zimmer verlassen, doch ich wollte nicht dass er geht. Ich wollte jetzt nicht alleine sein in diesem Zimmer und ganz bestimmt wollte ich nicht mit meinen Gedanken alleine gelassen werden.

"Harry bitte bleib hier."

Er drehte sich wieder um und schaute mich an.
Ich stand auf der anderen Seite des Zimmers und es fühlte sich an als würde uns ein Ozean trennen.
"Bist du dir sicher? Wenn du lieber alleine sein willst kann ich gehen!"

"Bitte bleib hier Harry. Ich brauche dich."
Natürlich blieb Harry bei mir. Die ganze Nacht.
Wir redeten noch lange und küssten uns bis wir irgendwann nebeneinander einschliefen.
Das würde wohl das letzte mal sein, dass ich neben Harry einschlafen würde.

Am nächsten Morgen wurde ich alleine wach. Harry war nicht mehr da.
Ich dachte mir nichts dabei, denn das einzige was ich im Kopf hatte, war der Flug, welcher in wenigen Stunden gehen würde.
Ich packte meinen Koffer und alles was ich sonst noch so verstreut hatte und ging in die Lobby. Paul wartete dort auf mich. Und die Jungs auch.
Nur von Harry fehlte jede Spur.
Ich war traurig und ein wenig enttäuscht, doch so hart es sich auch anhört, ich hatte jetzt andere Prioritäten.

Ich verabschiedete mich von den Jungs und Niall umarmte ich besonders lange.
"Ich weiß nicht wo er ist Lilly. Es tut mir so leid," flüsterte Niall mir ins Ohr.
Ich zuckte mit den Schultern und ging zu Paul.
Er brachte mich ohne die Jungs zum Flughafen um einen Fanansturm zu vermeiden.

Nun saß ich in meinem Businessclass Sitz und wollte nichts sehnlicher, als endlich zuhause zu sein.

Am Flughafen wartete niemand auf mich...
Ich schnappte mir meinen Koffer, suchte mir eine Bahnverbindung raus und machte mich direkt auf den Weg ins Krankenhaus.
Lisa wusste nicht, dass ich hier war. Ich wollte sie nicht beunruhigen und ihr lieber alles erzählen wenn ich selber wusste was genau los war.

Nach einer Ewigkeit kam ich am Krankenhaus an...
Ich hasste Krankenhäuser so sehr.
Schnell lief ich zu einer Schwester und erzählte ihr, dass ich zu meiner Mum wollte und scheinbar erwartete sie mich schon.
Ich sah ganz genau das Mitleid in ihren Augen und in meinen sammelten sich schon wieder die Tränen.

Sie begleitete mich nach oben und hielt mir die Tür zum Zimmer meiner Mutter auf.
Ich zögerte, schaute die Schwester an und bedankte mich.

Verunsichert und mit Tränen in den Augen lief ich in das Zimmer und dort sah ich sie liegen.
Ganz alleine und kalt.

Ich setzte mich mit einem Stuhl neben ihr Bett und hielt ihre Hand fest.
Ich saß lange so da bis ein Arzt hinein kam und mir alles erklärte.
Sie wollten alles versuchen, damit es ihr bald besser gehen würde.
Ebenfalls sagte er mir, dass ich ein Zimmer hier bekommen würde, damit ich nicht alleine bleiben musste und sofort hier sein könnte wenn etwas passierte.

Sie hatten nur Angst, dass ich mir was antun könnte. Das war doch Fakt.

Der Arzt verließ das Zimmer wieder und ich schaute zu Mum. Sie sah grausam aus.

Ich atmete einmal tief ein und aus um meine Tränen zu stoppen.

"Mum bitte....bleib bei mir. Ich liebe dich."

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Nach diesem Kapitel folgen nur noch 3 Weitere.
Aaaaaber es geht quasi nahtlos in die nächste FF über 😌
Der Name wird "What if" sein 😍

1D FF- Der Sommer meines LebensWo Geschichten leben. Entdecke jetzt