Es war kein Geheimnis, dass Damian nicht gerne in der vierten Dimension war. Er hatte aber auch noch nie das Verlangen danach gespürt, hier länger als nötig zu bleiben. Er mochte es hier eben nicht sonderlich. Die Menschen waren langweilig und die Dimension hier war zu laut, zu schmutzig und zu hektisch!
Aber besondere Umstände verlangten besondere Maßnahmen.
Seit drei Tagen hatte er kein Lebenszeichen mehr von seinen Generälen vernommen. Weder von Callum, noch von seinem Sohn. Von Mikael war er ja nun einiges gewohnt, aber dass sich Callum nicht meldete, war seltsam. Selbst dieser verfluchte Halbdämon schien leblos zu sein. Und auch Kassandra, die eigentlich auch eher in der fünften Dimension anzutreffen war, war seit einigen Tagen wie vom Erdboden verschluckt.
Wenn es nur um die eingesessenen Dämonen gehen würde, dann hätte sich Damian keine Sorgen gemacht. Aber es ging auch um seinen Sohn. Und auch wenn man Damian nicht unbedingt väterliche Qualitäten zusprechen konnte, so war Mikael ihm irgendwie ans Herz gewachsen. Außerdem war da immer noch Viktoria, die ihr Unwesen trieb. Und sie schien dieses Mal einen Plan zu haben. Die Nachrichten, die Damian zugetragen worden waren, hatten ihn erschreckt.
Er landete in der Bibliothek und hob den Kopf.
Alles war ruhig. Zu ruhig.
Langsam zog er sein Schwert und verließ die Bibliothek.
Im Wohnzimmer lag der Halbdämon auf dem Sofa und schlief tief und fest. Damian wunderte sich zwar, denn eigentlich war er immer zur Stelle, sobald Damian auftauchte.
Vorsichtig ging er weiter und landete in der Küche. Dort sah er seinen Sohn, den Oberkörper auf dem Küchentisch gelegt. Auch er schlief. Und in einer Kammer neben der Küche lag Callum. Ebenfalls schlafend.
Damian sah Tassen auf dem Tisch stehen. Er nahm eine Tasse und roch daran.
„Verflucht! Was ist denn hier los?", brüllte er.
Natürlich wusste er schon, was los war, aber er musste diese zwei Deppen aufwecken.
Mikael fiel beinahe von seinem Stuhl und auch Callum setzte sich erschrocken auf.
„Mein Fürst...", stammelte Callum.
„Vater? Was zur Hölle machst du hier?"
Damian knallte sein Schwert auf den Tisch, so dass es in der ganzen Küche hallte. Die beiden verzogen schmerzhaft das Gesicht bei diesem lauten Geräusch.
„Ich habe seit Tagen nichts von euch gehört und nun komme ich hierher und ihr pennt?"
Callum rappelte sich auf und fuhr sich durch die Haare.
„Ich...ich weiß auch nicht, was geschehen ist!"
Damian warf ihm die Tasse vor die Füße.
„Ich kann dir sagen, was geschehen ist. Du hast dich von einer Hexe hereinlegen lassen!" Er starrte auch Mikael böse an. „Und mein Sohn auch! Ich kann nicht sagen, ob ich enttäuscht von euch sein soll oder der Hexe meine Bewunderung zolle! Wie konnte das passieren?"
Er schnaubte laut, während die beiden Deppen ihn entsetzt ansahen.
Damian spürte, wie ein Dimensionen-Sprung durchgeführt wurde.
„Wir sprechen uns auch noch, Kassandra! Glaube ja nicht, dass du mir entwischen kannst!", brüllte er.
Mick stöhnte auf.
„Musst du so brüllen? Verdammt! Mein Schädel platzt bald!"
Callum setzte sich ebenfalls an den Tisch. Auch er sah nicht besonders gut aus.
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DEMONS
خارق للطبيعةDämonen leben unter uns! Auch wenn sie uns zu langweilig finden, kommen sie immer wieder in unsere Dimension. Mariposa Coulter beherbergt einen von ihnen ohne es zu wissen. Und sie schlittert ungewollt in einen Krieg um Gebiete, Macht und Reichtum...