Kapitel 11

5 0 0
                                    

Ich habe keine Ahnung wo wir hin laufen aber ich hoffe sehr, dass Kyle es weiß.

„Wie lange müssen wir denn noch laufen?"
Ich höre mich an wie ein Baby und bin nur am jammern. Aber das ist mir momentan echt egal. Ich hoffe immer noch, dass das alles nur ein sehr realer Traum ist, aus dem ich bald wieder aufwache.

„Nicht mehr all zulange. Wir haben es bald geschafft und ich hoffe wir sind nicht die einzigen dort. Wenn dem nämlich so ist, sind wir echt verloren."

Ich reagiere überhaupt nicht auf seine Worte sondern konzentriere mich darauf, dass wir bald da sind und nicht mehr laufen müssen.

Ein Paar Minuten später
„Siehst du da vorne die Höhle im Boden? Dort müssen wir hin. Da unten ist so eine Art Bunker und ein geheimer Treffpunkt für ein paar Fehlerhafte."

„Ich hätte nie gedacht, dass man sowas braucht. Aber für den Augenblick bin ich froh diesen Ort jetzt zu haben."

Wir gehen in den Bunker und stehen nun vor einer riesigen metal Tür. Auf einmal ertönt eine Stimme und fragt uns nach einem Passwort.
Wow sogar daran haben sie gedacht. Als ob die genau mit so einem Fall gerechnet haben. Kyle sagt das Passwort und die Tür geht auf. Ein junger Typ steht dahinter und begrüßt Kyle mit einem breiten Grinsen.

„Hey Mike wie geht's dir kleiner Bruder?"

Sie nehmen sich in den Arm und lachen dabei. Wenigstens hat einer seinen Bruder wieder gefunden.

„Mittlerweile geht es mir wieder gut. Seit dem ich hier bin, lebe ich wieder wie ein relativ normaler Mensch."

Die beiden reden noch eine Weile so weiter, während wir rein gehen in den großen Versammlungssaal.

In dem großen Saal sehe ich eine Menschenmenge, als ob alle Fehlerhaften hier wären.

„Kyle? Warum sind hier so viele Menschen?"

„Das sind alle fast alle Fehlerhaften, die von dem Ort wussten. Wir haben uns immer einmal im Jahr hier versammelt und so viele her gebracht wie es geht, damit wir alle in Sicherheit sind wenn so etwas wie jetzt passiert."

„Warum wussten ich und mein Bruder nichts hier von?"

„Also dein Bruder ist immer alleine gewesen und du warst noch nicht in eine der Gruppen zu geteilt worden. Also wollten wir warten bis du eine Weile in eine Gruppe gehörst bevor wir mit ihm reden. Das alleine ist der Grund warum ihr nichts davon wusstet. Du hättest ja auch zu den Guten gehören können und dann hättest du alles verraten. Sicher ist nun mal Sicher."

Wie er das erklärt klingt es ziemlich logisch. Ich sollte ihm bei der ganzen Sache jetzt einfach vertrauen.
Ein paar Minuten später fängt eine etwas ältere Dame das Reden an.
Sie spricht davon, dass wir uns gegen die anderen auflehnen sollen und unser Recht zurück erobern müssen.
Ich kann mir das ganze so nicht mehr mit anhören und muss einfach was dazu sagen.

„Ihr denkt grad alle nur an Krieg. Warum denkt ihr nicht erstmal daran alle Fehlerhaften zu befreien und sie hier her zu bringen. Weil im Endeffekt haben wir dann noch mal eine ganze Menge mehr Krieger. Und außerdem, denkt ihr die meisten hier können kämpfen? Wir müssen das alles erst einmal trainieren und einen Plan schmieden bevor noch alle wegen der Hirnrissigkeit von Rache sterben."

„Sie hat Recht. Wir dürfen nicht einfach blind in einen Krieg ziehen."

Ich hätte nie gedacht, dass Kyle mir sofort zustimmt.

„Claire. Wenn du so oberschlau bist dann sag du uns doch wie wir vorgehen sollen."
Die Chefin scheint etwas sauer auf mich zu sein.

„Ich vertraue Claire, ich kenne sie zwar erst seit einem Tag aber sie hat eine gute Einschätzung was das alles hier angeht. Claire ich folge dir bei deinem Plan und stehe dir auch jeder Zeit zur Seite."

„Ich folge dir auch Claire."

Alle stehen nach und nach auf und sagen das. Jetzt scheint es so als wäre ich die Anführerin von denen hier.

Nach einer Weile verteilen sich alle wieder und jeder geht seinen Weg. Ich muss mir jetzt unbedingt einen Plan ausdenken.

„Claire komm ich bring dich in eines der Zimmer, damit du dich ausruhen kannst."

Ich folge ihm und wir gehen in ein leeres Zimmer.

„Also ich werde dann mal gehen. Ich wünsche dir eine gute Nacht."

„Kyle? Würde es dir was ausmachen nicht zu gehen? Nach diesem Tag möchte ich nicht unbedingt alleine sein."

„Wenn du das möchtest bleibe ich hier."

Er kommt zu mir und legt sich mit ins Bett. Ich bin so froh, dass jemand bei mir ist. Wenn ich jetzt alleine wäre, würde ich nur weinen und mich verkriechen.

Verliebt in den falschen Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt